Aktien
Europäische Aktienmärkte schließen im Minus

Nach enttäuschenden US-Konjunkturdaten haben die europäischen Aktienmärkte am Donnerstag überwiegend schwach geschlossen. In den USA ist die Zahl der Verkäufe bestehender Häuser im Juni stärker als erwartet gesunken.

dpa-afx PARIS/LONDON. Nach enttäuschenden US-Konjunkturdaten haben die europäischen Aktienmärkte am Donnerstag überwiegend schwach geschlossen. In den USA ist die Zahl der Verkäufe bestehender Häuser im Juni stärker als erwartet gesunken. Dies habe die US-Börsen und damit auch die hiesigen Aktienmärkte belastet, sagten Händler. Einige enttäuschende Unternehmensnachrichten hätten ebenfalls zu dem trüben Stimmungsbild beigetragen.

Der europäische Leitindex Eurostoxx 50 schloss mit einem Abschlag von 0,97 Prozent auf 3 354,58 Zähler und hat damit seine Vortagesgewinne fast komplett wieder eingebüßt. Der Stoxx 50 verlor 1,07 Prozent auf 2 859,88 Zähler. Der französische CAC-40-Index ging mit minus 1,38 Prozent auf 4 347,99 Punkte aus dem Handel. Der Londoner Ftse 100 fiel um 1,61 Prozent auf 5 362,30 Zähler.

Aktien von BG Group verloren trotz guter Zahlen 6,32 Prozent auf 1 068,00 Pence. Der drittgrößte britische Öl- und Gaskonzern will wegen der geplanten feindlichen Übernahme des australischen Energieversorgers Origin Energy seinen Anteil an der neuseeländischen Contact Energy verkaufen. Ein negativer Zwischenbericht hat Papiere des Billigfliegers easyjet mit 10,14 Prozent auf 332,50 Pence ins Minus gedrückt.

Kingfisher-Titel hingegen sprangen nach positiv aufgenommenen Zahlen der Sparte B & Q um 6,51 Prozent auf 125,40 Pence hoch und setzten sich damit an die "Footsie"-Spitze. Im zweiten Quartal hat die Einzelhandelskette, das wichtigste und profitabelste Geschäftsfeld der größten europäischen Baumarktkette, in Großbritannien überraschend einen flächenbereinigten Umsatzanstieg erreicht. Der weltweit viertgrößte Tabakkonzern Imperial Tobacco sieht indes die Geschäftsentwicklung der ersten neun Monate im Einklang mit den eigenen Erwartungen. Die Titel rückten um 1,64 Prozent auf 1 797,00 Pence vor. Nach überraschend guten Zahlen für das erste Geschäftsquartal schossen die Aktien des Telefonbuchverlages Yell Group gar um 11,27 Prozent auf 79,00 Pence hoch.

Renault-Papiere verloren in Paris 3,35 Prozent auf 55,90 Euro. Händler verwiesen darauf, dass der französische Autobauer es wegen des schwächer werdenden Wirtschaftswachstums sowie der gestiegenen Öl- und Rohstoffpreise nun für schwieriger hält, seine Margenziele für 2008 und 2009 zu erreichen. Aktien von Pernod Ricard gewannen indes 3,04 Prozent auf 58,68 Euro. Der französische Spirituosenhersteller hat den operativen Ausblick leicht angehoben, nachdem er im abgelaufenen Geschäftsjahr den Umsatz erwartungsgemäß gesteigert hat.

Iberdrola-Papiere gaben an der Madrider Börse ungeachtet guter Zahlen um 4,52 Prozent auf 8,02 Euro nach. Der Energiekonzern hofft weiter, den US-Versorger Energy East übernehmen zu können. Titel von Banco Popular Espanol fielen trotz überzeugender Geschäftszahlen um 6,67 Prozent auf 7,42 Euro. Die Bank hat wegen der Turbulenzen am spanischen Immobilienmarkt bedeutend mehr schlecht besicherte Kredite in ihrem Portfolio als noch vor einem halben Jahr.

In Stockholm verloren Skanska-Aktien 12,68 Prozent auf 77,50 schwedische Kronen. Das Bauunternehmen hat mit seinem Vorsteuergewinn im zweiten Quartal die Markterwartung knapp verfehlt. Papiere von Teliasonera verteuerten sich hingegen um 1,41 Prozent auf 43,30 Kronen. Der skandinavische Telekomkonzern hat im zweiten Quartal seinen guten Lauf vom Jahresanfang fortgesetzt und den Ausblick bestätigt. Sowohl der um Sondereffekte bereinigte Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) als auch der Umsatz legten zu und trafen die Erwartungen der Analysten. Beim Forstunternehmen Stora Enso fiel der operative Quartalsgewinn wegen gestiegener Kosten deutlicher als prognostiziert, was die Aktien in Helsinki mit Abschlägen von 7,78 Prozent auf 5,93 Euro quittierten.

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