Aktien
Bankentitel treiben Zürichs Börse

Der Schweizer Aktienmarkt hat am Donnerstag mit deutlichen Aufschlägen geschlossen. Spekulationen um eine anscheinend unmittelbar bevorstehende Einigung über das US-Rettungspaket für die angeschlagene Bankenbranche haben zu deutlichen Aufschlägen weltweit geführt.

dpa-afx ZÜRICH. Der Schweizer Aktienmarkt hat am Donnerstag mit deutlichen Aufschlägen geschlossen. Spekulationen um eine anscheinend unmittelbar bevorstehende Einigung über das US-Rettungspaket für die angeschlagene Bankenbranche haben zu deutlichen Aufschlägen weltweit geführt. Schwächer als erwartet ausgefallene Konjunkturdaten aus den USA rückten vor dieser Nachricht in den Hintergrund.

Die Schweizer Aktien wurden von den Finanzwerten angeführt. Im Fokus standen zudem Swiss Re anlässlich einer Investoren Veranstaltung. Ansonsten habe es an Impulsen gemangelt. Deshalb seien die Finanzkrise beziehungsweise das Rettungspaket die dominierenden Themen und dürften es auch noch eine Zeit lang bleiben, hieß es. Am Berichtstag habe auch das Leerverkaufs-Verbot die Bewegung nach oben zum Handelsende hin beschleunigt, hieß es im Handel.

Um 17.30 Uhr schloss der SMI 165,15 Punkte oder 2,44 Prozent höher bei 6 945,49 Punkten. Der 30 Titel umfassende, gekappte SLI rückte 2,05 Prozent auf 1 034,58 Punkte vor und der breite SPI 2,03 Prozent auf 5 812,88 Punkte.

Die volatilen UBS-Aktien (+5,1% auf 21,10 Franken) setzten sich einmal mehr an die SMI-Spitze. Neben den Nachrichten aus den USA habe auch das Gerücht um ein angebliches Interesse seitens HSBC den Titel getrieben, sagten Händler. Die Gerüchte seien aber nicht wirklich Ernst zu nehmen, sagten Marktteilnehmer.

Credit Suisse < CSX.ETR gewannen drei Prozent auf 56 Franken, während Julius Bär (-0,5% auf 61,70 Franken) weiter zur Schwäche neigten.

Swiss Re (+4,8% auf 65,55 Franken) und ZFS (+5% auf 313 Franken) wurden ebenfalls gekauft. Die Versicherer profitierten von den Aussagen von Swiss Re anlässlich der Investoren Veranstaltung. Dabei seien die im Vorfeld teilweise befürchteten großen negativen Überraschungen ausgeblieben. Zudem könnten die beiden Versicherer von den Problemen des amerikanischen Mitbewerbers AIG profitieren, indem sie nun in eine bessere Wettbewerbsposition gelangen, hieß es im Handel.

ABB (+0,5% auf 22,54 Franken) büßten gegen Mittag einen Großteil ihrer Gewinne ein. Händler verwiesen auf die Gewinnwarnung von General Electric. Diese sollte nach Meinung von Marktbeobachtern mit Blick auf ABB aber nicht überbewertet werden. Denn die Gewinnwarnung sei hauptsächlich aus der Finanzsparte gekommen. Der Bereich Industrie sei weiterhin sehr stark, was auch nicht gegen, sondern für ABB spreche.

Die defensiven Schwergewichte stützten den Schweizer Aktienmarkt. So gewannen Novartis 3,2 Prozent auf 60,40 Franken, Roche 2,2 Prozent auf 178,40 Franken und Nestle 1,8 Prozent auf 47,70 Franken. Händler schlossen nicht aus, dass Deckungskäufe zum Quartalsende die defensiven Titel gestützt haben.

Konjunktursensible Aktien wie Adecco (-0,1% auf 50,15 Franken) und Syngenta (-0,2% auf 263,50 Franken) gehörten hingegen zur kleinen Gruppe der Verlierer. Lonza fielen um 0,1 Prozent auf 141,80 Franken. Der Lifesciencekonzern veranstaltet derzeit in den USA ein zweitätiges Investorenseminar.

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