Aktien Österreich
Börse Wien: Im Windschatten der Wall Street

Der österreichische Aktienmarkt verzeichnet wegen guter Vorgaben aus den Vereinigten Staaten kräftige Gewinne. Der österreichische Index ATX stieg um 2,23 Prozent auf 2 177 Punkte. Welche Werte von der Rally profitierten.

HB WIEN. Gute Stimmung in Wien. Die Börse der österreichischen Hauptstadt notiert kräftige Gewinne bei einem moderaten Handelsvolumen. Der ATX stieg 47,49 Punkte oder 2,23 Prozent auf 2 177 Einheiten.

Nach einem über weite Strecken ruhigen Börsengeschäft sorgte im Späthandel ein klares Plus an der Wall Street auch in Wien für einen rasanten Schub nach oben. An den US-Börsen verhalfen gute Quartalszahlen und positive Immobiliendaten zu einer sehr guten Stimmung unter den Anlegern. Neben den internationalen Vorgaben gab es an der heimischen Börse nur wenig Marktbewegendes. An den vergangenen neun Handelstagen konnte der ATX nun an sieben Börsentagen Aufschläge verbuchen.

Neben den Quartalszahlen von AT & S wurden kaum Unternehmensnachrichten publik. Der steirische Leiterplattenhersteller hat das erste Quartal 2009/10 tiefrot abgeschlossen und verbuchte einen Betriebsverlust (Ebit) von 50,1 Mill. Euro. Im Vorjahreszeitraum wurde ein operativer Gewinn von 5,6 Mill. Euro erwirtschaftet. Die AT & S-Aktie ging nach deutlichen Abschlägen im Frühhandel unverändert bei 3,80 Euro aus dem Handel.

Europaweit verbuchten Banken nach starken Zahlen der Schweizer Großbank Credit Suisse schöne Kursgewinne. Erste Group verteuerten sich um 2,63 Prozent auf 21,07 Euro und Raiffeisen International gewannen satte 4,74 Prozent auf 28,75 Euro.

Gesucht präsentierten sich in Wien auch Werte aus dem Baubereich. RHI legten um 2,94 Prozent auf 14,70 Euro zu. Strabag bauten ein Plus von 2,03 Prozent auf 16,10 Euro. Wienerberger zogen um 4,35 Prozent auf 9,83 Euro an und Palfinger kletterten um 3,17 Prozent auf 10,75 Euro.

Nach einer Kaufempfehlung befestigten sich Intercell um moderate 0,16 Prozent auf 25,49 Euro. Die Aktienexperten der Unicredit gaben in einer Ersteinschätzung der Aktien des heimischen Impfstoffherstellers die Anlageempfehlung "Buy". Als Kursziel errechneten die Analysten 30 Euro.

Auch zur OMV meldeten sich Experten. Die Analysten der RCB senkten ihr Kursziel für das Öl- und Gasunternehmen von 34 auf 31 Euro und bestätigten ihr Anlagevotum "hold". Die OMV-Titel legten deutlich um 3,55 Prozent auf 28,00 Euro zu. Hier beflügelte wohl ein höherer Ölpreis, hieß es aus dem Handel.

Die europäischen Stahltitel zeigten sich ebenfalls in starker Verfassung. Voestalpine verbesserten sich um 3,17 Prozent auf 19,50 Euro.

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