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Osteuropas Börsen schließen sehr schwach

In Osteuropa haben die wichtigsten Börsen am Dienstag ihren negativen Trend fortgesetzt.

dpa-afx/apa WARSCHAU/PRAG/BUDAPEST. In Osteuropa haben die wichtigsten Börsen am Dienstag ihren negativen Trend fortgesetzt.

Prager PX Sehr Schwach - NUR Zwei Kursgewinner IM Index

Der Prager Leitindex PX sank um 4,10 Prozent auf 777 Zähler. Nur zwei der PX-Titel konnten mit Kursgewinnen schließen: Philip Morris stiegen an der Indexspitze um 2,41 Prozent auf 6 416 Kronen und Erste Group legten um 0,68 Prozent auf 368 Kronen zu. Einem Pressebericht zufolge hat die Erste Group eine Vereinbarung über den Verkauf der hundertprozentigen Tochter Anglo Romanian Bank an den Unternehmer Dinu Patriciu für 100 Mill. Euro getroffen. Die Anglo Romanian Bank erwirtschaftete 2007 einen Nettogewinn von zehn Mill. Euro.

Gleich mehrere Titel im PX verzeichneten zweistellige Kursverluste. So gaben Cetv um 17,92 Prozent auf 272,50 Kronen nach, New World Resources (NWR) brachen um 15,79 Prozent auf 75,05 Kronen ein. Orco Property verbilligten sich um 14,84 Prozent auf 207,80 Kronen. Orco-CEO Jean-Francois Ott hatte bekanntgegeben, seinen Anteil beim Immobilienentwickler reduziert zu haben, als der Aktienkurs gesunken war.

IN Warschau Bringt Zweiter Handelstag FÜR Enea Deutliche Verluste

Der WIG-20 sackte in Warschau um 3,86 Prozent auf 1 609,55 Punkte ab. Der breiter gefasste WIG-Index sank um 3,03 Prozent auf 25 778,61 Zähler. Im Fokus waren nach dem Börsendebüt am Vortag erneut die Titel des polnischen Energieproduzenten und-versorgers Enea. Nachdem die Aktien an ihrem ersten Handelstag noch zulegen konnten, brachen sie um 8,2 Prozent auf 14 Zloty ein. Die Regierung schätzt den Börsengang dennoch als gelungen ein und will das Unternehmen 2009 vollständig privatisieren. Der IPO von Enea war der weltweit größte Börsengang im letzten halben Jahr.

Im Leitindex WIG-20 gab es nur Verlierer. Asseco büßten nach der Vorlage von Drittquartalszahlen 4,6 Prozent auf 44,85 Zloty ein. Asseco hatte den Umsatz im dritten Quartal auf Jahressicht mehr als verdoppeln können. Durch mehrere Akquisitionen, wie zum Beispiel Prokom, konnte ein Umsatz von 751,5 Mill. Zloty erzielt werden. Die Aktien zeigten sich auch von positiven Analystenkommentaren unbeeindruckt. Die Bankenwerte an der Warschauer Börse standen ebenfalls unter Druck. Ein Analyst der Ratingagentur Moody"s erklärte, dass die Kreditwürdigkeit einiger polnischer Banken gesenkt werden könnte, wenn die Finanzkrise das Land erfasse. Bank Pekao sanken um vier Prozent auf 107,1 Zloty und PKO gaben um 3,7 Prozent auf 28,41 Zloty nach. Bre Bank verbilligten sich um 3,8 Prozent auf 177 Zloty.

BUX Etwas SchwÄCher - S & P Senkt Forint AUF "BBB"

An der Budapester Börse hat der ungarische Leitindex BUX um 0,92 Prozent auf 11 663,68 Punkte nachgegeben. Ungarn leidet unter dem schwierigen konjunkturellen Umfeld. Das Rating der Agentur Standard & Poor"s für die ungarische Währung wurde von "BBB+" auf "BBB" gesenkt und der negative Ausblick wurde beibehalten. Außerdem sieht Ungarn einer regelrechten Insolvenzwelle entgegen. Rund 15 200 ungarische Unternehmen sind in den ersten neun Monaten 2008 insolvent geworden, um elf Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Im Fokus der Anleger standen die Quartalszahlen des Öl- und Gaskonzerns Magyar Olay es Gazipari (Mol) . Das Unternehmen hat im dritten Quartal einen Verlust von 5,1 Mrd. Forint erwirtschaftet, im selben Quartal des Vorjahres machte MOL noch einen Nettogewinn von 74 Mrd. Forint. Die enttäuschenden Zahlen wurden mit dem schwachen Forint und Wechselkursverlusten begründet. Die Aktien des Ölkonzerns ließen um 3,40 Prozent auf 9 660 Forint nach.

Bankwerte der OTP Bank zeigten sich mit einem leichten Minus von 0,11 Prozent auf 2 692 Forint recht stabil. Die Ratingagentur Standard & Poor"s hat ihre Bewertung für die OTP und ihre Tochter OTP Mortgage Bank von "BBB+/A-2" auf "BBB/A-3" gesenkt. Der negative Ausblick wurde auch bei den beiden Bankinstituten bestätigt. Die anderen beiden Indexschwergewichte zeigten sich uneinheitlich. Während Magyar Telekom um 0,73 Prozent auf 542 Forint nachgaben, stiegen Richter Gedeon um 0,81 Prozent auf 24 800 Forint.

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