Aktien
Finanzaktien stützen Börse Zürich

Der Schweizer Aktienmarkt hat den Handel am Dienstag mit Gewinnen abgeschlossen. Die gute Stimmung an den internationalen Aktienmärkten wurde in erster Linie von der Hoffnung auf eine Verbesserung der konjunkturellen Lage getragen.

dpa-afx BERN. Der Schweizer Aktienmarkt hat den Handel am Dienstag mit Gewinnen abgeschlossen. Die gute Stimmung an den internationalen Aktienmärkten wurde in erster Linie von der Hoffnung auf eine Verbesserung der konjunkturellen Lage getragen. Händler verwiesen auf die deutliche Aufhellung der ZEW-Konjunkturerwartungen in Deutschland und die Hoffnung auf weitere positive Signale von Seiten der Konjunktur. So sind beispielsweise die Ölpreise weiter gestiegen, was zum Teil auch mit den verbesserten Konjunkturaussichten zu tun habe, hieß es.

Bis Börsenschluss kletterte der SMI um 1,17 Prozent auf 5 498,80 Punkte. Der 30 Titel umfassende und gekappte SLI stieg gar um 2,07 Prozent auf 838,39 Punkte und der SPI legte um 1,26 Prozent auf 4 731,36 Einheiten zu.

Bei den Bluechips hieß der Tagessieger OC Oerlikon (+6,1% auf 68,70 Franken). Für Unterstützung sorgte die Prognosenerhöhung beim US-Halbleiterausrüster Kulicke & Soffa. Oerlikon habe zwar erst vor wenigen Wochen die ähnlich gelagerten Geschäftsaktivitäten Oerlikon Semiconductor an die niederländische BE Semiconductor Industries abgeschlossen. Dafür erhielt das Unternehmen allerdings als Gegenleistung Stammaktien von BE Semiconductor, welche nun an Wert gewinnen könnten.

Die Papiere von Holcim (+4,9% auf 58,40 Franken) wurden - wie schon am Vortag - ebenfalls stark nachgefragt. Für Holcim seien übers Wochenende die Wahlen in Indien gut ausgegangen, hieß es. Zusammen mit den Hoffnungen auf eine konjunkturelle Erholung kam es in Holcim Deckungskäufen.

Andere konjunkturabhängige Aktien wie jene von Swatch (+4,9% auf 183,20 Franken), Adecco (+4,5% auf 48,22 Franken) oder Geberit (+3,9% auf 135,00 Franken) lagen auch weit vorne. Bei Swatch stützte die Kaufempfehlung von Helvea zusätzlich.

Deckungskäufe führten auch bei den Finanztiteln zu Kursgewinnen. UBS (+4,1% auf 16,56 Franken) bei den Banken oder Swiss Re (+5,4% auf 38,40 Franken) und ZFS (+3,8% auf 204,60 Franken) bei den Versicherungen zogen dabei am stärksten an. Credit Suisse hinkten dieser Entwicklung mit einem Plus von 1,9 Prozent auf 47,50 Franken etwa hinten nach.

Petroplus gewannen nach der Ernennung des ehemaligen Total-Managers Jean-Paul Vettier zum neuen CEO am Ende 3,6 Prozent auf 20,62 Franken dazu. SLI-Neuling Sonova (unverändert auf 80,00 Franken) konnte trotz guter Jahreszahlen 2008/09 die Kursgewinne des frühen Handels nicht bis zum Schluss halten.

Gar mit Verlusten gingen die defensiven Schwergewichte Roche (-0,5% auf 145,40 Franken) und Nestle (-0,4% auf 40,34 Franken) aus dem Handel. Novartis gewannen mit 0,5% auf 44,30 Franken im Marktvergleich unterdurchschnittlich dazu.

Im breiten Markt wurden Santhera (-40,5%) abgestraft. Das junge Pharmaunternehmen musste in einer weit fortgeschrittenen klinischen Studie einen Rückschlag verkraften. Das Santhera-Management setzt nun seine Hoffnungen auf eine zweite und deutlich grösser Studie.

Quadrant verloren 1,6% auf 93,50 Franken. Die eigens für die Übernahme des Kunststoffverarbeiters gegründete Aquamit hat den Angebotspreis von 86 Franken bestätigt. Die Publikation des Angebotsprospektes wurde jedoch ohne Angabe von Gründen um zwei Wochen verschoben.

Tornos (+6,9%) waren dagegen trotz eines Verlusts im ersten Quartal gesucht. EFG (+7,8%) profitierten nach einer Branchenstudie von Umschichtungen innerhalb des Schweizer Privatbankensektors.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%