Aktien
Nokia und JP Morgan stützen Europas Börsen

Dank positiver Nachrichten der US-Bank Jpmorgan und des Handyherstellers Nokia haben die wichtigsten europäischen Aktienindizes am Donnerstag mit Aufschlägen geschlossen. Rohstoffwerte wurden zudem laut Händlern von einer positiven Branchenstudie gestützt.

dpa-afx PARIS/LONDON. Dank positiver Nachrichten der US-Bank Jpmorgan und des Handyherstellers Nokia haben die wichtigsten europäischen Aktienindizes am Donnerstag mit Aufschlägen geschlossen. Rohstoffwerte wurden zudem laut Händlern von einer positiven Branchenstudie gestützt. Der Eurostoxx 50 schloss mit plus 1,66 Prozent auf 2 300,51 Punkte. In London stieg der Ftse 100 um 2,13 Prozent auf 4 052,98 Zähler. Der CAC-40-Index legte in Paris um 1,76 Prozent auf 3 038,18 Punkte zu.

Nokia-Papiere sprangen um 9,79 Prozent auf 11,1 219 Euro hoch und waren damit der klare Favorit der Anleger. Der weltgrößte Handyhersteller geht zwar weiterhin davon aus, dass alle Produzenten zusammen in diesem Jahr zehn Prozent weniger Mobiltelefone verkaufen werden, der eigene Marktanteil aber gesteigert werden kann. Mit seinen Zahlen unterbot Nokia jedoch selbst die bereits pessimistischen Erwartungen vieler Experten. Analyst Andrew Griffinin von Merrill Lynch beließ die Titel nach der Zahlenvorlage gleichwohl auf "Buy" mit einem Kursziel von 13,00 Euro. Im operativen Kerngeschäft habe der Handyhersteller sich besser als erwartet geschlagen.

Neben den Aktien von Nokia führten Händlern zufolge auch Finanzwerte die Indizes nach oben. Im Eurostoxx50 gewannen AXA-Aktien 3,88 Prozent auf 11,515 Euro. Auch Santander und Societe Generale schlossen im Plus. Ebenfalls in Paris setzten sich die Papiere von Dexia Banque mit einem satten Plus von 15,62 Prozent auf 3,642 Euro an die CAC-Spitze. In London waren Prudential der Favorit im "Footsie". Die Papiere des Versicherers sprangen um 8,61 Prozent auf 388,50 Pence an. Jpmorgan hatte einen überraschend hohen Quartalsgewinn gemeldet, und dies stütze die gesamte Branche, sagten Börsianer.

Rohstoffwerte im Allgemeinen und Stahltitel im Besonderen zählten unterdessen zu den Favoriten. Arcelormittal gewannen im Kielwasser einer positiven Studie und dank guter Vorgaben 3,28 Prozent auf 20,645 Euro. Die Credit Suisse stufte den Stahlsektor unter anderem wegen einer Erholung der Wirtschaft in China von "Market-Weight" auf "Overweight" hoch. Zudem werde die Branche derzeit fast auf historischen Tiefständen bewertet. Hinzu komme die gute Vorgabe für den Sektor, ergänzte ein Börsianer, nachdem die Stahlwerte am Vorabend in den USA und auch im asiatischen Handel zu den Favoriten gezählt hätten. Ferner legten in London Minenwerte wie Xstrata und Rio Tinto kräftig zu.

Danone-Aktien rückten nach Eckdaten zum ersten Quartal nur um unterdurchschnittliche 1,01 Prozent auf 37,505 Euro vor. Der französische Lebensmittelkonzern meldete am Morgen einen Umsatzrückgang, bestätigte jedoch die Prognosen für das Gesamtjahr. Börsianer sahen die Daten in einer ersten Reaktion am Morgen "unter den Erwartungen". Zuletzt hätten die Aktien aber kaum an der Markterholung teilgenommen und entsprechend dürften die Erwartungen niedrig gewesen sein.

Im Technologiesektor drehten die Aktien von Stmicroelectronics nach den erfreulichen Nachrichten von Nokia deutlich ins Plus und schnellten schließlich um 5,75 Prozent auf 4,875 Euro hoch. Allerdings will der Chiphersteller seine Dividende um zwei Drittel kürzen. Günther Hollfelder, Analyst bei Unicredit, sagte: "Die Kürzung fiel stärker aus als erwartet. Nichtsdestotrotz steht das Unternehmen weiter dazu, Barmittel an die Aktionäre auszuschütten, und dies ist in der aktuellen Situation für ein Halbleiterunternehmen positiv." Aktien von Dassault Systemes verloren 1,71 Prozent auf 29,38 Euro. Aktienhändler rechnen nach den Aussagen des Softwareanbieters zum ersten Quartal mit einer Reduzierung der Prognose für das Gesamtjahr.

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