Aktien
Börse Zürich stürzt zum Handelschluss ab

Die Schweizer Börse hat am Donnerstag nach massiven Abgaben in der letzten Handelsphase auf Tagestief deutlich schwächer geschlossen. Vor Handelsschluss sanken die Indizes im Einklang mit der Entwicklung der US-Börsen noch markant.

dpa-afx ZÜRICH. Die Schweizer Börse hat am Donnerstag nach massiven Abgaben in der letzten Handelsphase auf Tagestief deutlich schwächer geschlossen. Vor Handelsschluss sanken die Indizes im Einklang mit der Entwicklung der US-Börsen noch markant. Der SMI schloss 2,37 Prozent tiefer auf 7 084,65 Stellen tiefer. Der SLI verlor 2,52 Prozent auf 1 061,73 Zähler und der SPI gab um 2,23 Prozent auf 6 946,61 Punkte nach.

Insgesamt hätten Konjunkturängste die Aktienkurse nach unten getrieben, hieß es am Markt. Neben durchwachsen ausgefallenen Konjunkturdaten hätten zudem einige Einzelhändler enttäuschende Umsatzzahlen vorgelegt, begründeten Händler die Abgaben im US-Geschäft. Wal-Mart Stores konnte die Analysten allerdings positiv überraschen. An der Konjunkturfront waren die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe deutlicher als befürchtet gestiegen. Unterdessen legte die Produktivität im zweiten Quartal stärker als erwartet zu und auch der ISM-Index fiel besser aus.

Unter den Standardwerten gehörten UBS mit minus 5,4prozent auf 23,24 Schweizer Franken zu den prozentual größten Verlierern. Die Dresdner Bank hat das Kursziel auf neu 28 von bisher 33 Franken zurück genommen.

Bei den Aktien von Logitech wirkte sich Börsianern zufolge der Preiskrieg zwischen Microsoft und Nintendo negativ aus. Die Titel verloren 5,0 Prozent auf 27,90 Franken.

Actelion gaben 4,0 Prozent auf 60,90 Franken ab. Die Aktien litten Händlern zufolge unter einer Rating-Änderung der Credit Suisse. Die Analysten hat die Einstufung der Aktie auf "Neutral" von "Outperform" zurückgenommen und begründete den Schritt mit der Annäherung an das Kursziel von 67,00 Franken.

Zu den Verlieren zählten auch konjunktursensible Titel wie ABB , Geberit, Kühne+Nagel, Syngenta und Clariant . Adecco sanken um 3,2 Prozent auf 50,30 Franken. Hier erwarten Händler am Freitag einen schwachen US-Arbeitsmarktbericht.

Nobel Biocare gaben ihre zuvor bescheidenen Gewinne wieder ab und verloren 1,5 Prozent auf 38,22 Franken. Zwischenzeitlich hatten die Titeln von einem vorteilhaften Vergleich in einem Rechtsstreit mit der Konkurrentin Keystone Dental profitiert.

Unter den Unternehmen aus der zweiten Reihe fielen Dufry mit einem Verlust von 8,7 Prozent mit den prozentual größten Verlusten auf. Der Reisedetailhändler übernimmt seinen amerikanischen Konkurrenten Hudson Group vollständig. Analysten sehen wohl die strategische Logik in dem Zusammenschluss und erachten auch den Kaufpreis als "durchaus attraktiv". Doch die noch stärkere US-Abhängigkeit führe zu einer Wachstumsverlangsamung bei Dufry, lautet der größte Vorbehalt./

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