Aktien: Osteuropas Börsen schließen uneinheitlich - Gewinne in Warschau

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Osteuropas Börsen schließen uneinheitlich - Gewinne in Warschau

Die Börsen in Osteuropa haben am Mittwoch uneinheitlich geschlossen. Während in Polen Gewinne verbucht wurden, gaben die Indizes in Ungarn und Tschechien nach.

dpa-afx/apa WARSCHAU/PRAG/BUDAPEST. Die Börsen in Osteuropa haben am Mittwoch uneinheitlich geschlossen. Während in Polen Gewinne verbucht wurden, gaben die Indizes in Ungarn und Tschechien nach.

In Warschau stieg der WIG-20 um 2,19 Prozent auf 1 678,77 Zähler. Der breiter gefasste WIG-Index gewann 1,29 Prozent auf 25 628,79 Punkte. Das Handelsvolumen betrug 1,06 (Dienstag: 0,78) Mrd. Zloty. Polens Industrieproduktion fiel im Dezember deutlich schwächer als erwartet aus: Sie ging im Vergleich zum Vorjahresmonat um 4,4 Prozent zurück, während Experten einen Rückgang um nur 2,0 Prozent erwartet hatten.

An beiden Enden der Kurszettel standen die Bankenwerte. Im Fokus der Anleger standen dabei vor allem BRE Bank. Die Commerzbank-Tochter hatte unter anderem aufgrund von Verlusten mit Derivaten eine Gewinnwarnung ausgegeben und erwartet für das vierte Quartal 2008 einen Gewinn vor Steuern von weniger als 50 Mill. Zloty (11,42 Mill. Euro). Im Jahr davor waren es noch 199 Mill. Euro gewesen. Die Analysten der Deutsche Bank stuften die BRE-Titel von "Buy" auf "Hold" ab, Wood & Co. bekräftigten ihre Verkaufsempfehlung. BRE Bank brachen am Ende des WIG-20 um 8,3 Prozent auf 149,70 Zloty ein.

Im Gegensatz dazu legten Pekao und PKO zu: Pekao kletterten um 5,2 Prozent auf 110,50 Zloty und PKO stiegen 4,1 Prozent auf 29,98 Zloty. Die beiden Titel zogen den WIG-20 deutlich nach oben.

In Budapest sank der BUX um 0,49 Prozent auf 11 842,60 Punkte. Das Handelsvolumen betrug 14,19 (Dienstag: 10,40) Mrd. Forint. Die EU-Kommission hat erneut ihre Wirtschaftsprognosen für das laufende Jahr nach unten revidiert. In der Eurozone soll das Bruttoinlandsprodukt (BIP) 2009 um 1,9 Prozent schrumpfen. Für Ungarn errechnen die Experten nach einer vormaligen Schätzung von plus 0,7 Prozent einen kräftigen Einbruch des BIP um 1,6 Prozent. Die anderen Länder der Region, wie Polen (+2,0 Prozent) oder die Tschechische Republik (+1,7 Prozent) schnitten bei der Prognose deutlich besser ab als Ungarn.

Magyar Olay es Gazipari (Mol) büßten 1,09 Prozent auf 9 010 Forint ein. Der Finanzvorstand hatte am Dienstag berichtet, dass die Mol keine weiteren Kredite bis Oktober 2010 brauche, da sich die Rücklagen auf 1,5 Mrd. Euro beliefen. Der Öl- und Gaskonzern will seine Investitionen zurückfahren und die geplanten Ausgaben für 2009 um 35 Prozent kürzen. Die Kosteneinsparungen sollen zwischen 80 und 100 Mill. Euro betragen.

In Prag sank der Leitindex PX um 1,81 Prozent auf 784,4 Zähler. Die Umsätze lagen bei 2,08 (Dienstag: 1,8) Mrd. tschechischen Kronen. Die Einzelhandelsumsätze waren im November auf Jahressicht kräftig eingebrochen: Nach einem Minus von 3,3 Prozent im Oktober, wurde im darauffolgenden Monat 6,3 Prozent weniger umgesetzt als in der Vorjahresperiode. Analysten waren im Vorfeld von minus 4,0 Prozent ausgegangen. Vor allem der Automarkt wurde stark getroffen, da langlebige Gebrauchsgüter von der Finanzkrise am stärksten betroffen seien, so Experten. Der wichtigste Grund für den Einbruch der Einzelhandelsumsätze sei die steigende Arbeitslosigkeit. Die Arbeitslosenrate soll von 6,0 Prozent im Dezember 2008 auf 7,2 Prozent am Ende des laufenden Jahres klettern.

Die Titel von Central European Media Enterprises brachen um 10,68 Prozent auf 296,10 Kronen ein. Der Konzern erwartet einen kräftigen Rückgang der Aufträge in der Werbebranche im ersten Quartal 2009. Außerdem sehen sie die Werbebudgets der Kunden in den Kernmärkten schrumpfen. Die Titel rutschten zeitweise sogar um 19 Prozent ab. New World Resources (NWR) büßten 2,37 Prozent auf 71,75 Kronen ein. Die Analysten von Morgan Stanley hatten die Aktie von "Overweight" auf "Equal-weight" abgestuft. Komercni Banka sanken leicht um 0,2 Prozent auf 2 510 Kronen. Der Vorstand erklärte, dass ein Gewinnwachstum von fünf bis sechs Prozent im Jahr 2009 schon als großer Erfolg gesehen werden müsse.

Als einer von zwei Titeln, die sich im PX in die Gewinnzone vorarbeiten konnten, schlossen Pegas Nonwovens mit einem Plus von 0,96 Prozent bei 241,40 Kronen. Pegas hat von der tschechischen Regierung Investitionsanreize für den Bau einer weiteren Produktionsanlage erhalten. Dies seien einerseits Steuererleichterungen für die kommenden zehn Jahre und andererseits 200 000 Kronen für jeden neu geschaffenen Arbeitsplatz.

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