Aktien
Osteruopas Märkte schließen im Minus

Die Börsen in Osteuropa haben am Montag im Einklang mit den europäischen Leitbörsen mit Verlusten geschlossen. Auch sie wurden von den neuen Hiobsbotschaften aus der britischen Bankenbranche belastet, sagten Händler.

dpa-afx/apa WARSCHAU/PRAG/BUDAPEST. Die Börsen in Osteuropa haben am Montag im Einklang mit den europäischen Leitbörsen mit Verlusten geschlossen. Auch sie wurden von den neuen Hiobsbotschaften aus der britischen Bankenbranche belastet, sagten Händler. Insgesamt waren die Umsätze an den Börsen relativ niedrig, da in den USA die Aktienmärkte wegen eines Feiertags geschlossen blieben.

In Budapest gab der BUX um 1,02 Prozent auf 12 017,87 Punkte nach. Das Handelsvolumen betrug 9,28 (Freitag: 19,16) Mrd. Forint. Nach dem Rekordverlust der Royal Bank of Scotland (RBS) standen auch in Budapest die Bankenwerte stark unter Druck. Die Titel des Indexschwergewichts OTP Bank brachen um 5,73 Prozent auf 2 470 Forint ein und zogen den BUX nach unten. Die Analysten der Erste Group haben in ihrer jüngsten Studie die OTP-Aktie zudem von "Buy" auf "Hold" abgestuft. Gründe für die Abstufung seien der trübe Konjunkturausblick in Osteuropa sowie Währungsentwertungen in den Ländern, in denen die OTP tätig ist.

Die Titel des Öl- und Gaskonzerns Magyar Olay es Gazipari (Mol) sanken um 0,98 Prozent auf 9 595 Forint und litten unter dem weiter gesunkenen Ölpreis. Wie erwartet hat die Internationale Energieagentur (IEA) ihre Prognose für die Ölnachfrage 2009 zuletzt deutlich nach unten revidiert. Demzufolge sollte die Ölnachfrage in zwei aufeinanderfolgenden Jahren zurückgehen.

In Prag verlor der Leitindex PX 2,87 Prozent auf 817,90 Einheiten. Bedingt durch den US-Feiertag sei die Sitzung relativ ruhig gewesen, mit nur geringen Handelsvolumina, kommentierten Händler das Geschäft. Die Umsätze lagen bei 1,4 (Freitag: 1,6) Mrd. tschechischen Kronen. In Prag brachen die Aktien der österreichischen Erste Group um 11,73 Prozent auf 342,50 Kronen ein. Einem Händler zufolge sei der Absturz dieser Aktie alleine für ein Minus von über zwei Prozent beim Leitindex verantwortlich. Die Aktien des Mitbewerbers Komercni Banka verloren 2,76 Prozent auf 2 537 Kronen.

In Warschau gab der WIG-20 um 3,55 Prozent auf 1 644,72 Einheiten nach. Der WIG-Index verlor 2,68 Prozent auf 25 475,84 Punkte. Das Handelsvolumen betrug 0,81 (Freitag: 0,88) Mrd. Zloty. Unter den polnischen Bankenwerten verloren Pekao 6,1 Prozent auf 105,20 Zloty und Bank Polski sanken um 3,0 Prozent auf 29,60 Zloty. Für zusätzlichen Verkaufsdruck sorgten Kurszielsenkungen durch die Experten der Unicredit. BRE Bank brachen um sechs Prozent auf 160,50 Zloty ein. Das Kursziel wurde um 14 Prozent auf 198 Zloty gesenkt. Bank Zachodni verloren 5,1 Prozent auf 93 Zloty, nachdem die Unicredit das Kursziel dieser Aktie um 8,3 Prozent auf 110 Zloty senkte.

Am Ende des WIG-20 gaben die Aktien von Bioton um 8,7 Prozent auf 0,21 Zloty nach. Medienberichten zufolge plant das Unternehmen durch die Ausgabe junger Aktien rund 100 Mill. Zloty einzunehmen. Die polnischen Ölwerte litten unter den gesunkenen Ölpreisen. Polski Koncern Naftowy Orlen büßten 5,6 Prozent auf 23,60 Zloty ein und Lotus verloren 4,2 Prozent auf 11,09 Zloty.

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