Aktien: Osteuropas Bankaktien unter Druck

Aktien
Osteuropas Bankaktien unter Druck

Die wichtigsten osteuropäischen Aktienindizes sind am Mittwoch mit Abschlägen aus dem Handel gegangen. Anleger hätten sich nach schlechten Branchennachrichten vor allem von Finanzwerten getrennt, sagten Händler.

dpa-afx/apa WARSCHAU/PRAG/BUDAPEST. Die wichtigsten osteuropäischen Aktienindizes sind am Mittwoch mit Abschlägen aus dem Handel gegangen. Anleger hätten sich nach schlechten Branchennachrichten vor allem von Finanzwerten getrennt, sagten Händler.

Die Warschauer Börse beendete den Handel bereits zum sechsten Mal in Folge mit Kursabschlägen. Der WIG-20 sank um 3,67 Prozent auf 1 701,23 Zähler, und der breiter gefasste WIG-Index fiel um 2,93 Prozent auf 26 228,65 Punkte. "Ein blutiger Tag heute", kommentierte Peter Bodis, Fondsmanager für Zentral- und Osteuropa bei Pioneer Investments den Handelsverlauf. Der Auslöser für die deutlichen Kursverluste war dem Experten zufolge der überraschende Milliardenverlust der Deutschen Bank . Die Nachricht habe den gesamten Bankensektor in der Region eiskalt erwischt. PKO-Titel rutschten um 6,3 Prozent auf 29,99 Zloty ab, und Pekao-Papiere verloren 5,3 Prozent auf 112 Zloty . Aktien der BRE Bank brachen um 7,6 Prozent auf 178,40 Zloty ein. Die Analysten von Moody"s hatten den Ausblick für das Institut von "Stable" auf "Negative" gesenkt.

Pgnig-Papiere beendeten den Handelstag prozentual nahezu unverändert bei 3,75 Zloty. Polens größter Gasversorger hat eine Kooperation mit Zaklady Azotowe Pulawy geschlossen, um die Produktionskapazitäten zu erhöhen.

In Prag sank der Leitindex PX um 2,41 Prozent auf 838,8 Punkte. Die tschechische Industrieproduktion ist im November dramatisch gefallen. Auf Jahressicht wurde in dem wichtigen Wirtschaftszweig 17,4 Prozent weniger erzeugt. Experten hatten zuvor mit einem Rückgang um 8,8 Prozent gerechnet. Vor allem die Automobilbranche und der Metallsektor brachen ein.

Der größte Energieversorger Tschechiens Ceske Energeticke Zavody (CEZ) könnte an einer Ausschreibung für 22 Prozent am montenegrinischen Energiekonzern Elektropirvreda Crne Gore (Epcg) teilnehmen. Die Regierung, die aktuell mit 70 Prozent der Haupteigentümer von Epcg ist, wird bis zum Ende des Monats weitere Interessenten zur Abgabe eines Angebotes einladen. CEZ-Titel gaben um 1,95 Prozent auf 799,10 Kronen nach.

Auch an der Prager Börse gerieten Bankenwerte unter Druck. So brachen Komercni Banka um 4,94 Prozent auf 2 714 Kronen ein und Erste Group verloren 2,50 Prozent auf 370,50 Kronen. Titel des größten tschechischen Ölkonzerns Unipetrol gaben indes 1,19 Prozent auf 144,75 Kronen ab. Der Ölpreis stieg den zweiten Tag in Folge aufgrund von Spekulationen um tiefere Produktionseinschnitte durch die Opec-Länder.

Der Budapester BUX gab um 0,40 Prozent auf 12 484,53 Punkte nach. Die Aktien der OTP Bank verbilligten sich um 5,20 Prozent auf 2 750 Forint, und die Titel der FHB Land Credit & Mortgage Bank verloren 1,17 Prozent auf 675 Forint.

Die anderen Indexschwergewichte schlossen uneinheitlich. Während Magyar Olay es Gazipari (Mol) um 0,65 Prozent auf 9 895 Forint sanken, rückten Magyar Telekom um 0,54 Prozent auf 555 Forint vor. Papiere von Richter Gedeon stiegen um 3,01 Prozent auf 30 800 Forint.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%