Aktien New York
Quartalszahlen dominieren Wall Street

Getrieben von einer neuerlichen Flut von Quartalsberichten werden die US-Börsen am Donnerstag zu Handelsbeginn mit weiteren Gewinnen erwartet. Der Future auf den Dow Jones stand höher.

NEW York (dpa-AFX) - Getrieben von einer neuerlichen Flut von Quartalsberichten werden die US-Börsen am Donnerstag zu Handelsbeginn mit weiteren Gewinnen erwartet. Der Future auf den Dow Jones stand um 14.30 Uhr 1,32 Prozent höher. Am Vortag hatte sich der US-Leitindex mit einem Plus von 2,11 Prozent auf 8 185,73 Punkte aus dem Handel verabschiedet. Der Future auf den Nasdaq-100 stieg um 1,49 Prozent. Der technologielastige Auswahlindex war um 1,50 Prozent auf 1 382,38 Punkte gestiegen.

"Die Marktteilnehmer waren so pessimistische eingestellt, dass es nicht viel brauchte, um positiv zu überraschen", sagte ein Analyst. "Das Resultat ist eine freudlose Rally." Da die Gewinnprognosen nun langsam wieder nach oben revidiert würden, steige der Markt im Einklang mit den höheren Erwartungen. Auf Konjunkturseite sorgten die ersten Daten für eine positive Überraschung: Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA sank in der vergangenen Woche unerwartet. Im Handelsverlauf stehen dann noch Daten wie die persönlichen Einkommen und Ausgaben auf der Agenda. Die Experten der Unicredit rechnen mit einem neuerlichen Rückgang bei den persönlichen Ausgaben, ausgelöst durch die Stellenstreichungen und Arbeitszeiten.

Bereits vor Handelsbeginn meldeten sich zahlreiche Schwergewichte, wie etwa Dow Chemical , der Konsumgüterhersteller Procter & Gamble und der Ölkonzern Exxonmobil mit Zahlen und gehörten vorbörslich zu den Gewinnern. Der Chemiekonzern Dow blieb im ersten Quartal trotz eines Umsatzeinbruchs wegen geringerer Kosten und gekürzten Investitionen überraschend in den schwarzen Zahlen und schnitt besser ab als erwartet. Beim Umsatz blieb der Konzern hingegen leicht hinter den Erwartungen zurück. P & G lieferte ein ähnliches Bild: Während der Gewinn im dritten Quartal etwas besser als prognostiziert ausfiel, kam der Umsatz nicht ganz an die Erwartungen heran. Der weltgrößte börsennotierte Ölkonzern Exxon bekam im ersten Quartal die Wirtschaftskrise und die gesunkenen Ölpreise deutlich zu spüren. Beim Überschuss blieb der Konzern unter den Analystenschätzungen. Der weltweit zweitgrößte Goldhersteller Newmont Mining erlitt wegen niedrigerer Kupferpreise einen Gewinneinbruch im ersten Quartal von 48 Prozent, schnitt aber dennoch besser als vom Markt erwartet ab.

Colgate-Palmolive konnte mit einem Gewinnplus auftrumpfen und verhalf den Aktien vorbörslich zu einem leichten Plus. Ein deutlich positiver Handelsauftakt zeichnete sich für die Aktien von First Solar ab. Der Solarkonzern hatte bereits am Mittwoch nach Handelsschluss Zahlen vorgelegt, die die Erwartungen deutlich übertrafen.

Motorola gehörte mit seiner Zwischenbilanz zu den weniger erfreulichen Überraschungen: Der angeschlagene Handy- und Netzwerkhersteller kommt nicht aus den roten Zahlen und hat das Sparziel angehoben. Für das erste Quartal meldete Motorola einen Verlust und verpasste beim Umsatz die Analystenschätzungen. Beim Fotokonzern Eastman Kodak verdoppelte sich der Quartalsverlust wegen der anhaltenden Wirtschaftsflaute. Als Konsequenz wird der Konzern seine Dividendenzahlungen aussetzen. Die Papiere gehörten vorbörslich zu den wenigen Verlierern.

Zu den Konzernen, die bereits am Vorabend nach Börsenschluss Zahlen vorgelegt haben gehören Visa und Starbucks .Der weltgrößte Kreditkartenanbieter hat ungeachtet der Wirtschaftskrise seinen Gewinn zum Jahresauftakt überraschend kräftig gesteigert. Die kriselnde weltgrößte Kaffeehauskette Starbucks schrammte derweil zum Jahresauftakt wegen des teuren Konzernumbaus nur knapp an den roten Zahlen vorbei. Vorbörslich tendierten beide Papiere fester. Boeing gewannen im vorbörslichen Handel ebenfalls leicht hinzu. Der US-Flugzeugbauer rechnet weiter fest mit dem Erstflug seines neuen Langstreckenjets 787 "Dreamliner" bis spätestens Ende Juni.

Der weltweit zweitgrößte PC-Hersteller Dell plant weitere Akquisitionen. "Natürlich stehen auch Zukäufe auf unserer Agenda. Wir haben derzeit etwa zehn Mrd. Dollar an liquiden Mitteln in der Konzernkasse liegen", sagte der Unternehmensgründer und Vorstandsvorsitzende Michael Dell der "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ/Donnerstagausgabe). Die vorbörsliche Indikation deutete auf einen festeren Start für die Aktien hin.

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