Aktien
Europäische Indizes auf Jahreshoch

Die wichtigsten europäischen Aktienindizes sind am Mittwoch so hoch geklettert wie nie zuvor in diesem Jahr. Sowohl der Eurostoxx 50 als auch die Indizes in London und Paris schlossen jeweils auf dem höchsten Stand 2009.

Paris/London (dpa-AFX) - Die wichtigsten europäischen Aktienindizes sind am Mittwoch so hoch geklettert wie nie zuvor in diesem Jahr. Sowohl der Eurostoxx 50 als auch die Indizes in London und Paris schlossen jeweils auf dem höchsten Stand 2009. Händler verweisen auf die steigenden Kurse in den USA, die auch die Kauflaune der europäischen Investoren angekurbelt hätten. Auch sei die Suche der Anleger nach attraktiven Investments einer der Gründe für die steigenden Kurse in den vergangenen Tagen.

Der Eurostoxx 50 gewann 1,23 Prozent auf 2 820,58 Punkte. Der Pariser CAC-40-Index stieg um 1,28 Prozent auf 3 707,69 Zähler. In London rückte der Ftse 100 um 1,05 Prozent auf 4 999,23 Zähler vor.

Die Aktien von Renault-Nissan stiegen mit plus 6,93 Prozent auf 33,415 Euro an die Spitze im Eurostoxx 50. Der französisch-japanische Doppelkonzern hält die härteste Phase der größten Wirtschaftskrise seit dem Zweiten Weltkrieg für überwunden. Im ersten Halbjahr 2010 dürfte das Geschäft in den USA und in den Schwellenländern wieder anfahren, sagte der Chef des Auto-Bündnisses, Carlos Ghosn, der französischen Tageszeitung "Le Figaro" (Mittwoch). Ende 2010 oder Anfang 2011 sei dann eine Verbesserung in Europa zu erwarten, Japan werde zuletzt folgen.

In Paris fielen die Papiere von Vivendi um 2,40 Prozent auf 19,535 Euro und zählten damit zugleich zu den schwächsten Werten im Auswahlindex der Eurozone. Der französische Medien- und Telekomkonzern will den brasilianischen Netzbetreiber GVT für umgerechnet zwei Mrd. Euro übernehmen. Mindestens 51 Prozent des brasilianischen Unternehmens will Vivendi an sich ziehen und ein Anteil von 20 Prozent scheint ihnen schon sicher, denn die Hauptaktionäre Swarth Group und Global Village Telecom (Holland) haben wohl den Verkauf darüber bereits zugesagt. Sie halten derzeit rund 30 Prozent an GVT.

In London gewannen die RBS-Titel 1,52 Prozent auf 56,90 Pence. Die teilweise verstaatlichte Royal Bank of Scotland (RBS) will sich Kreisen zufolge von ihrem Flugzeugleasing-Geschäft trennen. Die Investmentbank Goldman Sachs sei damit beauftragt worden, einen Verkauf oder andere Optionen für die Sparte RBS Aviation Capital zu prüfen, hieß es am Dienstagabend in den Kreisen, der Prozess aber noch in einem frühen Stadium.

Zudem rückten erneut Cadbury in den Blickpunkt. Die Anteilsscheine des Süßwarenherstellers gewannen weitere 0,13 Prozent auf 785,00 Pence, nachdem sie am Montag um knapp 40 Prozent gestiegen waren. Der US-Lebensmittelkonzern Kraft Foods spielte Spekulationen über eine Aufbesserung des Übernahmeangebots für Cadbury herunter, nachdem die Briten die 10,2 Mrd. Pfund schwere Offerte zu Wochenbeginn zurückgewiesen hatten.

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