Aktien
Europas Börsen schließen nach Berg- und Talfahrt uneinheitlich

Die europäischen Aktienmärkte haben am Donnerstag nach einigem Hin und Her uneinheitlich geschlossen. Gemischt ausgefallene Unternehmensberichte hätten dem Markt keine klare Richtung geben, sagten Börsianer.

dpa-afx PARIS/LONDON. Die europäischen Aktienmärkte haben am Donnerstag nach einigem Hin und Her uneinheitlich geschlossen. Gemischt ausgefallene Unternehmensberichte hätten dem Markt keine klare Richtung geben, sagten Börsianer. Der schwache Start an der Wall Street habe in Europa am Nachmittag gemeinsam mit dem gestiegenen Ölpreis den Weg nach unten gewiesen, einzig der Pariser Leitindex hielt sich im Plus. Die Zinsentscheidungen der Europäischen Zentralbank (EZB) und der Bank of England waren wie erwartet ausgefallen, beide Zentralbanken ließen den Leitzins unverändert. EZB-Präsident Jean-Claude Trichet nannte das derzeitige Inflationsniveau "besorgniserregend".

Der Eurostoxx 50 gab um 0,35 Prozent auf 3 397,25 Punkte nach. Der Stoxx 50 verlor 0,23 Prozent auf 2 911,58 Zähler. In London büßte der Ftse 100 0,16 Prozent auf 5 477,50 Punkte ein. Einzig der CAC-40-Index stieg um 0,20 Prozent auf 4 457,43 Zähler.

Mehrere positive Unternehmensberichte halfen dem französischen Leitindex zu einem freundlichen Schluss. Unter den Finanzunternehmen stachen die Aktien von AXA , hervor, die nach erfreulichen Zahlen um 4,81 Prozent auf 21,36 Euro zulegten und damit auch an der Spitze des Auswahlindex der Eurozone standen. Bei dem zweitgrößten europäischen Versicherer ist der Gewinn im ersten Halbjahr nicht so stark zurückgegangen, wie Experten befürchtet hatten.

Veolia Environnement sprangen nach Zahlen und einer erhöhten Jahresumsatzprognose an der Spitze des CAC 40 um 9,17 Prozent auf 36,30 Euro hoch. Ebenfalls im Spitzenfeld standen die Titel von Electricite de France (EdF) mit plus 5,94 Prozent auf 56,73 Euro. Die Aktien profitierten von einer Regierungsentscheidung. Der Versorger darf seine Tarife stärker als erwartet erhöhen.

Titel von Dexia büßten dagegen 10,09 Prozent auf 9,00 Euro ein. Der französisch-belgische Finanzkonzern erlitt im zweiten Quartal erneut einen Gewinneinbruch und wird sich nun aus dem Geschäft mit schlecht besicherten US-Hypothekenpapieren zurückziehen. Auch die Aktien des niederländischen Versicherers Aegon litten unter mit Enttäuschung aufgenommenen Zahlen und rutschten mit minus 7,49 Prozent auf 7,64 Euro ans Ende des Eurostoxx 50. Der niederländische Versicherer hat die Expertenerwartungen verfehlt, seine Ziele für das Gesamtjahr aber bestätigt.

In London standen die Aktien von Friends Provident mit minus 4,91 Prozent auf 87,25 Euro unter Druck. Der Versicherer musste im ersten Halbjahr einen Rückgang beim Umsatz und den Margen hinnehmen. Papiere von International Power verloren nach Zahlen 3,33 Prozent auf 407,00 Pence. Aktien der Barclays Bank konnten sich unterdessen nach einem etwas schwächeren Start ins Plus retten und stiegen um 1,63 Prozent auf 374,00 Pence. Die Bank hat zwar ein über den Analystenschätzungen liegendes Vorsteuerergebnis im ersten Halbjahr vermeldet, doch der Ausblick blieb wegen der Finanzkrise verhalten.

In Mailand stiegen die Aktien von Fastweb nach einer angehobenen Gewinnprognose 4,90 Prozent auf 21,42 Euro. Die Aktien von Telecom Italia verloren nach einem negativen Analystenkommentar 3,67 Prozent auf 1,1 010 Euro. Die Dresdner Kleinwort hatte die Titel von "Add" auf "Hold" und das Kursziel von 1,65 auf 1,35 Euro gesenkt. Außerdem verwiesen Börsianer auf Probleme bei der Sparte TIM Brazil. Sie habe die Umsatzprognose gesenkt und auch die Ziele für die Gewinnspannen zurück genommen.

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