Aktien in Europa
US-Immobilienmarkt sorgte für Auftrieb

Die Aktien in Europa haben am Freitag überwiegend fester geschlossen. Die Daten zum US-Immobilienmarkt hätten für Auftrieb gesorgt, sagten Händler. Zudem beflügelten Übernahmespekulationen den Handel. Der Eurostoxx 50 drehte ins Plus und gewann 0,52 Prozent auf 4 191,58 Zähler.

HB PARIS/LONDON. Die Aktien in Europa haben am Freitag überwiegend fester geschlossen. Die Daten zum US-Immobilienmarkt hätten für Auftrieb gesorgt, sagten Händler. Zudem beflügelten Übernahmespekulationen den Handel. Der Eurostoxx 50 drehte ins Plus und gewann 0,52 Prozent auf 4 191,58 Zähler. Für den Stoxx 50 , der auch Schweizer und britische Werte umfasst, ging es um 0,46 Prozent auf 3 743,59 Punkte nach oben. Der Euronext 100 gewann 0,75 Prozent auf 993,98 Zähler. In Paris stieg der CAC 40 um 0,65 Prozent auf 5 634,75 Punkte. Der britische Leitindex Ftse 100 gewann 0,34 Prozent auf 6 339,40 Zähler.

Ahold-Titel legten nach positiven Studien und einem Zeitungsbericht um 3,41 Prozent auf 8,50 Euro zu. Merrill Lynch stufte die Titel des niederländischen Einzelhandelskonzerns nach den am Vortag veröffentlichten Jahreszahlen von "Neutral" auf "Buy" hoch, und Exane BNP Paribas erhöhte das Rating von "Underperform" auf "Outperform" bei einem Kursziel von 9,40 Euro. Zudem hieß es in einer Kolumne der "Financial Times", Ahold könnte später im laufenden Jahr unter wachsenden Druck durch Finanzinvestoren geraten, falls die Geschäftsentwicklung schlecht laufen sollte.

Für Carrefour-Aktien ging es um 0,40 Prozent auf 55,41 Euro hoch. Der Hauptaktionär des französischen Einzelhandelskonzerns will seine Beteiligung laut einem Pressebericht an Investmentfonds verkaufen. Die Familie Halley, die 13 Prozent an Carrefour hält, habe über die Banken Hsbc und Lehman Brothers Kontakt zu mehreren Fondsgesellschaften einschließlich Apollo aufgenommen, berichtet die französische Zeitung "Les Echos" (Freitag) ohne Nennung von Quellen. Mehrere Fonds hätten daraufhin bei Banken wegen der möglichen Finanzierung der Übernahme angefragt.

Enel-Titel verloren 1,14 Prozent auf 7,886 Euro. Der italienische Versorger will zusammen mit dem spanischen Mischkonzern Acciona seinen spanischen Wettbewerber Endesa übernehmen und die Offerte des deutschen Versorgers Eon ausstechen. Acciona gewannen 2,89 Prozent auf 162,05 Euro, die Endesa-Aktie war vom Handel ausgesetzt. Die Gespräche für ein Angebot befänden sich in einem "fortgeschrittenen" Stadium, teilte Enel mit. Bislang gebe es aber keine Einigung. Voraussetzung für ein Gegenangebot sei auch, dass Eon nicht die Mindestannahmequote von 50 Prozent erreiche. Italienische und spanische Zeitungen nannten für das potenzielle italienisch-spanische Angebot einen Wert zwischen 40 oder 42 Euro je Endesa-Aktie, während Eon lediglich 38,75 Euro bietet und an seinem Angebot festhalten will.

Repsol-YPF gewannen 3,47 Prozent auf 25,03 Euro. Händler verwiesen auf Übernahmespekulationen im Energiesektor. So sei wieder die Spekulation über eine Zusammengehen mit Gas Natural aufgeflackert.

An der Londoner Börse gewannen BHP Billiton 1,36 Prozent auf 1 118,00 Pence, nachdem der Bergbaukonzern bekannt gegeben hatte, er wolle die Produktion seiner Eisenerzmine im Westen Australiens steigern. Auch die anderen Minenwerte gehörten angesichts steigender Rohstoffpreise zu den Gewinnern.

British Airways verloren 2,08 Prozent auf 519,00 Pence. Händler verwiesen auf den gestiegenen Ölpreis sowie die Zustimmung der Europäischen Union zur Liberalisierung des transatlantischen Flugverkehrs. Dadurch steige der Wettbewerbsdruck auf die britische Fluggesellschaft. Zudem hatte es Berichte um ein Interesse am spanischen Konkurrenten Iberia gegeben.

ABN Amro gewannen 2,39 Prozent auf 32,50 Euro. Bei der Citigroup wächst einem Zeitungsbericht zufolge das Interesse an einer Offerte für die niederländische Großbank. ABN ist derzeit in exklusiven Verhandlungen mit der britischen Großbank Barclays . Eine Fraktion innerhalb der Citigroup dränge Konzernchef Charles Prince, in Konkurrenz zu Barclays ebenfalls für die ABN Amro Holding NV zu bieten, berichtet das "Wall Street Journal" am Freitag. Es gebe auch die Möglichkeit, dass die Citigroup sich um einen Teil von ABN bemühen könnte, wie die in Chicago ansässige Lasalle Bank oder Banco ABN Amro Reals SA in Brasilien.

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