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Finanzwerte an Europas Börsen besonders gefragt

Die wichtigsten Börsen Europas haben am Donnerstag zugelegt. Zunächst wurden wegen der Pläne der US-Notenbank Fed, den heimischen Kreditmarkt zu stimulieren, kräftige Gewinne verzeichnet. Sie bröckelten jedoch im späten Handel ab, nachdem die US-Börsen in die Verlustzone abdrifteten.

dpa-afx PARIS/LONDON. Die wichtigsten Börsen Europas haben am Donnerstag zugelegt. Zunächst wurden wegen der Pläne der US-Notenbank Fed, den heimischen Kreditmarkt zu stimulieren, kräftige Gewinne verzeichnet. Sie bröckelten jedoch im späten Handel ab, nachdem die US-Börsen in die Verlustzone abdrifteten. Nach sechs von sieben Handelstagen mit Kurssteigerungen nahmen Anleger in den USA nun Gewinne mit.

Der Eurostoxx 50 schloss mit plus 1,01 Prozent auf 2039,58 Punkten. Sein Tageshoch lag am frühen Nachmittag bei 2088 Zählern. In London stieg der Ftse 100 um 0,31 Prozent auf 3 816,93 Zähler. Der CAC-40-Index legte in Paris um 0,60 Prozent auf 2 776,99 Punkte zu.

Aktien der Finanzbranche verbuchten die größten Gewinne im europäischen Leitindex. Die Entscheidung der Fed, länger laufende US-Staatsanleihen zu kaufen, sei positiv für Finanzwerte, sagte Stratege Bernard Mcalinden von NCB Stockbrokers in Dublin. Die Versicherer AXA und ING waren mit mehr als zwölf Prozent Plus die stärksten Werte im Eurostoxx 50. Aegon folgte mit knapp elf Prozent Zuwachs. Unter den Bankentiteln legten Unicredit um 6,24 Prozent auf 1,23 Euro zu und Credit Agricole gewannen 5,60 Prozent auf 8,567 Euro. Intesa Sanpaolo büßten dagegen einen Tag vor Bekanntgabe ihrer Jahreszahlen 3,66 Prozent auf 1,84 Euro ein. In London gewannen Barclays rund 17 Prozent und Legal & General 22 Prozent.

Der britische Versicherer Prudential verdiente 2008 operativ deutlich mehr als erwartet und will die Dividende um fünf Prozent erhöhen. "Im vergangenen Jahr haben wir uns in allen Bereichen gut geschlagen", sagte Prudential-Chef Mark Tucker. 2009 werde zwar ein Jahr voller Herausforderungen, doch Tucker sieht den Konzern gut gerüstet, auch in der Krise stärker als die Konkurrenz abzuschneiden. Die Aktie gewann 13,41 Prozent auf 293,875 Pence.

Nach Danone , die um mehr als fünf Prozent nachgaben, folgten die Titel von Sanofi-Aventis als zweitschwächster Wert im Auswahlindex der Eurozone. Sie verloren 4,48 Prozent auf 40,52 Euro. Ein Expertengremium der amerikanischen Arzneimittelbehörde FDA hatte zwar die Zulassung für das Herzmedikament Multaq empfohlen, das sei aber erwartet worden, sagte ein Analyst. Morgan-Stanley-Analyst Andrew Baum verwies darauf, dass auf der Verpackung des Medikaments ein Warnhinweis gedruckt werden müsse, der die Absatzchancen verringern dürfte. Dennoch beließ er die Aktie auf "Overweight", weil er meint, der Markt unterschätze das Umsatzpotenzial des Mittels zur Behandlung von Vorhof-Flimmern deutlich.

Gefragt waren auch wieder Minenwerte wie Kazakhmys , Xstrata Vedanta Resources und Antofagasta , die um bis zu 15 Prozent zulegten. Der auf ein Viermonatshoch gestiegene Kupferpreis sowie die um mehr als zwei Prozent angezogenen Preise für Aluminium hätten die Kurse beflügelt, hieß es am Markt.

Die Titel von Thomas Cook stiegen in London um 5,26 Prozent auf 239,897 Pence. Der Reiseveranstalter ("Neckermann Reisen") erwartet trotz der Buchungszurückhaltung der Urlauber keine Schleuderpreise für die Sommersaison. "Selbst wenn wir Sonderangebote machen müssen, werden diese von den Hoteliers unterstützt", sagte Vorstandschef Manny Fontenla-Novoa. Die Gewinnmarge sei nicht in Gefahr.

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