Aktien: Deutliche Verluste in Zürich - Debakel für die UBS

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Deutliche Verluste in Zürich - Debakel für die UBS

Der Schweizer Aktienmarkt ist am Donnerstag deutlich tiefer aus der Sitzung gegangen. Das seit Wochenbeginn dauernde Auf und Ab setzte sich damit fort. Nach den markanten Gewinnen vom Vortag unter Führung der Finanzwerte ist es bereits wieder zu Gewinnmitnahmen gekommen.

dpa-afx ZÜRICH. Der Schweizer Aktienmarkt ist am Donnerstag deutlich tiefer aus der Sitzung gegangen. Das seit Wochenbeginn dauernde Auf und Ab setzte sich damit fort. Nach den markanten Gewinnen vom Vortag unter Führung der Finanzwerte ist es bereits wieder zu Gewinnmitnahmen gekommen. Waren die Verluste zu Handelsbeginn noch moderat, so fielen die Indizes im Verlauf mehr und mehr in rotes Terrain zurück, allen voran die Valoren der UBS .

Keine Stütze boten die am Nachmittag in den USA publizierten Konjunkturdaten. So fielen die Verkäufe neuer Häuser auf den tiefsten Stand seit 1963 und der Auftragseingang für langlebige Güter machte ebenfalls keine Hoffnung auf einen baldigen Aufschwung.

Der SMI fiel um 145,03 Punkte beziehungsweise 2,68 Prozent auf 5 272,9 Punkte zurück. Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI ) büßte 2,78 Prozent auf 754,87 Punkte ein und der breite SPI 2,42 Prozent auf 4 364,36 Punkte.

Die rote Laterne gehörte über den ganzen Tag klar UBS (-9,7 Prozent auf 14,37 Franken), welche sich immerhin vom Tagestiefst knapp unter 14 Franken wieder etwas entfernt haben. Einerseits litten die meisten Finanzwerte nach dem starken Vortag unter Gewinnmitnahmen, andererseits belasteten skeptische Aussagen zum Bankenumfeld des Finanzministers von Singapur den Sektor. Bei UBS kamen zudem noch Gerüchte über einen möglichen Handelsverlust von 1 bis 1,5 Mrd. Franken im vierten Quartal hinzu.

Hinter UBS gehörten Swiss Life Holding (-6,2 Prozent auf 62 Franken), Swiss Re (-4,1 Prozent auf 31,18 Franken) und CS (-4,2 Prozent auf 31,22 Franken) zusammen mit Baloise (-3,6 Prozent auf 71,95 Franken) und Nobel Biocare (-4,0 Prozent auf 18,27 Franken) zur Gruppe mit den markantesten Abgaben. Nobel Biocare wurden von einer Verkaufsempfehlung durch Goldman Sachs nach unten gedrückt. Der Broker geht für Nobel Biocare von einem verschlechterten Geschäftsgang im vierten Quartal aus. Credit Suisse dagegen erhielten von einer Aufstufung auf "Buy" durch die RBS kaum Auftrieb.

Im Fokus standen aber vor allem Swatch , welche im Anschluss an die Publikation der Umsätze des vergangenen Jahres 2,3 Prozent auf 132,30 Franken einbüßten, sich dabei aber gegen Handelsende noch etwas erholten. Swatch lag mit den Verkäufen am unteren Ende der Erwartungen der Analysten und blickt auf ein schwieriges Jahr 2009 voraus. Insbesondere das organische Umsatzwachstum sei der Erwartungshaltung nicht gerecht geworden, hieß es in Marktkreisen, zumal die Schätzungen in den vergangenen Wochen bereits um einiges nach unten revidiert worden seien.

Empfindlich waren auch die Einbussen von Roche Holding (-3,2 Prozent auf 160,30 Franken) und Novartis (-2,7 Prozent auf 47,30 Franken). Das Kursziel von Novartis wurde von Bernstein im Anschluss an das am Vortag publizierte Jahresergebnis auf 57 von 69 Franken deutlich zurückgenommen. Die Einstufung "Outperform" wurde allerdings beibehalten.

Etwas besser als der Markt hielten sich ABB (-2,3 Prozent auf 14,99 Franken) oder ZFS (-2,1 Prozent auf 241,50 Franken) als beste der Finanzwerte.

Zu den wenigen Gewinnern unter den Blue Chips gehörten aus dem SLI Lonza (+2,6 Prozent auf 110,40 Franken), OC Oerlikon (+2,1 Prozent auf 41,72 Franken) oder Givaudan (+0,6 Prozent auf 809,50 Franken). Als bester der SMI-Titel verpassten Nestle (-0,1 Prozent auf 40,20 Franken) knapp die Gewinnzone.

Im breiten Markt fielen redit (-12,9 Prozent) oder Acino (-9,3 Prozent) mit hohen Verlusten auf. Acino hat mit dem vorgelegten Umsatz die Erwartungen der Analysten verfehlt.

Ebenfalls nach ersten Angaben zum vergangenen Geschäftsjahr fielen Belimo um 0,5 Prozent zurück, wogegen sich Schlatter knapp im Plus hielten. Auch Bank Coop rückten im Anschluss an das Jahresergebnis minim vor./

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