Aktien Europa
Rohstoffwerte stützen Europas Börsen

Nach drei Minustagen in Folge haben die europäischen Aktienmärkte am Dienstag moderate Kursgewinne verzeichnet. Steigende Rohstoffwerte stützten die Börsen, die zudem von positiven Entwicklungen in Asien und zeitweise auch in den USA profitieren konnten.

dpa-afx PARIS/LONDON. Gestützt von steigenden Rohstoffwerten haben die europäischen Börsen am Dienstag moderate Kursgewinne verzeichnet. Auch die positive Entwicklung der Börsen in Asien und zeitweise auch in den USA habe den Aktienmärkten geholfen, ihre Serie von drei Minustagen in Folge zu durchbrechen, sagten Börsianer. Allerdings hätten die lediglich in den Hintergrund gedrängten Sorgen um die Kredit- und Immobilienkrise in den USA das Kurspotenzial limitiert. Auch die bröckelnde Wall Street habe im späten Handel belastet.

Der Eurostoxx 50 gewann schließlich 0,33 Prozent auf 4 407,34 Zähler - im Tagesverlauf schwankte der europäische Leitindex zwischen 4 398 und 4 421 Punkten. Der auch schweizerische und britische Werte umfassende Stoxx 50 legte um 0,30 Prozent auf 3 774,41 Zähler zu. Der Euronext 100 stieg um 0,39 Prozent auf 1 021,13 Punkte. In Paris rückte der CAC 40 um 0,44 Prozent auf 5 709,42 Punkte vor. Der Londoner Leitindex Ftse 100 verteuerte sich um 0,21 Prozent auf 6 474,90 Zähler.

Vor allem der Londoner Markt habe von den deutlich anziehenden, schwer gewichteten Minenwerten profitiert, sagten Händler. Steigende Metallpreise hätten die Papiere nach der jüngsten Kurskorrektur in dem Sektor teils kräftig nach oben getrieben, sagten Händler. BHP Billiton verteuerten sich an der Spitze des "Footsie" um 4,41 Prozent auf 1 772 Pence, Anglo American legten um 3,28 Prozent auf 3 144 Pence zu und Rio Tinto kletterten um 3,26 Prozent auf 4 344 Pence nach oben. Im Ölsektor gewannen Aktien des Explorationsunternehmens Tullow Oil um 3,17 Prozent auf 668,00 Pence.

Ölwerte profitierten überwiegend vom erneut kräftig steigenden Ölpreis. Der sinkende Dollar und ein erwarteter Rückgang der US-Rohöllagerbestände haben die Ölpreise am Dienstag auf neue Rekordstände steigen lassen. Ein Barrel (159 Liter) der Sorte West Texas Intermediate (WTI) mit Auslieferung im Dezember erreichte in der Spitze 97,07 Dollar - am späten Nachmittag kostete ein Barrel 96,47 Dollar und damit 2,49 Dollar mehr als am Vortag. Total gewannen 0,24 Prozent auf 54,50 Euro. Auch Stahlwerte hätten teils deutliche Kursgewinne verzeichnet, betonten Händler. Arcelormittal verteuerten sich in Paris um 1,21 Prozent auf 52,90 Euro.

In Paris verloren die Papiere von PPR nach Zahlen als zweitschwächster Wert im CAC 40 schließlich 1,30 Prozent auf 129,83 Euro. Der französische Luxusgüterkonzern und Puma- Mehrheitsaktionär hatte seinen Umsatz im dritten Quartal kräftiger als erwartet gesteigert und auch die Erlöse legten deutlich zu. Börsianern zufolge hätten die Investoren die Aktien dennoch wegen einiger negativer Trends unter anderem bei Puma und Luxusgütern verkauft.

Electricite de France (EdF) sprangen dagegen als Tagessieger im CAC 40 um 3,06 Prozent auf 84,42 Euro hoch. Die Papiere des Versorgers werden zum 30. November in den Msci World-Index aufgenommen. Dies dürfte durch die zu erwartenden Portfolioanpassungen vor allem im Hinblick auf den niedrigen Streubesitz der Aktie für Impulse sorgen, hieß es am Markt.

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