Aktien
Osteuropas Börsen mehrheitlich schwach

Die osteuropäischen Aktienmärkte haben am Donnerstag mehrheitlich mit deutlichen Kursverlusten geschlossen. Während sich die Prager Börse noch gut behauptete, fielen in Warschau und vor allem in Budapest massive Verluste an.

dpa-afx/apa WARSCHAU/PRAG/BUDAPEST. Die osteuropäischen Aktienmärkte haben am Donnerstag mehrheitlich mit deutlichen Kursverlusten geschlossen. Während sich die Prager Börse noch gut behauptete, fielen in Warschau und vor allem in Budapest massive Verluste an. Die wichtigsten Indizes schlossen mit einem Plus von 0,13 Prozent bis hin zu einem Minus von 3,38 Prozent.

In Warschau schloss der WIG-20 mit minus 1,76 Prozent bei 2 328,44 Zählern. Der breiter gefasste WIG-Index gab um 1,60 Prozent auf 39 343,94 Einheiten nach. Die Abgaben fielen im Rahmen der Kursverluste an den übrigen europäischen Aktienmärkten aus, die sich von einer sehr schwachen US-Börseneröffnung belastet zeigten. Größter Gewinner im WIG-20 waren TVN mit plus 2,12 Prozent auf 12,5 Zloty. Die belgische Bank KBC bekräftigte ihre Kaufempfehlung für den Fernsehstationen-Betreiber. Kghm Polska Miedz verloren dagegen 2,7 Prozent auf 105,1 Zloty und zeigten sich damit von niedrigeren Metallpreisen belastet. Zudem verlange die Gewerkschaft "Solidarnosc" Gespräche mit dem Management, wobei man über Gehaltserhöhungen sprechen wolle. Die Ölkonzerne zeigten sich von niedrigeren Ölpreisen belastet. Polski Koncern Naftowy Orlen gaben 0,8 Prozent auf 30,25 Zloty ab. MOL büßten 3,4 Prozent auf 243,5 Zloty ein.

In Prag schloss der tschechische Leitindex PX mit plus 0,13 Prozent auf 1 147,00 Punkten. Am Nachmittag zeigte sich aber auch der Prager Aktienmarkt von der schwachen US-Börseneröffnung belastet und musste im Verlauf einen großen Teil seiner Gewinne abgeben. Die belgische Bank KBC gab bekannt, ihre tschechische 100-Prozent-Tochter Csob im Jahr 2010 an die Prager Börse bringen zu wollen. Analysten sprachen von positiven Auswirkungen auf den Prager Aktienmarkt, insbesondere auf die Liquidität der Börse. Tagesgewinner im PX waren AAA Auto mit plus 2,69 Prozent auf 13,72 Kronen. Größter Verlierer waren hingegen Orco Property mit minus 1,78 Prozent auf 193,50 Kronen. Bankentitel notierten kaum verändert.

In Budapest rutschte der BUX um 3,38 Prozent auf 20 587,36 Zähler ab. Die Börse konnte sich der schlechten Entwicklung der europäischen Aktienmärkte nach einer sehr schwachen US-Börseneröffnung am Nachmittag nicht entziehen, sagten Händler. Unter den Index-Schwergewichten sackten Magyar Olay es Gazipari (Mol) mit minus 4,84 Prozent auf 15 605 Forint am stärksten ab. Der Ölkonzern zeigte sich damit von einem gesunkenen Ölpreis belastet. Dieser fiel aufgrund eines gestiegenen Dollar gegenüber dem Euro das erste Mal seit vier Tagen. Größter Verlierer in dem Leitindex waren aber Econet.hu, deren Aktien um 12,23 Prozent auf 122 Forint einbrachen. Der Software-Entwickler gab einen massiv gestiegenen Verlust von 521,7 Mill. Forint (2,9 Mill. Dollar) für die ersten drei Quartale des Jahres bekannt. Im Vorjahr belief sich der Verlust noch auf 248 Mill. Forint. OTP Bank gaben mit minus 4,21 Prozent auf 5 450 Forint ebenfalls deutlich nach. Die Großbank hat nach eigenen Angaben am Vortag einen Anteil von 14,65 Prozent an Econet.hu übernommen.

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