Aktien Osteuropa
BUX verliert 4,7 Prozent

Im Einklang mit den europäischen Leitbörsen haben auch die osteuropäischen Aktienmärkte am Mittwoch mit Verlusten geschlossen.

HB WARASCHAU/PRAG/BUDAPEST. Im Einklang mit den europäischen Leitbörsen haben auch die osteuropäischen Aktienmärkte am Mittwoch mit Verlusten geschlossen.

Einen besonders kräftigen Kursrutsch gab es an der Budapester Börse, nachdem die ungarische Regierung neue Pläne für ihre Krisensteuer vorgelegt hatte. Ohne einen einzigen Gewinner sackte der ungarische Leitindex BUX um 4,71 Prozent auf 22 225,42 Punkte ab und fiel so auf das Niveau von Ende August zurück. Die zur Budgetsanierung vorgesehene Sonderabgabe für Energie-, Telekommunikations- und Einzelhandelsunternehmen soll nicht wie bisher angenommen bis Ende 2012, sondern bis Ende 2014 erhoben werden.

Zu den größten Verlierern zählten Bankenwerte: OTP Bank rutschten um 5,17 Prozent auf 5 500 Ungarische Forint ab, FHB verloren 5,08 Prozent auf 1 082 Forint.

Der Pharmakonzern Egis hatte bereits am Dienstag nach Börsenschluss Zahlen zum dritten Quartal vorgelegt und war im Rahmen der Erwartungen geblieben. Die Titel gaben um 4,23 Prozent auf 21 500 Forint nach. Eine Hochstufung der Raiffeisen Centrobank verhalf den Papieren von Richter Gedeon nicht ins Plus. Die Titel büßten 2,91 Prozent auf 44 660 Forint ein. MOL sackten um 6,01 Prozent auf 19 700 Forint ab und Magyar Telekom schlossen 3,48 Prozent tiefer bei 582 Forint.

Deutliche Verluste gab es in Warschau, wo der Leitindex WIG-20 um 1,54 Prozent auf 2 726,48 Punkte nachgab. Der breiter gefasste WIG-Index verlor 0,94 Prozent auf 47 287,61 Punkte.

Im Fokus standen einige Unternehmen mit Zahlen: Die Bank Pekao hatte im dritten Quartal die Erwartungen der Analysten übertroffen, die Papiere kamen in einem schwachen europäischen Branchenumfeld aber dennoch mit 3,31 Prozent auf 190 Polnische Zloty unter Druck. PKO Bank verloren im Sog dessen 1,03 Prozent auf 45,29 Zloty. Auch die Papiere von Kghm konnten sich dem Marktumfeld trotz guter Zahlen nicht entziehen und rutschten wegen fallender Rohstoffpreise um 4,93 Prozent auf 136,9 Zloty ab. Der Kupfergigant hatte im dritten Quartal einen höher als erwartet ausgefallenen Nettogewinn vorweisen können. Der Versorger Pgnig hatte ebenfalls die Marktschätzungen übertroffen, die Papiere schlossen dennoch 0,26 Prozent tiefer bei 3,86 Zloty.

In Prag büßte der Leitindex PX 1,25 Prozent auf 1 157,4 Punkte ein.

Nach den am Vortag vorgelegten Quartalszahlen verbilligten sich die Papiere des Energieriesen CEZ um 1,34 Prozent auf 773,50 Tschechische Kronen. Der Konzern hatte auf einer Pressekonferenz seinen Ausblick bestätigt und angekündigt, an seiner Dividendenpolitik festzuhalten. Schwergewichtige Bankenwerte wie die Papiere der Erste Group verloren 2,28 Prozent auf 794,50 Kronen. Komercni Banka gaben um 0,45 Prozent auf 4 220 Kronen nach. Gewinne gab es indes bei Philip Morris, die um 1,01 Prozent auf exakt 10 000 Kronen stiegen.

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