Aktien Europa
Europäische Börsen feiern Comeback

Nach dem Rückschlag gestern legen die europäischen Börsen heute kräftig zu. Trotz negativer Vorgaben aus den USA und Japan. Einzelne Aktien verzeichnen zweistellige Gewinne, etwa der Luft- und Raumfahrtkonzern EADS. Welche Papiere sonst noch gewinnen.

Nach den Kursrückgängen vom Vortag haben die europäischen Börsen am Donnerstag Aufschläge verbucht. Im frühen Handel stieg der Eurostoxx 50 um 0,93 Prozent auf 2 506 Punkte. In Paris gewann der CAC-40-Index 1,15 Prozent auf 3 347 Punkte. Der Londoner FTSE 100 rückte um 0,93 Prozent auf 4 424 Zähler vor. Die Vorgaben fielen uneinheitlich aus: Die US-Indizes hatten nach enttäuschenden Arbeitsmarkt- und Konjunkturdaten am Mittwoch zwar etwas schwächer geschlossen, der Future auf den US-Leitindex Dow Jones stieg hingegen seit dem europäischen Börsenschluss (17.35 Uhr) vom Vortag um 0,80 Prozent. In Tokio schlossen die Börsen im Minus.

Am Mittag rücken die Zinsentscheidungen der Bank of England sowie der Europäischen Zentralbank (EZB) in den Fokus. Volkswirte erwarten in der Eurozone einen unveränderten Leitzins von 1,0 Prozent. Wie immer gilt den Kommentaren auf der Pressekonferenz das eigentliche Interesse. "Die Anleger werden ganz genau auf detaillierte Aussagen achten, aber da keine großen Entscheidungen erwartet werden, dürfte die Richtung der Märkte davon kaum bestimmt werden", sagte Franz Wenzel, Stratege bei AXA Investment Managers. Er rechnet weiterhin mit Kursschwankungen. Nach einer dreimonatigen Aufwärtsentwicklung lockten Gewinnmitnahmen, obwohl die Anzeichen für eine konjunkturelle Erholung sich mehrten.

EADS legt kräftig zu

An der Pariser Börse legten EADS-Titel um deutliche 2,69 Prozent auf 11,82 Euro zu. Laut "Wall Street Journal" (WSJ) holte die US-Fluggesellschaft UAL sowohl bei dem europäischen Luft- und Raumfahrtkonzern als auch beim amerikanischen Konkurrenten Boeing Angebote für bis zu 150 Flugzeuge ein. Der Auftragswert könnte über 10 Milliarden Euro betragen, heißt es weiter. Nach Neuigkeiten über den Fund eines Gasfelds in Kolumbien verteuerten sich die Aktien des französischen Ölkonzerns TOTAL um 1,38 Prozent auf 41,20 Euro.

Für Iberia-Papiere ging es um 0,93 Prozent auf 1,62 Euro nach oben. Die spanische Fluggesellschaft schließt eine Fusion mit Wettbewerber Air France-KLM oder Lufthansa anstatt mit dem bisherigen Wunschpartner British Airways (BA) nicht aus. Air France büßten 0,77 Prozent auf 11,00 Euro ein, BA büßten 0,59 Prozent auf 151,25 Pence ein. easyJet-Aktien mussten ungeachtet positiver Nachrichten leichte Verluste von 0,16 Prozent auf 313,25 Pence hinnehmen. Der britische Billigflieger beförderte im Mai trotz der Wirtschaftskrise mehr Fluggäste als ein Jahr zuvor. Auch die Auslastung der Flugzeuge verbesserte sich leicht.

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