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Europa: Wenig Bewegung an den Märkten

Die Börsen in Europa legen leicht zu. Vor allem Analystenkommentare bringen an einem ruhigen Tag etwas Schwung in den Handel. Pharma-Werte legen nach einer Goldman-Studie zu. Welche Papiere sonst noch gefragt sind.

HB PARIS/LONDON. Die europäischen Börsen präsentieren sich an Fronleichnam uneinheitlich. Der EuroStoxx 50 arbeitete sich nach einem wackligen Start um 0,31 Prozent zu auf 2 508 Zähler vor. Der Pariser CAC-40-Index war hingegen mit plus 0,07 Prozent auf 3 317 Zähler wenig verändert, ebenso der Londoner FTSE 100 , der um moderate 0,07 Prozent auf 4 433 Punkte leicht absackte.

Vor allem Analystenkommentare sorgten für Bewegung: Der Pharmasektor profitierte von einer Branchenstudie von Morgan Stanley - die Analysten hoben den Sektor von "In Line" auf "Attractive". Ihre "Overweight"-Einstufung für die Papiere von Roche Holding und Sanofi-Aventis bestätigten die Experten und die Titel von GlaxoSmithKline hoben sie von "Underweight" auf "Equal-Weight". Sanofi verteuerten sich im EuroSoxx um 1,01 Prozent auf 46,33 Euro und Glaxo führten mit plus 1,70 Prozent auf 1 049,50 Pence die Gewinnerliste im breiteren Stoxx 50 an. Roche Holding kletterten um 1,47 Prozent auf 145,00 Franken.

Eine Studie von Goldman Sachs über die Industriegüterbranche half unterdessen Werten wie Schneider Electric , die sich nach einer Hochstufung auf "Buy" um 1,48 Prozent auf 54,70 Euro vorarbeiteten. Alstom gehörten mit plus 0,85 Prozent auf 44,625 Euro ebenfalls zu den Gewinnern. Den gesamten Sektor stuften die Experten von "Neutral" auf "Attractive" hoch.

Stahlwerte wie ArcelorMittal profitierten mit einem Aufschlag von 1,57 Prozent auf 25,25 Euro. Heino Ruland, von Ruland Research, verwies darauf, dass Posco bestätigte, Vale werde die Preise für Eisenerz um 28 bis 48 Prozent senken.

Givaudan-Aktien verbuchten mit minus 4,23 Prozent auf 668,50 Schweizer Franken deutliche Verluste nach einer Kapitalerhöhung und schwachen Zahlen. Der Aromen- und Riechstoff-Hersteller will sich mit einer Kapitalerhöhung finanziell mehr Luft verschaffen. Mit der Ausgabe von rund einer Million neuer Aktien aus genehmigtem Kapital sollen nun 420 Mio. Franken brutto erlöst werden. Zwei Jahre nach der Übernahme des Konkurrenten Quest kämpft Givaudan mit teuer eingekauften Rohstoffen und weist für das erste Quartal 2009 einen operativen Gewinn von 110 Mio. Franken aus. "Die Nachrichten dürften den Anlegern kaum schmecken", schrieben die Analysten Marco Schwender und Martin Koch von der Privatbank Wegelin in einem Kommentar.

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