Aktien
Aktien Europa: Bankwerte treiben die Kurse

Verhaltener Optimismus aller Orten: Die wichtigsten Märkte des Kontinents liegen im Plus. Vor allem Finanzwerte profitieren von guten Vorgaben aus den USA. Die wichtigsten Gewinner und Verlierer.

London/Paris. Europas wichtigste Aktienmärkte haben am Freitag dank starker Bankenwerte Gewinne verbucht. Der Leitindex EuroSTOXX 50 legte um 0,99 Prozent auf 2.281,98 Zähler zu. Der Londoner FTSE 100 kletterte um 1,30 Prozent auf 4.070,35 Punkte. In Paris stieg der CAC-40-Index um 1,60 Prozent auf 3.056,69 Zähler. Ein besser als erwartet ausgefallener Ifo-Index gab den Märkten kurzzeitig zusätzlichen Schwung.

Bei den Einzelwerten führten erneut Bankenwerte die Gewinnerliste an. Papiere etwa der französischen BNP Paribas kletterten um 3,10 Prozent auf 37,795 Euro und Titel der belgischen ING Groep verteuerten sich um 2,76 Prozent auf 6,320 Euro. Händler verwiesen auf die positive Stimmung bei Finanztiteln an der Wall Street am Vorabend. Außerdem arbeiten die französischen Banken laut einem Bericht der Zeitung „Les Echos“ an einem Plan, ihre „toxischen“ Wertpapiere aus ihren Bilanzen auszulagern.

Technologiewerte der unterschiedlichsten Spezialgebiete gehörten unterdessen zu den größten Verlierern in Europa. So gaben etwa LM Ericsson 1,17 auf 76,00 schwedische Kronen ab. Vodafone Group , France Telecom und die Deutsche Telekom folgten dicht auf dem Fuße. Der weltweit führende Softwarekonzern Microsoft meldete am späten Donnerstagabend nach dem Handelsschluss in New York einen herben Gewinneinbruch. Darüber hinaus senkte am Morgen TeliaSonera den Ausblick - die Aktie fiel um 5,08 Prozent auf 37,40 Kronen zurück.

Gute Noten für Fiat

Zahlreiche Analystenkommentare halfen den Papieren des italienischen Autokonzerns Fiat auf die Sprünge, wie der Kursgewinn von 3,84 Prozent auf 7,70 Euro zeigte. Sowohl die Commerzbank, als auch JPMorgan und die Citigroup hoben ihre Kursziele für die Aktie an. Nach Angaben von deutschen Regierungsvertretern zählt Fiat zu den Hauptinteressenten für den angeschlagenen Autobauer Opel. Allerdings hatte sich der Opel-Betriebsrat bereits gegen den Einstieg der Italiener ausgesprochen.

Volvo sackten nach schwachen Zahlen um 4,55 Prozent auf 52.50 Kronen ab. Der schwedische Nutzfahrzeughersteller musste im ersten Quartal einen unerwartet hohen operativen Verlust hinnehmen und senkte seine Jahresprognosen für die Nachfrage bei schweren Lastwagen.

Aktien des französischen Baukonzerns Vinci entwickelten sich mit plus 0,32 Prozent auf 33,00 Euro unterdurchschnittlich. Das Unternehmen darf sich ebenfalls laut einem Bericht von „Les Echo“ auf einen Großauftrag aus Ägypten freuen. Demnach soll Vinci für weitere 550 Millionen Euro Arbeiten an der U-Bahn in Kairo durchführen.

Schließlich werden eine Reihe europäischer Aktien am letzten Handelstag der Woche ex Dividende gehandelt. Hierzu zählen die Papiere von Kuoni und Syngenta an der Börse in Zürich. Außerdem wurden die Aktien des finnischen Handybauers Nokia von der Ausschüttung der Dividende belastet.

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