Aktien Europa
Europäische Märkte kräftig im Plus

Die Euphorie an den europäischen Börsen geht weiter. Die wichtigsten Aktienmärkte des Kontinents legen zum neunten Tag hintereinander im Plus. Mehrere Börsen erzielten Jahreshöchststände. Die Ursache für das Kursfeuerwerk liegt in den USA. Die Gewinner und Verlierer im Überblick.

HB PARIS/LONDON. Die Euphorie an den europäischen Börsen geht weiter. Die wichtigsten Aktienmärkte des Kontinents legen zum neunten Tag hintereinander im Plus. Mehrere Börsen erzielten Jahreshöchststände. Ausgelöst wurden die kräftigen Gewinne am Nachmittag Händlern zufolge durch zahlreiche positive Nachrichten aus den USA: Zunächst hätten besser als erwartet ausgefallene US-Geschäftsberichte und eine milliardenschwere Übernahme im amerikanischen Pharmasektor erste Auftriebsimpulse gegeben, dann hätten aktuelle US-Häuserdaten positiv überrascht und den Leitindex Dow Jones erstmals seit Anfang Januar wieder über die Marke von 9 000 Punkten gehoben.

Der Eurostoxx 50 setzte zur Rally an und gewann 2,25 Prozent auf 2 585 Zähler. Dies war der höchste Schlussstand seit dem 10. November 2008. Der französische CAC-40-Index legte um 2,08 Prozent auf 3 373 Zähler zu. Der britische FTSE 100 stieg um 1,47 Prozent auf 4 559 Punkte auf den höchsten Schlussstand seit Anfang Januar 2009.

Ein überraschend starker Gewinnzuwachs bei der schweizerischen Credit Suisse im zweiten Quartal gab dem Bankensektor Auftrieb. Im Eurostoxx 50 profitierten davon etwa die Titel der ING mit plus 4,6 Prozent. Zudem will sich der staatlich gestützte niederländische Finanzkonzern laut dem "Wall Street Journal Europe" von seinem Geschäft mit vermögenden Privatkunden in Europa und Asien trennen. Die Aktien der Banco Santander legten um 2,6 Prozent und die der Bbva um 2,8 Prozent zu. Im "Footsie" stiegen Lloyds Banking Group um 5,3 Prozent und die Titel der Royal Bank of Scotland (RBS) um 3,8 Prozent.

Steigende Preise für Metalle gaben den Aktien von Bergbau-Unternehmen Auftrieb und ließen den Rohstoffsektor besonders stark steigen. Kazakhmys , Eurasian Natural , Vedanta oder Xstrata sprangen zwischen sieben und zehn Prozent in die Höhe.

Die Aktien des niederländischen Telekomkonzerns KPN sackten unterdessen um 1,28 Prozent auf 10,005 Euro ab, nachdem KPN zwar beim Gewinn im zweiten Quartal die Markterwartungen übertroffen hatte, aber seine Prognose für den Jahresumsatz kappte.

In London büßten die Wasserversorger United Utilities 4,63 Prozent auf 477,50 Britische Pence ein und Severn Trent Water 7,28 Prozent auf 1 032,00 Pence. Die britische Regulierungsbehörde will die Wassergebühren in den kommenden fünf Jahren deutlicher senken als von den Unternehmen erhofft. Die Aktien der Baumarktkette Kingfisher gewannen nach überraschend starken Umsatzzahlen für das zweite Quartal 1,70 Prozent auf 199,50 Pence, während die Titel der Compass Group um 7,51 Prozent auf 328,00 Pence absackten. Der Caterer sprach von Umsatzrückgängen im dritten Quartal. Imperial Tobacco gaben um rund ein Prozent nach. Der Tabakkonzern hatte in Großbritannien Marktanteile im insgesamt schrumpfenden Markt verloren.

Der französische Umweltdienstleister Veolia Environnement will seine Verkehrssparte mit dem Nahverkehrsdienstleister Transdev verschmelzen und zu einem globalen Marktführer im öffentlichen Personenverkehr aufsteigen. Die Aktien legten im CAC 40 um knapp fünf Prozent zu. Saint Gobain stiegen vor der Bekanntgabe von Halbjahreszahlen um etwas mehr als fünf Prozent.

Der schwedische Nutzfahrzeughersteller Scania rutschte wegen des drastischen Nachfrageinbruchs im zweiten Quartal in die Verlustzone, was der Aktie ein Minus von etwas mehr als zwei Prozent einbrachte.

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