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Börse Warschau schließt sehr schwach, Budapest höher

Wie schon an den zwei Vortagen sind die wichtigsten osteuropäischen Aktienmärkte am Mittwoch uneinheitlich aus dem Handel gegangen.

dpa-afx/apa WARSCHAU/PRAG/BUDAPEST. Wie schon an den zwei Vortagen sind die wichtigsten osteuropäischen Aktienmärkte am Mittwoch uneinheitlich aus dem Handel gegangen.

In Warschau erlitt der WIG-20 Kurseinbußen von 3,94 Prozent auf 1 776,99 Punkte. Der breiter gefasste WIG-Index sank um 3,05 Prozent auf 27 394,24 Zähler.

Die Indexschwergewichte erlitten kräftige Kurseinbrüche. Bank Pekao rutschten um 6,7 Prozent auf 121,3 Zloty ab, PKO gaben um 6,5 Prozent auf 35,50 Zloty nach und Bank Zachodni verloren 1,8 Prozent auf 109 Zloty. Die Banken könnten rund 825 Mill. Zloty abschreiben, nachdem sie Rückstellungen für 5,5 Mrd. Zloty schwere Währungsoptionsgeschäfte polnischer Unternehmen bilden müssen.

Auch Schwergewichte wie Telekomunikacja Polska (Tpsa) und Kghm Polska Miedz mussten Federn lassen. Tpsa fielen um 5,5 Prozent auf 18,33 Zloty und Kghm schlossen am Ende des Kurszettels mit einem Abschlag von 8,5 Prozent auf 29,01 Zloty.

Dagegen konnten Pgnig um 1,5 Prozent auf 3,50 Zloty zulegen. Der größte Gasversorger Polens erwägt, seine Preise für das kommende Jahr zu senken, falls der Zloty und der Ölpreis in den nächsten Monaten auf dem aktuellen Niveau bleiben.

Die Prager Börse schloss mit leichten Abgaben. Der Leitindex PX fiel um 0,58 Prozent auf 833,2 Punkte. Die tschechische Nationalbank (CNB) hat den Leitzins um 0,50 Prozentpunkte auf 2,25 Prozent gesenkt. Experten hatten diesen Schritt im Vorfeld erwartet, obwohl die CNB erst Anfang November den Leitzins kräftig um 0,75 Prozentpunkte gesenkt hatte.

Die tschechischen Bankenwerte reagierten auf die Zinssenkung mit deutlichen Abschlägen. Erste Group verloren 2,70 Prozent auf 360 Kronen und Komercni Banka rutschten um 4,46 Prozent auf 2 868 Kronen ab.

Titel von New World Resources (NWR) gaben um 1,53 Prozent auf 70,15 Kronen nach. Das Management und die Gewerkschaften einigten sich darauf, die Lohnverhandlungen auf März zu verschieben, wenn die Verhandlungen zum Kohlepreis abgeschlossen seien. Gleichzeitig sicherte sich die NWR-Tochter OKD Doprava einen 83 Mill. Kronen schweren Kredit von der ING Groep und der Unicredit für weitere Expansionspläne.

Ceske Energeticke Zavody (CEZ) konnten hingegen Kursgewinne verzeichnen und stiegen um 1,32 Prozent auf 803 Kronen. Die slowakische Regierung hat den tschechischen Energieriesen als strategischen Partner für den Bau eines Kernkraftwerks ausgewählt. An dem Joint Venture soll der Staat 51 Prozent und CEZ 49 Prozent halten.

Die Budapester Börse ging mit einem Kurssprung aus dem Handel. Der Leitindex BUX gewann 7,45 Prozent auf 12 615,57 Zähler. Alle Indexschwergewichte konnten deutliche Kurszuwächse verzeichnen.

Im Fokus der Anleger standen die Aktien des Öl- und Gaskonzerns Magyar Olay es Gazipari (Mol) , die einen Kurssprung von 15 Prozent auf 10 350 Forint hinlegten. Gerüchten zufolge könnte ein ausländischer Investor sieben Prozent an der Mol kaufen. Anscheinend interessiere sich ein Anleger aus dem Nahen Osten für den Anteil.

Auch die anderen Indexschwergewichte waren gut gesucht. OTP Bank kletterten um 5,74 Prozent auf 2 945 Forint und Magyar Telekom stiegen um 1,64 Prozent auf 559 Forint. Richter Gedeon gewannen 7,46 Prozent auf 28 880 Forint. Laut einem Beschluss des Parlaments können Pharmaunternehmen ab 2010 bis zu einem Fünftel der Kosten für Forschung und Entwicklung von der Steuer absetzen.

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