Aktien London
Spekulationen treiben europäische Aktien

dpa-afx PARIS/LONDON. Die meisten europäischen Börsen sind am Montag mehrheitlich mit Kursgewinnen aus dem Handel gegangen. Zahlreiche Übernahmespekulationen und einige Bilanzen bewegten Einzeltitel. Ansonsten gab es wenig Impulse, hieß es am Markt.

Der europäische Leitindex Eurostoxx 50 stieg um 0,33 Prozent auf 4 557,57 Zähler. Der Stoxx 50 , der auch Schweizer und britische Werte umfasst, gewann 0,18 Prozent auf 3 998,93 Punkte. Der Euronext 100 stand mit 0,25 Prozent auf 1 077,52 Zähler im Plus. In Paris gewann der CAC 40 unterdessen 0,12 Prozent auf 6 125,60 Punkte. Der Ftse 100 verlor dagegen 0,28 Prozent auf 6 125,60 Punkte.

Die Aktien der ABN Amro kletterten mit plus 3,636 Prozent auf 37,15 Euro an die Spitze des Eurostoxx 50. Das Konsortium um die Royal Bank of Scotland (RBS) hat den Baranteil seiner Offerte für die niederländische Bank erhöht. Dieser liege nun bei etwa 93 Prozent, teilten die zur Gruppe gehörende RBS, Banco Santander Central Hispano (Bsch) und Fortis mit. Der gebotene Preis je ABN-Aktie betrage unverändert 38,40 Euro. Die britische Bank Barclays hingegen bleibt nach der Vorlage des verbesserten Konkurrenzangebots des RBS-Konsortiums bei ihrem Gebot. Die Titel von Barclays stiegen um 1,45 Prozent auf 735,00 Pence, und RBS-Aktien verloren 0,55 Prozent auf 636,50 Pence. Fortis-Papiere gaben um 1,89 Prozent auf 30,64 Euro nach und waren damit schwächster Wert im Eurostoxx 50, während Titel der Banco Santander 0,49 Prozent auf 14,23 Euro gewannen.

Auf der Verliererseite standen auch Philips Electronics-Aktien , die nach Quartalszahlen 1,14 Prozent auf 32,04 Euro nachgaben. Der niederländische Elektronikkonzern hat im zweiten Quartal trotz eines starken operativen Geschäfts die Markterwartungen weitgehend verfehlt. Die Analysten von Petercam äußerten sich negativ. "Das Umsatzwachstum im Bereich Consumer Electronics & Innovation blieb hinter unseren Erwartungen zurück", so die Experten. Rabo Securities bezeichnete die Ergebnisse unterdessen als "solide".

In London rutschten BHP Billiton mit 1,18 Prozent auf 1 509,00 Pence nach unten. Der Rohstoffkonzern prüft nach einem Medienbericht eine Übernahme des US-Konzerns Alcoa . Die Investmentbanken Merrill Lynch und JP Morgan seien beauftragt worden, die Vor- und Nachteile einer solchen Transaktion auszuloten, berichtete die "Financial Times" am Montag ohne Nennung einer Quelle.

BHP Billiton hatte sich zuvor um einen Kauf von Alcan bemüht, sich allerdings nach der Offerte von Rio Tinto gegen die Abgabe eines Angebots entschieden. BHP lehnte einen Kommentar ab - Analysten halten ein Angebot allerdings für möglich. Lonmin büßten unterdessen aufgrund einer Absatzwarnung 6,85 Prozent auf 3 985,00 Pence ein und waren damit Schlusslicht im "Footsie".

Auf der Gegenseite wurden die Aktien von Glaxosmithkline von einem positiven Analystenkommentar angetrieben. Mit einem Plus von 1,63 Prozent auf 1 310 Pence gehörten die Titel zu den stärksten Tagesgewinnern im Ftse 100. JP Morgan hat die Titel des Pharmakonzerns von "Underweight" auf "Neutral" hochgestuft und das Kursziel von 1 225 auf 1 350 Pence erhöht.

In Schweden kletterten die Titel der OMX OMH.FSE > dank Übernahmespekulationen um 3,33 Prozent auf 217,00 schwedische Kronen. Die Börse in Dubai plane eine Offerte von bis zu 250 schwedischen Kronen pro Aktie des skandinavischen Börsenverbunds, berichtete die britische Tageszeitung "Daily Telegraph". Damit drohe dem aktuellen Kaufinteressenten Nasdaq Konkurrenz. Der amerikanische Börsenbetreiber will 208,1 Kronen pro Aktie zahlen.

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