Aktien
Börse Zürich schließt schwächer

Der Schweizer Aktienmarkt hat am Mittwoch nach einem wechselhaften Verlauf schwächer geschlossen. Zur Eröffnung hatten negative US-Vorgaben für Druck gesorgt, danach folgte ein kurzer Ausflug ins Plus und zu Handelsende drückten Abgaben an der Wall Street erneut auf die Stimmung.

dpa-afx ZÜRICH. Der Schweizer Aktienmarkt hat am Mittwoch nach einem wechselhaften Verlauf schwächer geschlossen. Zur Eröffnung hatten negative US-Vorgaben für Druck gesorgt, danach folgte ein kurzer Ausflug ins Plus und zu Handelsende drückten Abgaben an der Wall Street erneut auf die Stimmung. Vor allem von Unternehmensseite kamen aus den USA schlechte News, während die Konjunkturdaten eher auf eine Entspannung hindeuteten.

Im Fokus standen klar UBS nach den heutigen Aussagen zum Geschäftsverlauf im ersten Quartal. Für Kursverluste sorgten vor allem der anhaltende Abfluss von Kundengeldern sowie Gewinnmitnahmen nach der überdurchschnittlichen Performance am Vortag. Syngenta dagegen legten nach dem Umsatzausweis für das erste Quartal deutlich zu.

Der SMI schloss um 0,66% oder 33,89 Punkte tiefer auf 5 065,43. Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index SLI gab um 0,97% auf 739,84 Zähler und der breite SPI um 0,58% auf 4 290,28 Stellen nach.

Das Schlusslicht im SMI bildeten Swiss Re (-7,1% auf 24,14 Franken), nachdem an den Vortagen erzielte Gewinne (Spekulationen um eine Übernahmen durch Warren Buffett) realisiert wurden. UBS als zweitgrößter Verlierer (-6,7% auf 12,36 Franken) haben im Vorfeld der heutigen Generalversammlung über vorläufige Zahlen zum ersten Quartal informiert sowie weitere Restrukturierungsmaßnahmen bekannt gegeben.

Die Anleger hatten bei der Großbank zwar einen Verlust für das erste Quartal erwartet. Mit knapp zwei Mrd. Franken sei dieser aber etwas höher als befürchtet ausgefallen, hieß es am Markt. Negativ werteten Analysten ferner den deutlichen Geldabfluss von 23 Mrd. Franken im Bereich Wealth Management & Swiss Bank. Begrüßt wurden dagegen die eingeleiteten Kostensenkungsmaßnahmen.

Im Gefolge gaben auch Julius Bär (-2,8% auf 34,89 Franken) und Credit Suisse (-2,4% auf 37,20 Franken) nach, unter den Versicherungswerten verloren ZFS 1,2% auf 192,20 Franken und Baloise 1,0% auf 77,60 Franken. Tiefer schlossen im Gefolge der Abgaben aus der Finanzbranche auch die Titel der beiden Luxusgüterhersteller Swatch (-2,1% auf 165,50 Franken) und Richemont (-1,9% auf 21,14 Franken).

Die größten prozentualen Gewinne unter den 30 Bluechips erzielten Syngenta (+6,4% auf 235,70 Franken). Analysten sprachen von einer soliden Quartalsperformance und verwiesen auf die bestätigte Gewinnprognose für 2009. Der negative Währungseffekt habe den vorgelegten Zahlen etwas den Glanz genommen, hieß es jedoch. Zudem hat die UBS die Papiere auf "Buy" von "Neutral" hochgestuft.

Die Indexschwergewichte aus der Pharmabranche gaben dem Markt eine Stütze, während Nestle (-1,3% auf 38,78 Franken) auf das Sentiment drückten. Roche Holding GS gewannen vor den für Donnerstag erwarteten Erstquartalszahlen 0,7% auf 149,70 Franken. Der Pharmakonzern hatte zudem über Veränderungen in der Konzernleitung bei der US-Tochter Genentech informiert, wobei das Top-Management gehalten werden kann. Ähnliche Aufschläge verzeichneten Novartis (+0,8% auf 42,32 Franken). Auch Actelion (+1,5% auf 50,00 Franken) profitierten von der wieder vermehrten Nachfrage nach Pharmatiteln.

Sulzer (-7,4% oder 5,10 Franken auf 63,45 Franken verdauten den Dividendenabgang von 2,80 Franken ansprechend. Siegfried konnten netto sogar noch zulegen. Bei einer Dividende von 2,10 Franken je Aktie wurden die Titel nur um 0,95 Franken auf 59,05 Franken zurückgenommen.

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