Aktien New York
Bankaktien ziehen Dow ins Minus

Die US-Börsen haben am Donnerstag uneinheitlich geschlossen. Aktien der Finanzbranche gaben wegen weiterer Kreditsorgen nach. Kursgewinne von Technologieaktien dagegen stützten den Markt. Die Anleger spekulierten darauf, dass Investitionen von Unternehmen die Gewinne der Branche erhöhen könnten.

HB NEW YORK. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte verlor 0,4 Prozent auf 13 239 Punkte. Er pendelte im Handelsverlauf zwischen 13 185 und 13 315 Stellen. Der breiter gefasste S&P-500-Index fiel um 0,4 Prozent auf 1458 Zähler. Beide Börsenbarometer hatten zuvor mehrmals im Plus notiert. Der Index der Technologiebörse Nasdaq legte um 0,1 Prozent auf 2565 Punkte zu.

„Die Technologiebranche wird derzeit als sicherer Hafen angesehen“, sagte Aktienhändler Tim Smalls von Execution LLC. In den vergangenen sechs Wochen hätten viele Investoren Titel der Finanzbranche verkauft und sich dafür mit Technologiepapieren eingedeckt. Banken hatte die Hypothekenkrise in den USA besonders hart getroffen.

Zu den größten Gewinnern an den Börsen gehörte der US-Softwarehersteller Novell. Das Unternehmen hatte am Mittwochabend gemeldet, dass sein Verlust im dritten Quartal gefallen und der Umsatz gestiegen sei. Daraufhin erhöhte Credit Suisse ihr Kursziel für das Papier. Die Anleger trieben die Aktie daraufhin am Donnerstag um etwa acht Prozent auf 7,33 Dollar in die Höhe.

Zudem kauften die Anleger weiter Papiere des Computerkonzerns Apple. Sie setzten - wie schon am Vortag - große Erwartungen in neue Musikspieler der iPod-Reihe. Der Apple-Kurs stieg um 1,6 Prozent auf 136,25 Dollar.

Auch der kanadische Taschencomputer-Hersteller Research in Motion verbuchte ein Kursplus. Grund waren neue Gerüchte, der BlackBerry-Anbieter könnte von Microsoft übernommen werden. Beide Unternehmen wollten sich dazu nicht äußern. Der RIM-Aktienkurs stieg um 1,3 Prozent auf 82,87 Dollar.

Auf der Verliererseite standen die Aktien von Investmentbanken. Lehman Brothers hatte seine Prognosen für vier Spitzeninstitute gesenkt. Das löste neue Ängste vor den Folgen der Turbulenzen an den Finanzmärkten aus. Das Papier von Morgan Stanley verbilligte sich um 1,7 Prozent auf 60,16 Dollar.

Der Aktienkurs der größten Supermarktkette Wal-Mart fiel rund zwei Prozent auf 43,32 Dollar. Zuvor hatte das Brokerhaus Merrill Lynch sein Rating für Wal-Mart-Aktien auf „verkaufen“ von „neutral“ heruntergestuft.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,28 Mrd. Aktien den Besitzer. 1314 Werte legten zu, 1963 gaben nach und 97 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,72 Mrd. Aktien 1247 im Plus, 1700 im Minus und 143 unverändert. An den US-Kreditmärkten stiegen die zehnjährigen Staatsanleihen um 12/32 auf 101-27/32. Sie rentierten mit 4,516 Prozent. Die 30-jährigen Bonds kletterten 21/32 auf 102-17/32 und hatten eine Rendite von 4,838 Prozent.

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