Aktien Europa
Leichte Verluste an den europäischen Börsen

Die wichtigsten Märkte des Kontinents legen zum Wochenschluss eine Ruhepause ein. Zum Börsenschluss verloren die Märkte in Großbritannien und Frankreich leicht. Einige Finanzwerte wurden von den Händlern abgestraft.

dpa-afx PARIS/LONDON. Die europäischen Börsen haben am Freitag belastet von Gewinnmitnahmen Verluste verbucht. Der Eurostoxx 50 gab um 0,52 Prozent auf 2 509Zähler nach. Der Pariser CAC-40-Index sank um 0,26 Prozent auf 3 326 Zähler, und der Londoner FTSE 100 büßte 0,45 Prozent auf 4 441Punkte ein.

Die größten Gewinner kamen aus den Reihen der als eher defensiv geltenden Pharma- und Telekomtitel. Erstere profitierten damit von der Einstufung der Schweinegrippe als Pandemie durch die Weltgesundheitsorganisation (WHO). Zuletzt besonders gefragte Rohstoffpapiere gaben dagegen überdurchschnittlich nach.

Der US-Ölpreis gab nach der jüngsten Kursrally nach, die ihn seit auf das höchste Niveau seit gut sieben Monaten geführt hatte. Seit dem Tief Ende Dezember 2008 hat sich der Ölpreis inzwischen mehr als verdoppelt. Die Hoffnung auf eine Konjunkturerholung hatte die Ölpreise an den vergangenen Tagen kräftig in die Höhe getrieben. Nun zeichne sich eine Verschnaufpause ab, hieß es am Markt. Dies gilt auch für Ölaktien: So gaben Total um 2,11 Prozent auf 40,67 Euro nach und Repsol-YPF um 0,90 Prozent auf 16,59 Euro. In London sanken BP um 1,76 Prozent auf 517,25 Pence, Royal Dutch Shell verloren 1,26 Prozent auf 1 648 Pence. Minenwerte litten unter dem Rücksetzer der Edelmetallpreise - größte Verlierer im schwachen Sektor waren Vedanta mit minus 8,47 Prozent auf 1 639 Pence.

Finanzwerte präsentierten sich uneinheitlich. Aktien von Barclays gaben dabei um 4,11 Prozent auf 297,75 Pence nach. Die britische Großbank akzeptierte die Höhe des Angebots von Blackrock für ihre komplette Vermögensverwaltungs-Tochter Barclays Global Investors (BGI). Sollte der andere Interessent, der US-Finanzinvestor CVC Partners, nicht bis zum 18. Juni mit den gebotenen 13,5 Mrd. Dollar gleichziehen, werde die Offerte von Blackrock akzeptiert, teilte Barclays mit. Die Großbank erwartet einen Nettogewinn von 8,8 Mrd. Dollar; mit dem Bilanzqualität verbessert werden soll.

Im Zuge der Einstufung der Schweinegrippe als Pandemie durch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) standen Pharma-Aktien im Fokus. Sanofi-Aventis markierten mit plus 3,02 Prozent auf 47,65 Euro die Spitze des Eurostoxx.

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