Aktien
Osteuropas Aktienmärkte schließen mit Verlusten

Die wichtigsten osteuropäischen Aktienindizes haben am Donnerstag mit Verlusten geschlossen.

dpa-afx/apa WARSCHAU/PRAG/BUDAPEST. Die wichtigsten osteuropäischen Aktienindizes haben am Donnerstag mit Verlusten geschlossen.

In Budapest gab der BUX um 0,39 Prozent auf 15 644,73 Einheiten nach. Der Index konnte sich nach einer schwachen Eröffnung im Tagesverlauf bis in die Gewinnzone vorarbeiten. Die durch enttäuschende Daten aus dem Immobiliensektor belastete Eröffnung an der Wall Street zog den BUX Händlern zufolge aber wieder ins Minus.

In den Fokus rückten Anteilsscheine des ungarischen Öl- und Gaskonzerns MOL , die bis zur Schlussglocke 1,29 Prozent auf 13 690 Ungarische Forint verloren. Die Wertpapierspezialisten der Unicredit hatten ihre Anlageempfehlung für die Papiere von "Buy" auf "Hold" reduziert.

Auch die Titel der OTP Bank zeigten sich unter Verkaufsdruck und ließen um 1,36 Prozent auf 3 540 Forint nach. Analysten begründeten die Kursverluste mit der Vorlage der Arbeitslosenrate, die in den drei Monaten bis April auf 9,9 Prozent angestiegen war. Die Papiere des Geldinstituts gelten als führende Werte in der ungarischen Wirtschaft.

Die anderen beiden Indexschwergewichte konnten in der Gewinnzone schließen. Magyar Telekom stiegen um 1,13 Prozent auf 625 Forint und Richter Gedeon beendeten den Handel mit einem Aufschlag von 1,30 Prozent auf 31 000 Forint.

In Prag sank der PX um 0,97 Prozent auf 901,50 Zähler.

Die Bankenwerte schlossen mit schwächeren Notierungen. So verloren Erste Group 1,49 Prozent auf 463 Tschechische Kronen und Komercni Banka 1,32 Prozent auf 2 695 Kronen. Am unteren Ende des PX gaben die Anteilsscheine des Medienkonzerns Cetv 7,29 Prozent auf 369 Kronen ab.

Nur zwei Titel konnten im Leitindex mit Kursgewinnen schließen. Pegas Nonwovens kletterten an der Spitze der Kurstafel um 8,82 Prozent auf 370 Kronen und ECM stiegen um 0,75 Prozent auf 348,60 Kronen. Der Textilkonzern Pegas hatte im ersten Quartal einen geringeren Gewinnrückgang verbucht als erwartet worden war. Der Gewinn war auf 6,77 Mill. Euro von 11,6 Mill. in der Vorjahresperiode gesunken. Das Unternehmen will nun eine Dividende von 0,9 Euro je Anteilsschein ausschütten. Analysten kommentierten das Ergebnis durchweg positiv.

Der Immobilienentwickler ECM hatte am Mittwoch nach Börsenschluss ebenfalls Erstquartalszahlen vorgelegt. Das Unternehmen konnte die Verluste aus der Vorjahresperiode deutlich von minus 14,6 auf minus 0,9 Mill. Euro eindämmen. Analysten hatten mit einer Verbesserung in dieser Höhe gerechnet.

In Warschau verlor der WIG-20 1,69 Prozent auf 1 814,29 Einheiten. Der breiter gefasste WIG-Index sank um 1,08 Prozent auf 29 454,42 Punkte.

Die Bankenwerte standen an der Warschauer Börse deutlich unter Druck. Pekao verbilligten sich um 2,5 Prozent auf 111,70 Polnische Zloty und PKO gaben um 2,4 Prozent auf 25,60 Zloty ab. Bank Zachodni reduzierten sich um 3,9 Prozent auf 86,10 Zloty. Medien zufolge wird die PKO Bank für 2008 eine Dividende ausschütten, allein die Höhe sei noch umstritten. Im Gespräch ist eine Ausschüttung von mindestens 35 Prozent des Nettogewinns bzw. 1,09 Zloty je Aktie.

Nach dem Kurssprung am Vortag ließen Bioton um 4,2 Prozent auf 0,23 Zloty nach. Das Biotechnologieunternehmen plant, sich bis August von rund 27 Prozent der Belegschaft zu trennen. Dies würde für 170 der 635 Beschäftigten den Gang in die Arbeitslosigkeit bedeuten.

Die Titel des Baukonzerns PBG reduzierten sich um 1,3 Prozent auf 210,20 Zloty. Die Wertpapierspezialisten der Citigroup hatten ihre Anlageempfehlung von "Buy" auf "Hold" herabgestuft.

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