Aktien Asien
Nikkei: Deutliche Verluste

Die Unsicherheit über die US-Konjunktur belastet die asiatischen Märkte. Auch das chinesische Wirtschaftswachstum stimmt viele Anleger misstrauisch. Der Nikkei-Index verlor bis zum Börsenschluss 1,4 Prozent. Einige Aktien verloren deutlich mehr.

HONGKONG. Schlechte Nachrichten aus Fernost. Wiederaufkeimende Unsicherheit über die Entwicklung der US-Wirtschaft hat die asiatischen Aktienmärkte am Mittwoch belastet. Nach der jüngsten Rally strichen viele Anleger vor der geldpolitischen Entscheidung der US-Notenbank am Abend Gewinne ein. Von der Federal Reserve erhoffen sie sich neue Aufschlüsse über die Lage der amerikanischen Wirtschaft, nachdem am Dienstag Konjunkturdaten Hoffungen auf eine Erholung der weltgrößten Volkswirtschaft gedämpft hatten. Daneben lasteten Sorgen um das Wirtschaftswachstum in China auf den Kursen in Fernost.

In Tokio fiel der 225 Werte umfassende Leitindex Nikkei 1,4 Prozent von seinem Zehn-Monats-Hoch auf 10 435 Punkte. Der breiter gefasste Topix schloss ebenfalls 1,4 Prozent tiefer bei 959 Zählern. Auch die Börsen in Seoul, Taiwan, Singapur und Hongkong gaben nach. Der Markt in Shanghai lag sogar 4,4 Prozent im Minus. Hier führten Sorgen vor einem Liquiditätsengpass nach einem scharfen Abschwung der Kreditvergabe im Juli zu einem Ausverkauf auf breiter Front. Die Kurse in Sydney konnten dagegen leicht zulegen.

"Es gibt Befürchtungen, dass der Nikkei überbewertet ist", sagte Analyst Takashi Ushio von Marusan Securities in Tokio. "Zusammen mit der Schwierigkeit, vorherzusagen, was die Fed tun wird, führt dies zu Gewinnmitnahmen." Zu den größten Verlieren in Tokio gehörten die Exportwerte. Sie wurden von einem Anstieg des Yen belastet, der ihre Produkte im Ausland verteuert. Die Papiere des Kamera- und Bürogeräteherstellers Canon gaben 1,7 Prozent nach. Die Titel des Unterhaltungselektronikgiganten Sony verloren zwei Prozent. Die Aktien des zweitgrößten japanischen Autobauers Honda gaben 2,6 Prozent nach.

Der Flachbild-TV-Hersteller Sharp verbuchte einen Kursverlust von 3,8 Prozent. Er litt auch darunter, dass der US-Zulieferer Corning nach dem Erdbeben vom Vortag die Produktion von LCD-Glas in einem Werk in Japan stoppen musste. In Seoul profitierte davon wiederum der südkoreanische Branchenriese LG Display. Spekulationen über einen Versorgungsengpass bei LCD-Glas in Japan nach dem Beben ließen seinen Kurs gegen den Trend um ein Prozent steigen.

Am Devisenmarkt legte der Yen vor der Entscheidung der US-Notenbank zu. Zum Dollar stieg er um 0,5 Prozent auf 95,50 Yen. Zum Euro legte er auf 134,96 Yen zu. Der Euro gab zum Dollar leicht nach und notierte bei 1,4122 nach 1,4145 im späten US-Handel.

Die Vorgaben der US-Börsen waren negativ. Belastet von Konjunktursorgen schloss der Dow-Jones-Index der Standardwerte mit einem Minus von 1,0 Prozent bei 9241 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 gab 1,3 Prozent auf 994 Zähler nach. Der Index der Technologiebörse Nasdaq fiel um 1,1 Prozent auf 1969 Stellen.

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