Aktien
Auf und Ab bei Bankenaktien in Zürich

Der Schweizer Aktienmarkt hat sich am Mittwoch weitgehend in der Verlustzone bewegt und am Abend knapp unter Vortagesschluss geschlossen. Dabei hätten vor allem die sinkenden Ölpreise dem Markt auf die Beine helfen können.

dpa-afx ZÜRICH. Der Schweizer Aktienmarkt hat sich am Mittwoch weitgehend in der Verlustzone bewegt und am Abend knapp unter Vortagesschluss geschlossen. Dabei hätten vor allem die sinkenden Ölpreise dem Markt auf die Beine helfen können. Der Ölpreis war nach den wöchentlichen US-Lagerbestandsdaten unter 114 Dollar gefallen. Händler sprachen jedoch von einem insgesamt ruhigen und impulslosen Handel bei eher dünnen Volumen. Mit Licht und Schatten zeigten sich die Banktitel. Einerseits hätten Anleger ihre Leerpositionen eingedeckt, auf der anderen Seite belastete eine Branchenstudie von Goldman Sachs die Titel.

Der SMI schloss um 0,21 Prozent oder 15,17 Punkte tiefer bei 7 100,01 Einheiten. Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI) verlor 0,08 Prozent auf 1 054,16 Punkte, der breite Swiss Performance Index (SPI ) gab um 0,20 Prozent auf 5 941,62 Zähler nach.

Die Bankaktien wogten am Berichtstag auf und ab. Allen voran UBS (+2,6 Prozent auf 21,82 Franken) zeichneten sich einmal mehr durch eine große Schwankungsbreite aus. Der Sektor litt unter einer Studie aus dem Hause Goldman Sachs, in der die Analysten die Gewinnschätzungen für eine Reihe von US-Geschäfts- und Investmentbanken senkten. Die Schatten der Kreditkrise ließen sich halt doch nicht so einfach abschütteln, sagten Marktbeobachter.

Credit Suisse (+0,6 Prozent auf 50 Franken) und Julius Bär (-0,4 Prozent auf 65,05 Franken) zogen zum Handelsende hin ebenfalls an.

Die Aktien der Versicherer Zurich Financial Services ZFS (+1,0 Prozent auf 276 Franken) und Swiss Re (+0,9 Prozent auf 66,30 Franken) zogen deutlich an, nachdem der Tropensturm "Fay" erst einmal knapp am US-Bundesstaat Florida vorbeigeschrammt war. Swiss Life (-1,0 Prozent auf 230,20 Franken) hingegen fanden den Boden noch nicht. Der Lebensversicherer ist mit seiner Vollübernahme von AWD und dem Einstieg bei MLP bei den Investoren auf wenig Gegenliebe gestoßen.

Weit vorne im SMI etablierten sich Syngenta (+1,6 Prozent auf 282 Franken). Der Konzern hatte vom US-Landwirtschaftsministeriums Usda die Zulassung für eine Ernte-Zusatzversicherung für die Maissorte Agrisure und für weitere zugelassene Biotech-Maissaatgüter erhalten. Der Titel habe zudem von einer zuletzt leichten Preiserholung bei den wichtigsten Agrargütern profitiert, hieß es.

Außerdem im Blick der Anleger standen Adecco (+1,4 Prozent auf 50,45 Franken) wegen der angestrebten Übernahme von Michael Page. Der Chef des britischen Fachkräftevermittlers, Steve Ingham, sieht den von Adecco gebotenen Preis von 400 Pence je Aktie weiterhin als zu niedrig an. Ab 600 Pence je Aktie käme ein Verkauf in Frage, sagte er. Im Markt gab es zudem Spekulationen, dass Adecco das Angebot bereits auf 500 Pence je Aktien erhöht habe.

Weniger Nachfrage erfreuten sich die defensiven und im Schweizer Aktienindex großkapitalisierten Pharmawerte. Roche büßten 0,8 Prozent auf 185,60 Franken und Novartis 0,8 Prozent auf 60,95 Franken ein. Nach Medienberichten hat sich der Streit von Roche mit dem Wettbewerber Amgen um Rabattverträge mit deutschen Krankenkassen zugespitzt. Nestle belasteten den Index mit einem Abschlag von 1,1 Prozent auf 49,20 Franken.

Ciba standen nach dem gestern vorgelegten, enttäuschenden Semesterergebnis und mehreren negativen Analysten-Studien weiter im Minus. Gestern hatten die Papiere knapp 17 Prozent verloren, heute nochmals 2,3 Prozent auf 25,92 Franken.ra/AWP/stw

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