Aktien
Finanzwerte in Wien unter Druck

Die Wiener Börse hat die Sitzung am Donnerstag bei durchschnittlichem Volumen mit tieferen Notierungen beendet. Der ATX fiel 10,32 Punkte oder 0,60 Prozent auf 1 703,19 Einheiten.

dpa-afx/apa WIEN. Die Wiener Börse hat die Sitzung am Donnerstag bei durchschnittlichem Volumen mit tieferen Notierungen beendet. Der ATX fiel 10,32 Punkte oder 0,60 Prozent auf 1 703,19 Einheiten.

Nachdem sich die Wiener Börse im Tagesverlauf mit seitlicher Tendenz im negativen Bereich präsentiert hatte, rutschte der Leitindex im Sog von sehr schwachen US-Konjunkturdaten am Nachmittag weiter ab. Im Späthandel konnte sich der ATX von seinen Tiefstständen noch etwas erholen.

Ein Händler beschrieb die Sitzung als relativ ruhig und meldungsarm. Im Gegensatz zu den klaren Verlusten an den internationalen Börsen habe der Wiener Aktienmarkt ein gemischtes Bild präsentiert. Den Verlusten der Finanzwerte standen Kursgewinne der Schwergewichte aus dem ATX Five und der Mayr-Melnhof gegenüber.

Europaweit schlossen die Bankenwerte erneut tief im Minus. An der Wiener Börse verloren Erste Bank 7,01 Prozent auf 11,41 Euro und Raiffeisen International 1,73 Prozent auf 15,38 Euro. Nach den massiven Vortagesgewinnen sei es im europäischen Bankensektor zu Gewinnmitnahmen gekommen, begründeten Marktteilnehmer die Verluste.

Mit Ausnahme der Erste Group-Werte schlossen die ATX Five-Aktien im positiven Bereich. Verbund gewannen 2,53 Prozent auf 30,00 Euro, Voestalpine 1,36 Prozent auf 16,38 Euro und OMV verteuerten sich um 0,57 Prozent auf 21,21 Euro. Telekom Austria gingen mit einem Aufschlag von 0,47 Prozent bei 10,60 Euro aus dem Handel. Stärkster Wert im ATX waren die Mayr-Melnhof Anteilsscheine. Die Aktien des Papier- und Kartonherstellers stiegen um 3,30 Prozent auf 54,15 Euro.

Die Aktien von Schoeller-Bleckmann (SBO) hatten trotz einer positiven Analystenempfehlung deutliche Kursverluste verbucht. Der Kurs gab um 3,19 Prozent auf 20,00 Euro nach. Die Analysten von Sal. Oppenheim haben ihr Anlagevotum "Buy" bestätigt und sehen die Aktien weiterhin bei 39,30 Euro als fair bewertet an.

Zu den Verlierern zählten auch die Anteilsscheine von KTM und Wienerberger . KTM erlitten ein Minus von 5,26 Prozent auf 20,00 Euro. Der Motorradhersteller bekam im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2008/09 (September bis November) die Krise voll zu spüren. Der Umsatz ging um 11,5 Prozent auf 132,2 Mill. Euro zurück, der Vorsteuergewinn (Ebit) brach um 76,3 Prozent auf 4,5 Mill. Euro ein.

Wienerberger verloren 3,31 Prozent auf 9,92 Euro nach einem negativen Analystenkommentar. Sal. Oppenheim hat den "Fair Value" von 20,70 auf 14,00 Euro gekappt. Begründet wurde die Revidierung mit einem erwarteten negativen Nachrichtenfluss aus dem Bausektor. Das Anlagevotum "Neutral" wurde bestätigt.

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