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Gewinne an Osteuropas Börsen

Die wichtigsten osteuropäischen Börsen haben am Donnerstag deutliche Gewinne verbucht und erneut im Plus geschlossen. Die positive Stimmung der übrigen Leitbörsen in Europa und den USA habe gestützt, sagten Händler.

dpa-afx/apa WARSCHAU/PRAG/BUDAPEST. Die wichtigsten osteuropäischen Börsen haben am Donnerstag deutliche Gewinne verbucht und erneut im Plus geschlossen. Die positive Stimmung der übrigen Leitbörsen in Europa und den USA habe gestützt, sagten Händler.

An der Warschauer Börse stieg der WIG-20 um 4,88 Prozent auf 2 140,12 Punkte und markierte den höchsten Stand seit Okotober 2008. Der breiter gefasste WIG-Index verbesserte sich um 4,00 Prozent auf 35 175,59 Punkte. Der Handel in Polen präsentierte sich allerdings eher nachrichtenarm.

Bankentitel profitierten besonders von der positiven Stimmung. Zudem sehen Analysten Raum für weitere Senkungen der Leitzinsen durch die polnische Notenbank. Niedrigere Zinsen würden die Finanzierungskosten der Banken nach unten drücken. PKO BP sprangen um 7,5 Prozent auf 33,00 Polnische Zloty nach oben. Bank Pekao verteuerten sich um 6,8 Prozent auf 145,20 Zloty. BZ WBK katapultierten sich um 8,8 Prozent auf 124,00 Zloty nach oben. Polski Koncern Naftowy Orlen legten vor dem Hintergrund gestiegener Ölpreise ebenfalls deutlich zu. Die Titel gewannen 5,7 Prozent auf 28,60 Zloty. Papiere des Kupferproduzenten Kghm Polska Miedz erhöhten sich um 6,0 Prozent auf 85,85 Zloty.

An der Budapester Börse sprang der Leitindex BUX um 3,84 Prozent auf 17 122,1 Punkte nach oben. Der BUX hat damit das erste Mal seit dem 7. Oktober dieses Jahres über der Marke von 17 000 Punkten geschlossen.

Stärkstes Indexschwergewicht im BUX waren Richter Gedeon mit plus 5,5 Prozent auf 37 500 Ungarische Forint. Papiere der OTP Bank legten mit einem Aufschlag von 4,8 Prozent auf 3 850 Forint ebenfalls deutlich zu.

Auch MOL konnten vor dem Hintergrund gestiegener Ölpreise deutliche Gewinne verbuchen und verteuerten sich um 3,6 Prozent auf 13 780 Forint. Magyar Telekom schnitten im Vergleich zum Leitindex unterdurchschnittlich ab und stiegen "nur" um 1,5 Prozent auf 680 Forint.

An der Prager Börse stieg der Leitindex PX um 3,61 Prozent auf 1 030,20 Zähler und schloss damit das erste Mal seit 14. Oktober letzten Jahres über der Marke von 1 000 Punkten.

Papiere der AAA Auto Group sprangen an der Indexspitze um 19,2 Prozent auf 10,87 Tschechische Kronen nach oben. Der Gebrauchtwagenhändler hatte im zweiten Quartal wieder ein positives Nettoergebnis erzielt.

Auch Erste Group Bank legten mit plus 9,4 Prozent auf 592,00 Kronen deutlich zu. Die österreichische Bankengruppe sah sich zwar im zweiten Quartal mit einem um 19 Prozent gefallenen Nettogewinn konfrontiert, übertraf damit aber dennoch die Analystenerwartungen. Einziger Verlierer im PX waren Telefonica O2 mit minus 1,0 Prozent auf 480,20 Kronen. Analysten der Raiffeisen Centrobank (RCB) hatten ihre Anlageempfehlung für die Titel des Telekommunikationsbetreibers von "Buy" auf "Hold" reduziert, während Concorde Securities ihr Votum von "Equal weight" auf "Underweight" gesenkt hatten.

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