Aktien
Deutliche Verluste an Osteuropas Börsen

Die wichtigsten osteuropäischen Aktienmärkte haben am Montag in einem sehr schwachen Umfeld deutliche Verluste erlitten. Belastet wurde die Stimmung an den internationalen Börsen von einer gesenkten Konjunkturprognose der Weltbank.

dpa-afx/apa WARSCHAU/PRAG/BUDAPEST. Die wichtigsten osteuropäischen Aktienmärkte haben am Montag in einem sehr schwachen Umfeld deutliche Verluste erlitten. Belastet wurde die Stimmung an den internationalen Börsen von einer gesenkten Konjunkturprognose der Weltbank.

Die wirtschaftlichen Aussichten seien weiter ungewöhnlich unsicher, erklärte die Weltbank. Daher werde die Wirtschaftsleistung in der Euro-Zone, in den USA und in Japan 2009 stärker schrumpfen als bisher angenommen. Für die Eurozone rechnet die Organisation im laufenden Jahr nun mit einem Rückgang der Wirtschaftsleistung von 4,5 Prozent statt dem bisher vorausgesagtem Minus von 2,7 Prozent. Europaweit zählten die Banken- und die Rohstoffwerte zu den größten Verlierern.

IN Warschau GRÖSstes Minus Seit Vier Monaten

Deutlich belastet von den Kurseinbrüchen bei Rohstoffwerten erlitt die Warschauer Börse den größten Kursrutsch der vergangenen vier Monate. Der WIG-20 brach um 6,21 Prozent auf 1 843,20 Punkte ein. Der breiter gefasste WIG-Index verlor 5,01 Prozent auf 29 975,36 Zähler. Das Handelsvolumen betrug 1,18 (zuletzt: 1,72) Mrd. Zloty.

Vor dem Hintergrund gesunkener Rohstoffpreise gerieten vor allem die Minen- und Ölwerte unter großen Abgabedruck. Die Aktien des größten europäischen Kupferproduzenten Kghm Polska Miedz erlitten Verluste von 8,8 Prozent auf 76,00 Zloty. Die Titel des Ölkonzerns Polski Koncern Naftowy Orlen fielen um 8,2 Prozent auf 26,50 Zloty und die Papiere des Mitbewerbers Grupa Lotus brachen um zehn Prozent auf 20,25 Zloty ein.

Die Aktien des Mineralöl- und Erdgasproduzenten Pgnig gingen mit einem Minus von 3,8 Prozent bei 4,07 Zloty aus dem Handel. Die Analysten der Bank Zachodni hatten ihr Votum auf "Sell" gesenkt. Auch die Titel des Badezimmerzubeh örherstellers Cersanit wurden von einem negativen Analystenkommentar belastet. Die Experten von ING hatten ihr Kursziel für die Aktie auf zehn Zloty reduziert und die Empfehlung "Sell" bestätigt. Die Papiere gaben um 8,5 Prozent auf 11,30 Zloty nach.

Prag Schliesst Sehr Schwach

Die Prager Börse schloss ebenfalls mit kräftigen Abschlägen. Der Leitindex PX gab um 3,54 Prozent auf 898,90 Zähler nach. Es wurden Aktien im Wert von 1,50 (zuletzt: 1,58) Mrd. tschechischen Kronen gehandelt.

Die Aktien der Komercni Banka gaben um 3,24 Prozent auf 2 685 Kronen nach und Erste-Group-Titel fielen um 6,44 Prozent auf 465 Kronen. Die Anteilsscheine des Rohstoffkonzerns New World Resources verloren 4,25 Prozent auf 350 Kronen.

Die Papiere von Central European Media gingen mit einem massiven Kursverlust von 8,35 Prozent bei 350 Kronen aus dem Handel. Der Finanzvorstand Wallace Macmillian wird das Unternehmen Anfang Juli verlassen. Bereits zu Jahresanfang war der Konzernchef Michael Garin aus dem Unternehmen ausgeschieden.

IN Budapest Alle BUX-Werte IM Minus

In Budapest verlor der Leitindex BUX 2,93 Prozent auf 14 722,13 Punkte. Der Umsatz an der Börse belief sich auf 16,27 (zuletzt: 19,51) Mrd. Forint.

Alle im BUX gelisteten Aktien schlossen mit Kursverlusten. Unter den vier Schwergewichten im BUX konnten sich die Papiere des Pharmakonzerns Richter Gedeon mit einem Abschlag von 1,3 Prozent auf 31 300 Forint noch am besten halten. Die Titel der Deutsche-Telekom-Tochter Magyar Telekom verloren 2,68 Prozent auf 579 Forint. Die Analysten der Unicredit hatten ihr Votum von "Buy" auf "Hold" gesenkt.

Die Anteilsscheine des größten ungarischen Finanzkonzernes OTP Bank gaben um 3,42 Prozent auf 3 380 Forint nach. Die Wertpapierspezialisten von Wood & Co. hatten ihr Kursziel von 7 100 auf 3 900 Forint gesenkt. Die Papiere des Konkurrenten FHB Land Credit & Mortgage Bank sanken um 3,92 Prozent auf 710 Forint.

Die Papiere von Magyar Olay es Gazipari (Mol) büßten 3,88 Prozent auf 11 620 Forint ein.

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