Aktien
Börse Zürich schließt etwas schwächer

Der Schweizer Aktienmarkt hat am Dienstag nach einem einmal mehr äußerst volatilen Handelsverlauf etwas schwächer geschlossen. Dabei hielten in erster Linie die defensiven Aktien den SMI im Lot, während die Mehrheit der Finanzwerte deutliche Einbußen hinnehmen musste.

dpa-afx ZÜRICH. Der Schweizer Aktienmarkt hat am Dienstag nach einem einmal mehr äußerst volatilen Handelsverlauf etwas schwächer geschlossen. Dabei hielten in erster Linie die defensiven Aktien den SMI im Lot, während die Mehrheit der Finanzwerte deutliche Einbußen hinnehmen musste. Die Beruhigung der Märkte lasse weiter auf sich warten, sagten Marktteilnehmer.

Auch am Montag verpufften die weltweit angedachten oder umgesetzten Regierungsmaßnahmen wirkungslos oder sorgten lediglich für ein kleines Strohfeuer. Ursache für einen kleinen Zwischenspurt am Nachmittag war ein neuer Finanzierungsrahmen der US-Notenbank. Die Federal Reserve will damit den Kauf kurzlaufender Commercial Papers finanzieren.

Am Dienstag sank der SMI 30,96 Punkte oder 0,48 Prozent auf 6 427,76 Stellen. Der Swiss Leader Index büßte 1,34 Prozent auf 919,22 Zähler ein. Hier schlug sich die Kappung der großkapitalisierten defensiven Werte nieder. Der Marktbreitere Swiss Performance Index sank um 0,66 Prozent auf 5 333,52 Punkte.

Die Finanzwerte wurden erneut stark gebeutelt, allen voran die Titel der UBS (-7,2 Prozent auf 19,40 Franken) und von Swiss Re (-6,4 Prozent auf 49,80 Franken). Händlern zufolge prägten erneut verschiedenste Gerüchte das Geschehen, welche die Unsicherheit im Sektor weiter anheizten. So hätten Spekulationen rund um Liquiditätsengpässe bei verschiedenen britischen Banken kursiert.

Bei Swiss Re wurden zudem die zuletzt nur noch sehr zögerlich vom Unternehmen vorgenommen Aktienrückkäufe als Zeichen dafür gewertet, dass weitere Wertberichtigungen ins Haus stehen.

Julius Bär (-3,4 Prozent auf 42,90 Franken) blicken auf einen sehr volatilen Handelstag zurück, hatte doch der Titel in der Spitze um mehr als 5% zugelegt. Die Titel hatten zwischenzeitlich von Aussagen des CEO Alex Widmer an einer Investorenveranstaltung in London profitiert, anlässlich der er die finanziellen Zielsetzungen für die Private Bank bestätigte. Der Bereich GAM wurde jedoch nicht angesprochen - genau die Sparte, wo die Investoren große Probleme orten.

Deutlich schwächer schlossen auch die restlichen Versicherer. Swiss Life (-3,4 Prozent auf 151 Franken), ZFS (-1,8 Prozent auf 277 Franken) und Baloise (-3,3 Prozent auf 67,70 Franken) standen den Banken in Nichts nach.

Swatch (+0,3 Prozent auf 175,60 Franken) profitierten auf der anderen Seite laut Händlerangaben von Umschichtungen aus Richemont (-2,9 Prozent auf 44 Franken). Einerseits wurde Richemont von "Most Preferred List" der UBS gestrichen, während Swatch drauf blieben. Andererseits stufte die ZKB die Swatch-Papiere hoch. Syngenta (+3,7 Prozent auf 199 Franken) etablierten sich nach mehreren sehr schwachen Handelswochen an der SMI-Spitze.

Von ihrem Status als "sichere Häfen" profitierten die defensiven Werte Nestle (+1,5 Prozent auf 45,96 Franken), Roche (+1,8 Prozent auf 175 Franken) und Novartis (+1,7 Prozent auf 60,60 Franken). Novartis hatte vorbörslich positive Ergebnisse einer Phase-II-Studie zu Nva237 veröffentlicht, Roche ebenfalls günstige Resultate einer Phase-III-Studie zu Mabthera bei der Krebsart CLL.

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