Aktien New York
Warren Buffett stärkt US-Börsen

Nach einer von Verlusten bei Finanztiteln und starken Kursschwankungen geprägten Woche haben die US-Aktienmärkte am Freitag mit Gewinnen geschlossen. Ein kräftiger Ölpreisrückgang und Hoffnungen auf den Einstieg eines koreanischen Investors bei der Bank Lehman Brothers verschafften der Wall Street Rückenwind. Auch Äußerungen von US-Notenbankchef Ben Bernanke und Großinvestor Warren Buffett verbreiteten gute Stimmung.

HB NEW YORK. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte ging mit einem Plus von 1,7 Prozent auf 11 627 Zählern aus dem Handel. Im Handelsverlauf bewegte er sich zwischen 11 426 und 11 632 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 gewann 1,1 Prozent auf 1292 Zähler. Der Technologie-Index Nasdaq legte 1,4 Prozent auf 2414 Stellen zu. In Frankfurt schloss der Dax 1,7 Prozent fester mit 6342 Punkten. Im Wochenverlauf verlor der Dow 0,3 Prozent, der S&P 0,5 Prozent und der Nasdaq fiel um 1,5 Prozent.

Die Aktien der angeschlagenen Investmentbank Lehman Brothers schlossen fünf Prozent im Plus, nachdem die staatliche koreanische Bank KDB Interesse an dem US-Institut angemeldet hatte. Die Nachricht habe eine solide Grundlage für den Finanzsektor gelegt, sagte John Augustine von Fifth Third Private Bank in Cincinnati. Er sehe konstruktive Bewegungen auf dem Markt.

Auch die Titel anderer Banken legten zu: JP Morgan ging mit einem Plus von knapp vier Prozent aus dem Handel, die Aktie der Bank of America schloss ebenso vier Prozent fester.

Der Ölpreis, der im Vergleich zum Vortag um mehr als sechs Dollar auf unter 115 Dollar je Barrel fiel, gab zudem den Papieren großer Produzenten Auftrieb. Die Titel des Flugzeugherstellers Boeing legten 3,2 Prozent zu, die des Baumaschinenherstellers Caterpillar 1,6 Prozent. Auch verbraucherorientierte Firmen und Fluglinien verbuchten Gewinne, die Aktie von Delta Air Lines schoss über neun Prozent nach oben auf 8,63 Dollar.

Getrieben wurden die Märkte zudem durch eine Rede des Fed-Chefs Bernankes. Er bezeichnete den jüngsten Rückgang bei den Rohstoffpreisen und die Stabilisierung des Dollars als "ermutigend". Sollten die Rohstoffpreise nicht wieder anziehen, werde dies helfen, die Inflation im weiteren Jahresverlauf und 2009 moderat zu halten. Damit wurden Sorgen der Investoren vor einem weiteren Anstieg der Inflation gedämpft.

Auch Äußerungen von Warren Buffett gaben Auftrieb. Der Großinvestor hatte einen positiven Ausblick für die Entwicklung des Dollars gegeben und erklärt, er halte Aktien heute für attraktiver als vor einem Jahr. Außerdem gehe er davon aus, dass die US-Regierung bald neue Maßnahmen zur Rettung der angeschlagenen Hypothekenfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac ergreife, erklärte Buffett. Die Papiere von Fannie Mae notierten zum Handelsschluss drei Prozent fester, Freddie Mac-Aktien schlossen jedoch mit einem Minus von rund elf Prozent.

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