Aktien
Börse Zürich schließt unter Tageshoch fester

Der Schweizer Aktienmarkt schloss am Donnerstag unter Tageshoch fester, nachdem der Markt in der Schlussauktion noch etwas korrigiert wurde.

dpa-afx ZÜRICH. Der Schweizer Aktienmarkt schloss am Donnerstag unter Tageshoch fester, nachdem der Markt in der Schlussauktion noch etwas korrigiert wurde. Die vor allem im Laufe der zweiten Handelsphase wieder einsetzenden Käufe wurden von Marktbeobachtern einerseits auf gute US-Wirtschaftsdaten sowie andererseits auf Aussagen des EZB-Präsidenten Jean-Claude Trichet zurückgeführt. Ein positives Wirtschaftswachstum erwartet die EZB ab Mitte des Jahres 2010.

Vor allem die schwer gewichtigen defensiven Werte sowie Finanzwerte und einzelne konjunktursensitive Papiere hätten dem Markt eine Stütze geboten, hieß im Handel. Im Blickpunkt der Investoren waren aber die Aktien von OC Oerlikon , nachdem das Unternehmen eine dringend benötigte Kreditvereinbarung abschliessen konnte.

Das Blue-Chips-Barometer SMI schloss um 0,70 Prozent höher bei 5 422,21 Punkten. Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI ) stieg um 0,65 Prozent auf 831,63 Zähler und der breit gefasste Swiss Performance Index (SPI ) um 0,64 Prozent auf 4 682,64 Punkte.

Die Lage an den Märkten sei etwas paradox, meinte ein Händler. "Eigentlich erwarten die meisten Markteilnehmer nach den Avancen der letzten Wochen eine größere Korrektur, aber sie kommt einfach nicht richtig". Das habe vermutlich mit der Tatsache zu tun, dass viele Akteure unterinvestiert in Aktien seien und bei den geringsten Rückschlägen am Aktienmarkt zukaufen würden.

Im (positiven) Fokus standen die Aktien von OC Oerlikon (+6,0%). Der Technologiekonzern konnte sich mit den Banken auf die Modalitäten zur Anpassung eines Kredits im Volumen von 2,5 Mrd. Franken einigen. Davon profitierten auch Sulzer (+5,2%). Da gewisse Anleger befürchtet hätten, Sulzer könnte zur Finanzierung von OC Oerlikon herangezogen werden, habe es bei Sulzer ein Erleichterungsrallye gegeben, hieß es. Sulzer wurden ab er auch von der erwarteten Nominierung von Jürgen Dormann und Klaus Sturany zur Wahl in den Verwaltungsrat getrieben.

Novartis (+0,9%) profitierten u.a. von einer positiven Studie beim Produktkandidaten Ilaris. Nestle (+1,1%) legten ebenfalls deutlich zu. Bei Nestle wurde von anhaltenden Engagements von ausländischen Investoren gesprochen.

Gesucht waren auch Finanzwerte wie Swiss Re (+4,5%), Swiss Life Holding (+3,7%), Credit Suisse (+2,1%) oder Baloise (+1,3%). Swiss Re hätten dabei von einer positiven Studie aus dem Hause Merrill Lynch über die Europäische Rückversicherungsbranche profitiert.

Zu den größeren Verlierern im SMI zählten Richemont (-1,3%), Petroplus (-1,0%) und Adecco (-0,9%). Richemont seien nach einer positiven Studie von Bernstein Research zu Swatch (-0,1%) etwas unter Druck geraten, hieß es im Handel.

Julius Bär (Aktie-0,8%) hatte Details zur geplanten Aufteilung der Bank und der separaten Börsennotierung für die Julius Bär Group und die GAM Holding veröffentlicht. groß kursbewegende Neuigkeiten gab es dabei aber nicht./rt/

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