Aisatischer Aktienhandel
Exportwerte belasten den Nikkei

Die Aktienmärkte in Asien haben am Donnerstag uneinheitlich auf die neuen Maßnahmen der US-Notenbank im Kampf gegen die Wirtschaftskrise reagiert.

HB TOKIO/HONGKONG. In Tokio profitierten zwar Bankentitel von der Ankündigung der Fed, über den Aufkauf von Anleihen rund eine Billion Dollar in die Wirtschaft zu pumpen. Exporttitel litten hingegen unter dem Fall des Dollars zum Yen und zogen die Indizes nach unten. Kurz vor Beginn eines langen Wochenende lasteten zudem Gewinnmitnahmen auf dem Markt.

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index ging 0,3 Prozent tiefer bei 7945 Punkten aus dem Handel. Der breiter gefasste Topix-Index tendierte unverändert auf 764 Stellen. Auch die Aktienmärkte in Taiwan und Südkorea verzeichneten Verluste. Die Börsen in Hongkong, Singapur und Shanghai verbuchten dagegen Gewinne.

Wegen des starken Yen standen in Tokio vor allem Exportwerte auf den Verkaufslisten der Händler. Zu den größten Verlierern gehörten die beiden Technologiekonzerne Panasonic und Fujitsu. Ihre Anteilsscheine verbilligten sich um 1,1 beziehungsweise 6,5 Prozent. Honda-Titeln machte zusätzlich eine Herabstufung von Moody's Investors Service zu schaffen. Die Papiere gaben drei Prozent nach.

Nach einem wegen der Vorgaben aus den USA festeren Handelsauftakt gaben die Indizes im Verlauf nach. Vor Beginn eines dreitägigen Wochenendes machten die Börsianer dafür Gewinnmitnahmen verantwortlich. "Die Anleger befürchten ein wenig, dass nach der von der Fed angeheizten Rally an der Wall Street eine Korrektur anstehen könnte", sagte Kazuki Miyazawa, Marktanalyst bei Daiwa Securities SMBC. "Der japanische Aktienmarkt ist zudem anfällig für Gewinnmitnahmen, da er zuletzt stärker gestiegen ist als der US-Markt." Der Nikkei hatte am Mittwoch auf seinem höchsten Stand seit fünf Wochen geschlossen.

Nach dem Fed-Schritt und der Ankündigung der japanischen Notenbank vom Vortag, weitere Staatsanleihen zu kaufen, gehörten Bankenwerte hingegen erneut zu den Gewinnern. Die Titel der Mitsubishi UFJ Financial Group legten 2,3 Prozent zu.

Die Papiere der Mizuho Financial Group gewannen 1,5 Prozent, die der Sumitomo Mitsui Financial Group 5,4 Prozent.

Der Euro tendierte bei 1,3434 Dollar nach 1,3505 Dollar in New York. Der Dollar notierte zum Yen bei 95,45 Yen nach 95,85 Yen im späten US-Handel.

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