Aktien
Osteuropa: BUX erstmals seit 2004 unter 10 000

Die wichtigsten osteuropäischen Aktienindizes haben am Mittwoch mit Verlusten geschlossen.

dpa-afx/apa WARSCHAU/PRAG/BUDAPEST. Die wichtigsten osteuropäischen Aktienindizes haben am Mittwoch mit Verlusten geschlossen.

In Prag sank der PX leicht um 0,43 Prozent auf 642,1 Punkte. Im Fokus der Anleger standen die Titel der Telefonica O2. Das Telekommunikationsunternehmen hatte am Dienstag nach Börsenschluss die Schlussquartalszahlen vorgelegt. Der Nettogewinn von 2,62 Mrd. Kronen lag leicht unter den Konsensusprognosen, so die Analysten von Wood & Co. Die vom Management vorgeschlagene Dividende von 50 Kronen je Anteilsschein habe die Erwartungen der Experten allerdings übertroffen, hieß es. Telefonica O2 sanken um 1,27 Prozent auf 388,80 Kronen.

Auch Central Europe Media Enterprises haben das Quartalsergebnis vorgelegt. Der Nettoverlust war im vierten Quartal mit einem Minus von 322 Mill. Dollar drastischer ausgefallen als von Analysten erwartet worden war. In der Vergleichsperiode des Vorjahres wurde noch ein Gewinn von 74 Mill. Dollar erzielt. Die Aktien gaben um 2,93 Prozent auf 141 Kronen nach.

Die tschechischen Bankenschwergewichte schlossen uneinheitlich. Während die Aktien der Erste Group Bank deutlich zulegten, schlossen Komercni Banka tiefer. Erste Group gewannen an der Spitze des Index 2,02 Prozent auf 206,60 Kronen und Komercni Banka verloren 3,62 Prozent auf 1 545 Kronen.

In Budapest gab der Leitindex BUX deutlich um 4,17 Prozent auf 9 886,91 Einheiten nach. Damit schloss der Index erstmals seit 2004 unter der psychologisch wichtigen Marke von 10 000 Zählern.

Die Indexschwergewichte im BUX schlossen alle in der Verlustzone. Das größte Kursminus erlitten OTP Bank mit einem Abschlag von 6,65 Prozent auf 1 515 Forint. Richter Gedeon verloren 3,83 Prozent auf 22 800 Forint und MOL gaben um 3,22 Prozent auf 9 000 Forint nach.

Die Titel des Telekommunikationsanbieters Magyar Telekom verbilligten sich um 4,67 Prozent auf 530 Forint, nachdem sie am Vortag deutlich um 6,11 Prozent zulegen konnten. Obwohl Magyar deutlich bessere Quartalszahlen als erwartet vorgelegt hatte, hat das Management eine Dividende unter der Konsensusprognose vorgeschlagen. Demnach soll ein Betrag von 74 Forint je Anteilsschein ausgeschüttet werden.

In Warschau gab der WIG-20 1,17 Prozent auf 1 345,15 Zählern ab. Der breiter gefasste WIG-Index ging 0,29 Prozent schwächer bei 21 422,92 Zähler aus dem Handel.

Alle Indexschwergewichte erlitten Kursverluste und brachten den Leitindex deutlich unter Druck. Die Titel des Ölkonzerns PKN Orlen gaben im Vorfeld von Schlussquartalszahlen deutlich nach und verbilligten sich um 3,6 Prozent auf 21,21 Zloty. Analysten erwarten einen Quartalsverlust von 3,5 Mrd. Zloty nach einem Gewinn von 601 Mill. Zloty in der Vorjahresperiode. Auch das operative Ergebnis soll mit minus 1,6 Mrd. Zloty weit im roten Bereich liegen.

Bei der Getin Holding stehen am Donnerstag die Ergebnisse zum vierten Quartal an. Experten erwarten auf Jahressicht einen Gewinnanstieg um 1,7 Prozent auf 112 Mill. Zloty. Der operative Gewinn soll deutlich um 37,6 Prozent auf 246 Mill. Zloty anwachsen. Getin verloren 0,4 Prozent auf 2,60 Zloty.

Die Bankenwerte schlossen mehrheitlich in der Verlustzone. PKO gaben um 0,2 Prozent auf 18,90 Zloty ab und Pekao verloren 1,3 Prozent auf 73,05 Zloty. Einzig die Titel der Bre Bank konnten einen deutlichen Kursgewinn verbuchen und kletterten um 6,0 Prozent auf 99 Zloty.

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