Aktien Europa
Europäische Börsen geben Gewinne wieder ab

Die europäischen Börsen haben am Donnerstag Kursgewinne verzeichnet, die jedoch im späten Handelsverlauf deutlich zusammengeschmolzen sind.

HB PARIS/LONDON. Die europäischen Börsen haben am Donnerstag Kursgewinne verzeichnet, die jedoch im späten Handelsverlauf deutlich zusammengeschmolzen sind. Händler verwiesen auf einen entsprechenden Trend an Wall Street, wo die Aktien am Nachmittag nach schwachen Konjunkturdaten sogar überwiegend ins Minus gedreht sind. Den Kursanstieg an den europäischen Handelsplätzen hätten mit einem freundlich aufgenommenen Quartalsbericht der Allianz insbesondere Finanzwerte getragen, hieß es.

Der Eurostoxx 50 legte letztlich um 0,53 Prozent auf 3 778,21 Zähler zu. Sein Tageshoch hatte der Index am Mittag bei 3 826 Punkten markiert. Der auch Schweizer und britische Werte umfassende Stoxx 50 stieg um 0,68 Prozent auf 3 219,52 Punkte. Auch er setzte vom Tageshoch bei 3 263 Zählern deutlich zurück. Für den Euronext 100 ging es um 0,76 Prozent nach oben auf 864,84 Punkte. In Paris gewann der CAC 40 0,96 Prozent zurück auf 4 858,85 Punkte. Der Londoner Ftse 100 verbesserte sich um 0,65 Prozent auf 5 932,20 Punkte.

Die Versicherungstitel von Aegon gehörten mit plus 4,38 Prozent auf 10,02 Euro zu den Favoriten im Eurostoxx. AXA gewannen 2,78 Prozent auf 22,57 Euro. Europas größter Versicherer Allianz hat im vergangenen Jahr einen Rekordgewinn verzeichnet und die Dividende kräftig erhöht. Für die kommenden Jahre sieht sich das Unternehmen trotz Krisenbelastung gut gerüstet.

Auch Bankentitel wiesen überwiegend deutliche Kursgewinne auf: So verteuerten sich ING Groep um 4,10 Prozent auf 22,86 Euro. BNP Paribas-Anteile zogen um 3,35 Prozent auf 61,69 Euro an und Credit Agricole legten um 1,02 Prozent auf 17,75 Euro zu. Dagegen rutschten Societe Generale um 2,28 Prozent auf 65,08 Euro ab. Händler verwiesen darauf, dass die Aktie ex-Kapitalmaßnahmen gehandelt werde. Der Gewinn der französischen Großbank ist im vergangenen Jahr nicht so stark gesunken wie noch Ende Januar angekündigt. Mit 64,55 Euro notierte die Aktie der Großbank zeitweise auf dem tiefsten Stand seit November 2003.

Pläne zum Verkauf einer Sparte bescherten Reed Elsevier an der "Footsie"-Spitze ein Plus von 7,45 Prozent auf 641,38 Pence. Geplant sei der Verkauf der Magazinsparte Reed Business Information, teilte der britisch-niederländische Verlagskonzern mit. Gleichzeitig kündigte Reed Elsevier den Kauf des Versicherungsdaten-Spezialisten Choicepoint für 2,1 Mrd. britische Pfund an.

Ein erwartungsgemäß ausgefallener Zwischenbericht und positive Analystenkommentare ließen Kingfisher um 2,65 Prozent auf 134,00 Pence steigen. Die größte europäische Baumarktkette hat im abgelaufenen Quartal aufgrund des angespannten Immobilienmarkts in Großbritannien einen Rückgang beim vergleichbaren Umsatz verbucht. Der Gewinnausblick für das vierte Geschäftsquartal liegt laut Kepler im Rahmen der Erwartungen. Die Experten bestätigten ihre "Hold"-Empfehlung. Evolution Securities blieb bei der Einstufung "Buy" und dem Kursziel von 225 Pence.

In der Schweiz setzten sich Nestle mit plus 3,49 Prozent auf 482,50 Schweizer Franken an die Spitze des Swiss-Market-Index (SMI) . Der Schweizer Lebensmittelkonzern will nach einem unerwartet deutlichen Umsatz- und Gewinnanstieg 2007 auch im laufenden Jahr weiter wachsen und die Dividende erhöhen. Analysten sprachen von einem starken Ergebnis sowie einem guten Ausblick. Charttechnische Gründe gäben der Aktie zusätzlich Auftrieb.

Deutlich nach unten ging es dagegen nach Zahlen für Tomtom-Titel : Sie rutschen mit einem Abschlag von 9,26 Prozent auf 34,39 Euro an das Ende des Amsterdamer Leitindex . "Der Umsatzausblick für 2008 ist ziemlich schwach", sagte ein Londoner Händler. Dagegen übertraf der niederländische Navigationsgeräte-Hersteller mit seinem Gewinn im vierten Quartal die Erwartungen.

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