Aktien Europa
Freundlicher Jahresausklang zeichnet sich ab

An den europäischen Börsen hat sich ein freundlicher Jahresausklang angekündigt. Der Stoxx50 legte 0,2 Prozent auf 3699 Punkte zu, der Euro-Stoxx50 0,5 Prozent auf 4404 Punkte. Damit liegen die im Jahresverlauf von der US-Hypothekenkrise durchgeschüttelten Indizes in etwa auf ihrem Stand von Anfang Januar. Am Mittag hatte es allerdings einen Dämpfer gegeben.

HB FRANKFURT. Nach der Veröffentlichung von schwächer als erwartet ausgefallenen US-Konjunkturdaten hatten die europäischen Aktienmärkte am Donnerstag allerdings einen Teil ihrer Vormittagsgewinne wieder abgegeben. "Die Zahlen sehen nicht gut aus, die Amerikaner haben eine schwere Zeit vor sich. Das sieht nach einer harten Landung aus", erklärte ein Händler. In der weltgrößten Volkswirtschaft stagnierte im November der Auftragseingang bei langlebigen Gütern und die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe lag höher als Experten prognostiziert hatten. Für ein wenig Entspannung sorgten im weiteren Handelsverlauf Daten, denen zufolge die Konsumenten in der weltgrößten Volkswirtschaft optimistischer sind als erwartet.

Händler sprachen von sehr geringen Umsätzen auf der Hälfte des üblichen Niveaus. Die meisten Anleger seien in den Weihnachtsferien. "Da und dort gibt es noch letzte Auf- und Abrundungen, aber nicht mehr die großen Tickets", sagte ein Händler in der Schweiz. Während der Handel in Frankfurt am Freitag früher endet, bleiben die Börsen an den übrigen Handelsplätzen meist länger auf. Doch locke dies nur vereinzelt die Investoren. Viele hätten ihre Bücher für dieses Jahr bereits geschlossen, sagten Händler.

Positiv nahm der Handel die Geldspritze für die US-Investmentbank Merrill Lynch aus Singapur auf. Einige Börsianer warnten aber, dass das US-Finanzsystem ohne die Hilfe der asiatischen Staatsfonds offenbar große Probleme hätte. Insgesamt verschafft sich Merrill Lynch bis zu 7,5 Mrd. Dollar frisches Kapital, wobei der größte Batzen vom singapurischen Staatsfonds Temasek kommt. "Die Verunsicherung wegen der Kreditkrise hat sowieso alles etwas relativiert. Nach wie vor weiß man nicht, ob der Tiefpunkt erreicht ist", sagte ein Händler in Zürich. Im Stoxx50 zählten einige Finanzwerte zu den größten Gewinnern, dazu gehörten UBS, Deutsche Bank und BNP Paribas.

Im Londoner "Footsie"-Index führten die Aktien von Tui Travel mit einem Plus von bis zu drei Prozent auf 301 Pence die Gewinnerliste zeitweise an. Die Aktien werden seit Montag im britischen Standardwerte-Index gelistet. Die Aktien des Mutterkonzerns Tui verbuchte in Frankfurt im Dax mit einem Aufschlag von 2,4 Prozent den höchsten Tagesgewinn.

Im französischen CAC40-Index hielten die Aktien des IT-Dienstleisters Cap Gemini mit einem Minus von 3,2 Prozent die rote Laterne, nachdem der Konzern angebliche Kontakte mit der indischen Wipro dementierte. Vor Weihnachten hatten Cap Gemini noch über zehn Prozent zugelegt.

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