Aktien
Börse Zürich schließt nach ruhigem Handel uneinheitlich

Der Schweizer Aktienmarkt hat den letzten Handelstag vor Weihnachten uneinheitlich beendet. Nach einem überwiegend freundlichen Verlauf - zum Teil deutlich in der Gewinnzone - bröckelten die Gewinne am Dienstag im späteren Geschäft ab.

dpa-afx ZÜRICH. Der Schweizer Aktienmarkt hat den letzten Handelstag vor Weihnachten uneinheitlich beendet. Nach einem überwiegend freundlichen Verlauf - zum Teil deutlich in der Gewinnzone - bröckelten die Gewinne am Dienstag im späteren Geschäft ab. Grund dafür waren laut Marktteilnehmern Gewinnmitnahmen und die sich abschwächende Wall Street. Allerdings seien die Kursbewegungen am Berichtstag aufgrund der sehr dünnen Umsätze nicht sehr aussagekräftig gewesen, hieß es im Handel. Viele Marktteilnehmer hätten ihre Bücher für dieses Jahr spätestens mit dem großen Futuresverfall vom letzten Freitag geschlossen.

Der SMI fiel um 0,37 Prozent auf 5 399,58 Punkte, der Tageshöchststand lag bei 5 485,97 Zählern. Der 30 Titel umfassende SLI , in dem der Einfluss der Schwergewichte begrenzt ist, legte hingegen um 0,10 Prozent auf 769,23 Punkte zu. Der breit gefasste SPI verlor dagegen 0,34 Prozent auf 4 462,28 Punkte.

Auch von konjunktureller Seite fehlten größere Impulse. Die Daten aus der Eurozone zu Handels- und Leistungsbilanzen gingen Händlern zufolge beinahe spurlos am Markt vorbei, ebenso die jüngsten Konjunkturdaten aus den USA. Dort fiel der Michigan-Index zwar etwas besser als erwartet aus, die Neubauverkäufe sanken aber weiter. Eine Stabilisierung des US-Immobilienmarktes lasse weiterhin auf sich warten, meinte ein Beobachter.

Die größten Verluste bei den Blue Chips schrieben Petroplus (-4,8 Prozent auf 20,20 Schweizer Franken) und Kühne + Nagel (-3,5 Prozent auf 65,85 Franken). Händler verwiesen bei den Abgaben in Petroplus auf die negativen US-Vorgaben vom Vortag. Aufgrund des zuletzt wieder stark rückläufigen Ölpreises stand der US-Raffineriesektor zu Wochenbeginn unter starkem Verkaufsdruck.

Auch Roche (-1,5 Prozent auf 160,50 Franken) und Novartis (-1,5 Prozent auf 51,60 Franken) schlossen weit am unteren Tabellenrand, nur knapp ins Minus fielen dagegen Nestle (-0,2 Prozent auf 40,76 Franken).

Auch OC Oerlikon (-1,2 Prozent auf 66,80 Franken) rutschten im späten Handel ins Minus ab. Händler verwiesen bei den vorausgegangenen Kursgewinnen auf Gerüchte, wonach in den Papieren das Industriekonzerns kurz vor Jahresende noch Kurspflege betrieben werde, wahrscheinlich seitens der Großaktionärin Renova. Unterdurchschnittlich verloren Swisscom (-0,2 Prozent auf 343,25 Franken).

Auf der Gegenseite behaupteten sich Swiss Life (+10,3 Prozent auf 71,70 Franken) mit Abstand an der Tabellenspitze. So wie es am Vortag keinen Grund für das Minus von über sieben Prozent gegeben habe, so habe auch heute jede fundamentale Begründung für diesen Sprung nach oben gefehlt, erklärte ein Händler in Zürich. Man müsse dies einfach als technische Gegenbewegung verstehen.

Ebenfalls sehr stark präsentierten sich UBS (+3,9 Prozent auf 14,02 Franken), Baloise (+1,8 Prozent auf 76,35 Franken) und Swiss Re (+1,0 Prozent auf 47,00 Franken). Von den übrigen Finanzwerte notierten ZFS (+0,2 Prozent auf 222,30 Franken) noch knapp im Plus, Credit Suisse unverändert (bei 27,74 Franken) und Julius Bär (-1,8 Prozent auf 38,00 Franken) deutlich im Minus.

Gewinne gab es auch für Holcim (+0,9 Prozent auf 58,75 Franken). Es sei schön zu sehen, dass die Rückstufung des Ausblicks durch die Ratingagentur S & P auf "negativ" den Aktien nichts anhaben könne, meinte ein Händler. Der Einfluss der Ratingagenturen in der heutigen Zeit relativiere sich etwas. Etwas Unterstützung erhielt Holcim vom Gelingen einer Refinanzierung des Konkurrenten Cemex. Dies sei ein positives Zeichen für den gesamten Sektor, hieß es in Börsenkreisen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%