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Europas Börsen stoppen Talfahrt

Nach der jüngsten Talfahrt haben sich die europäischen Börsen am Donnerstag etwas stabilisiert. Angeführt von Rohstoffwerten und Bankentiteln setzte der Markt zur Erholung an, konnte zwischenzeitlich deutlichere Kursgewinne jedoch nicht über den Schlussgong verteidigen.

dpa-afx PARIS/LONDON. Nach der jüngsten Talfahrt haben sich die europäischen Börsen am Donnerstag etwas stabilisiert. Angeführt von Rohstoffwerten und Bankentiteln setzte der Markt zur Erholung an, konnte zwischenzeitlich deutlichere Kursgewinne jedoch nicht über den Schlussgong verteidigen. Börsianer monierten fehlende eindeutige Impulse, zumal auch die US-Börsen trotz freundlich aufgenommener Alcoa-Zahlen und weniger Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe keine klare Tendenz erkennen ließen.

Der Eurostoxx 50 erholte sich um 0,98 Prozent auf 2 313,87 Punkte, ging damit aber deutlich unter seinem Hoch von gut 2 335 Punkten aus dem Handel. In Paris stieg der CAC-40-Index um 0,54 Prozent auf 3 025,94 Zähler. Der Londoner Ftse 100 verbesserte sich um 0,45 Prozent auf 4 158,66 Punkte.

Rohstoffwerte profitierten von den Alcoa-Zahlen und stellten mit plus 2,69 Prozent den stärksten Subindex des marktbreiten Stoxx-600-Index , gefolgt von Banken- und Automobiltiteln. Leichte Abgaben verzeichneten die indes die zuletzt stabilen defensiven Sektoren Nahrungsmittel, Gesundheit und Telekommunikation. Unter den Einzelwerten ragten Papiere der Deutschen Bank mit plus 4,64 Prozent auf 43,750 Euro an der Eurostoxx-Spitze heraus. Philips-Aktien zogen um 3,54 Prozent auf 13,03 Euro an und Anteile der ING Groep verbesserten sich um 2,96 Prozent auf 6,650 Euro.

Die Öltitel von Repsol-YPF verloren als schwächster Wert 3,90 Prozent auf 15,155 Euro. Der US-Ölpreis fiel zuletzt unter die Marke von 60 Dollar. Damit setzt sich die Talfahrt der Ölpreise den siebten Handelstag in Folge fort. Andere Ölwerte zeigten sich jedoch mit dem Markt erholt: Royal Dutch Shell stiegen um 0,48 Prozent auf 1 457 Pence und Total gewannen 1,08 Prozent auf 36,60 Euro. Eni verteuerten sich um 0,50 Prozent auf 16,010 Euro.

Die Aktien des Stahlkochers Arcelormittal kletterten um 2,33 Prozent auf 21,50 Euro. Am Börsenplatz in London waren die Papiere der Minenkonzerne besonders stark gefragt. Aktien des Silber-Produzenten Fresnillo belegten mit plus 10,06 Prozent auf 486,85 Pence die Spitzenposition im Londoner "Footsie". Sie wurden von einer Hochstufung von "Hold" auf "Buy" durch die Citigroup beflügelt. Die neue Anlageempfehlung reflektiere die schwache Kursentwicklung in den vergangenen Wochen, schrieben die Analysten. Die Experten passten außerdem ihre Gewinnschätzungen je Aktie nach oben an. Zur Begründung verwiesen sie auf ihre angehobenen Silberpreis-Prognosen. Auf den Plätzen folgten Aktien von Anglo American , Xstrata , Rio Tinto und Vedanta mit Zuwächsen zwischen 3,62 und 5,60 Prozent.

Autowerte standen ebenfalls Fokus: Papiere von PSA Peugeot Citroen gewannen in Paris 0,64 Prozent auf 16,61 Euro. Einem Bericht im "Nikkei Business Daily" zufolge will der der französische Autobauer mit Mitsubishi Motors bei der Entwicklung und Herstellung von Teilen für Hybrid-Fahrzeuge zusammenarbeiten. Fiat sprangen in Mailand um 2,13 Prozent auf 6,71 Euro an. Händler verwiesen auf die von Chinas Autoverband nach oben geschraubte Absatzprognose für 2009. Rechnete der Verband bislang mit 10,2 Mill. verkaufter Fahrzeuge auf dem chinesischen Markt, dürften es den neuen Schätzungen zufolge nun mehr als elf Mill. werden. Renault gaben nach zwischenzeitlichen Gewinnen indes um 0,44 Prozent nach auf 22,74 Euro.

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