Aktien
Osteuropas Aktienmärkte schließen uneinheitlich

Die wichtigsten osteuropäischen Aktienindizes haben sich am Montag uneinheitlich entwickelt. Während Prag und Budapest Gewinne verzeichneten, endete Warschau im Minus.

dpa-afx/apa WARSCHAU/PRAG/BUDAPEST. Die wichtigsten osteuropäischen Aktienindizes haben sich am Montag uneinheitlich entwickelt. Während Prag und Budapest Gewinne verzeichneten, endete Warschau im Minus.

In Prag legte der PX um 2,60 Prozent auf 1 162,20 Punkte zu. Für das Kursplus machten Marktteilnehmer vor allem den Kurssprung des Schwergewichtes Erste Group verantwortlich.

Insgesamt standen auch die Banken zum Wochenstart im Fokus der Investoren. In Tschechien hatten die Banken im ersten Halbjahr 2009 einen Gewinn von 26,6 Mrd. Tschechischen Kronen (1,05 Mrd Euro) erzielt und damit das Ergebnis vom gleichen Zeitraum des Vorjahres erreicht. Allerdings waren die Verluste wegen unbezahlter Kredite und anderer Forderungen von 4,8 Mrd. Kronen Ende Juni 2008 auf 13,3 Mrd. Kronen Ende Juni 2009 gestiegen. Der tschechischen Nachrichtenagentur CTK zufolge legte der Anteil der faulen Kredite von 2,74 Prozent auf 4,32 Prozent zu.

Rund ein Viertel der Bankgewinne im ersten Halbjahr 2009 hatte die Erste-Group-Tochter Ceska sporitelna erzielt, die einen Nettogewinn von 6,3 Mrd. Kronen verzeichnete. Im Vorjahresvergleich war das ein Rückgang um 4,4 Prozent. Die Aktien der Erste Group schossen um 9,59 Prozent auf 751,70 Kronen in die Höhe, nachdem die Titel zum Wochenausklang um mehr als sieben Prozent abgerutscht waren.

Die Ceskoslovenska obchodni banka (Csob), Tochter der belgischen Großbank KBC, hatte im ersten Halbjahr den Nettogewinn um 7,3 Prozent auf 5,92 Mrd. Kronen steigern können. Die Komercni Banka , Tochter der französischen Societe Generale , musste hingegen einen Rückgang beim Nettogewinn um ein Zehntel auf 5,8 Mrd. Kronen hinnehmen. Die Komercni-Papiere legten um 1,76 Prozent auf 3 358,00 Kronen zu.

In Warschau sank der WIG-20 um 1,04 Prozent auf 2 212,72 Punkte. Der breiter gefasste WIG-Index gab um 0,73 Prozent auf 37 954,76 Zähler nach. Die Kursverluste an den internationalen Leitbörsen hätten auch dem polnischen Markt negative Vorzeichen beschert, hieß es aus dem Handel.

Gegen den allgemeinen Trend stemmten sich unter den Einzelwerten Asseco Poland nach der Vorlage von Halbjahreszahlen. Das Softwareunternehmen hatte Ergebnissteigerungen verbucht und damit die Analystenerwartungen übertroffen. Die Experten der Deutschen Bank hatten die Aktien auf "Buy" von "Hold" hochgestuft. Asseco-Titel gewannen 4,15 Prozent auf 62,70 Polnische Zloty.

Ciech verbilligten sich hingegen um 0,68 Prozent auf 41,40 Zloty. Das Chemieunternehmen hatte mit den zum Wochenstart vorgelegten Ergebnissen die Erwartungen enttäuscht.

Polskie Gornictwo Naftowe i Gazownictwo rutschten um 4,44 Prozent auf 3,57 Zloty ab. Das führende Gasunternehmen in Polen war im Halbjahr in die Verlustzone geraten.

In Budapest legte der BUX um 0,13 Prozent auf 19 389,94 Punkte zu.

Nach einer positiven Analysteneinschätzung gingen FHG unverändert bei 1 045 Ungarischen Forint aus dem Handel. Die Experten der Erste Group hatten ihr Anlagevotum auf "hold" von "reduce" erhöht. Das Kursziel wurde auf 1,120 Forint nach oben revidiert.

Stark präsentierten sich MOL mit einem Kursaufschlag von 2,47 Prozent auf 14 900 Forint. Das ungarische Öl- und Gasunternehmen hatte am Freitag eine Analystentelefonkonferenz abgehalten. Mtelekom verbilligten sich um 1,41 Prozent auf 769 Forint.

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