Aktien
Abwärtstrend in Zürch hält an

Der Schweizer Aktienmarkt hat am Donnerstag erneut an Terrain eingebüßt.

dpa-afx ZÜRICH. Der Schweizer Aktienmarkt hat am Donnerstag erneut an Terrain eingebüßt. Damit findet die am vergangenen Freitag eingeleitete Konsolidierung eine Fortsetzung, ist der SMI doch zum vierten Mal innerhalb der vergangenen fünf Handelstage gesunken, an einem insgesamt allerdings ereignislosen Handelstag. Belastet waren vor allem die Finanzwerte.

Von den am Nachmittag publizierten US-Daten fielen vor allem die Verkäufe neuer Häuser tiefer aus als erwartet und die Vormonatswerte wurden nach unten korrigiert. Dies führte im SMI zu einem rasanten Einbruch um rund 70 Punkte, welchem allerdings eine leichte Erholung gegen Handelsende folgte. Nach den insgesamt enttäuschenden Konjunkturdaten aus den USA hat sich der jüngste Optimismus zu den konjunkturellen Aussichten wieder etwas verflüchtigt, was auch an den US-Börsen zu einer schwachen Eröffnung geführt hat.

Der SMI stand zum Handelsende 68,83 Punkte oder 1,27% tiefer bei 5 350,59 Punkten. Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI ) gab 1,43% auf 814,04 Punkte nach und der breite Swiss Performance Index (SPI ) 1,26% auf 4 614,59 Punkte.

Nebst OC Oerlikon (-4,5% auf 63,25 Franken) und Holcim (-3,3% auf 56 Franken) verloren mit Swiss Life Holding (-3,1% auf 89,05 Franken), Julius Bär (-2,9% auf 44 Franken) oder Swiss Re (-2,8% auf 35,90 Franken) einige Finanzwerte am meisten. Die Verluste von CS (-2,0% auf 46,68 Franken), ZFS (-1,3% auf 196,50 Franken) oder UBS (-1,2% auf 15,65 Franken) fielen etwas moderater aus.

Klar überdurchschnittlich waren auch die Abgaben in Kühne+Nagel (-2,8% auf 82,05 Franken), Logitech (-2,7% auf 15,31 Franken) oder Geberit (-2,4% auf 131,70 Franken).

Nebst dem allgemein etwas von Zurückhaltung gebremsten Sentiment belasteten hierzulande die jüngsten Hiobsbotschaften des SPI-Unternehmens Georg Fischer (-3,7% auf 212 Franken) die Stimmung. Nach der Gewinnwarnung vom vergangenen November hat GF am Donnerstag die Investoren mit der Nachricht aufgeschreckt, dass der Umsatz im laufenden Jahr wohl um rund einen Drittel einbrechen und dabei ein Verlust resultieren wird.

Georg Fischer baut nun die bereits angekündigten Sparmassnahmen massiv aus und hat auch bereits eine Leichtmetallgiesserei verkauft. Am meisten leidet weiterhin das Segment Automotive unter der schlechten Konjunkturlage.

Von den Blue Chips gehörten auch SGS (-2,2% auf 1"310 Franken) in die erweiterte Schlussgruppe, nachdem HSBC den Titel auf "Neutral" zurückgenommen hat.

Swatch (-0,7% auf 176,50 Franken) und Richemont (-1,9% auf 23,06 Franken) reagierten wenig auffällig auf den erneut starken Rückgang der Schweizer Uhrenexporte im April.

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