Aktien
Finanzwerte in Zürich brechen ein

Die Schweizer Aktien sind nach einem etwas festeren Start erneut von der in den vergangenen Tagen vorherrschenden Abwärtsspirale erfasst worden und mit deutlichen Abschlägen aus dem Handel gegangen. Gegen Börsenschluss drückten die Verluste an der Wall Street noch verstärkt auf die Kurse.

dpa-afx ZÜRICH. Die Schweizer Aktien sind nach einem etwas festeren Start erneut von der in den vergangenen Tagen vorherrschenden Abwärtsspirale erfasst worden und mit deutlichen Abschlägen aus dem Handel gegangen. Gegen Börsenschluss drückten die Verluste an der Wall Street noch verstärkt auf die Kurse. Dabei litten insbesondere Finanzwerte und konjunktursensitive Aktien unter der schlechten Börsenstimmung.

Die Verunsicherung an der Börse ist groß und von Rezessionsängsten geprägt. Dies habe zu teilweise willkürlichen Kursbewegungen geführt, die mehr auf Gefühlen als auf Fakten basierten, sagte ein Händler. "Die Anleger suchen regelrecht das Negative."

Bis Börsenschluss brach der SMI um 2,67 Prozent auf 5 524,06 Punkte ein. Der SMI durchbrach für kurze Zeit sogar die Marke bei 5 500 nach unten, der Tagestiefsstand hatte bei 5 476,20 Zähler gelegen. Der 30 Titel umfassende SLI ging gar mit einem Minus von 3,50 Prozent auf 747,69 Punkte und der breite SPI mit minus 2,58 Prozent auf 4 543,74 Punkten aus dem Handel.

Besonders verlustreich war der Handelstag wieder einmal für Finanzwerte. So gaben CS um 10,5% auf 27,60 Franken nach. ZFS verloren 7,4% auf 199,30 Franken, Swiss Re gaben um 6,9% auf 39,20 Franken nach und UBS büßten 9,0% auf 12,07 Franken ein. Der UBS-Schlussstand war zugleich neuer Allzeit-Tiefststand (Intraday). Zu den Abgaben hätten vor allem Sorgen vor Handelsverlusten, erneuten Abschreibungen und der bestehende Vertrauensverlust geführt.

Einziger Lichtblick bei den Finanzwerten waren Baloise , die um 2,9% auf 65,40 Franken zulegten und somit die gestrigen Gewinne ausbauten. Der Versicherer hat sich in der Finanzkrise bisher besser gehalten als die Konkurrenz. Das haben die Angaben in der gestern publizierten Zwischenmitteilung bewiesen.

Dagegen drückten Rezessionsängste stark auf konjunktursensitive Titel wie etwa Holcim (-7,4% auf 46,28 Franken), OC Oerlikon (-7,2% auf 76,00 Franken) oder Syngenta (-6,1% auf 188,00 Franken); letzere litten auch unter der Gewinnwarnung der deutschen BASF.

Auf der Gegenseite verhinderten Novartis mit +0,8% auf 58,65 Franken noch größere Verluste im SMI . Der Pharmakonzern hat im Vorfeld eines Investorenevents über Produktkandidaten auf Basis biologischer Wirkstoffe orientiert. Gleichzeitig erklärte der Konzern, dass der neuartige Bluthochdrucksenker Tekturna/Rasilez vor dem Patentablauf des "Blockbusters" Diovan für mehrere Therapieformen zugelassen werde. Im breiten Markt profitierten Addex (+5,7%) vom Novartis-Update zum Wirkstoff Adx10059.

Ebenfalls zu den wenigen Gewinnern nebst Baloise und Novartis gehörten die defensiven Swisscom (+1,0% auf 344,50 Franken).

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