Aktien
Osteuropas Börsen schließen uneinheitlich

Die wichtigsten osteuropäischen Aktienindizes sind am Donnerstag uneinheitlich aus dem Handel gegangen. Während Prag und Warschau Zugewinne verzeichneten, schloss Budapest im Minus.

dpa-afx/apa WARSCHAU/PRAG/BUDAPEST. Die wichtigsten osteuropäischen Aktienindizes sind am Donnerstag uneinheitlich aus dem Handel gegangen. Während Prag und Warschau Zugewinne verzeichneten, schloss Budapest im Minus. In Prag stieg der PX um 0,94 Prozent auf 932,4 Zähler.

Unter den Indexschwergewichten konnten Bankenwerte deutliche Aufschläge verzeichnen. So stiegen Erste Group um 2,15 Prozent auf 518,90 Tschechische Kronen und Komercni Banka kletterten um 2,54 Prozent auf 2 740 Kronen. Die Wertpapieranalysten der Schweizer Großbank UBS hatten die Titel der Komercni Banka in einer Ersteinschätzung mit der Kaufempfehlung "Buy" eingestuft.

Unipetrol konnten um 1,72 Prozent auf 118 Kronen dazugewinnen. Der Preis für Rohöl war deutlich gestiegen, nachdem Analysten von Goldman Sachs mitgeteilt hatten, dass der Ölpreis auf 85 Dollar je Barrel klettern könnte.

Die Anteilsscheine des Immobilienentwicklers ECM Real Estate rutschten um 6,93 Prozent auf 314,30 Kronen ab. Die Experten der Komercni Banka hatten das Kursziel für die Aktie auf 151 Kronen gesenkt und die Anlageempfehlung "Sell" bestätigt.

In Budapest fiel der BUX um 0,48 Prozent auf 15 120,01 Einheiten.

Nachdem sich der Index im Verlauf sehr konstant präsentiert hatte, brachten Aussagen von EZB-Präsident Jean-Claude Trichet zur Konjunktur in der Eurozone Händlern zufolge den Index unter Druck. Vor allem OTP Bank rutschten kräftig ab, nachdem der Notenbank-Chef gesagt hatte, dass die Wirtschaft in der Eurozone 2009 im Mittel um 4,6 Prozent schrumpfen dürfte. OTP verloren bis Handelsende 4,05 Prozent auf 3 360 Ungarische Forint.

Die Aktien des Pharmakonzerns Richter Gedeon verloren 0,87 Prozent bei 30 500 Forint. MOL gaben leicht um 0,11 Prozent auf 12 835 Forint nach, während Magyar Telekom um 2,52 Prozent auf 610 Forint stiegen.

In Warschau stieg der WIG-20 um 1,61 Prozent auf 1969,0 Einheiten. Der breiter gefasste WIG-Index ging mit einem Aufschlag von 1,38 Prozent bei 31 459,17 Punkten aus dem Handel.

Die Privatisierung der Warschauer Börse, an der auch die Wiener Börse interessiert ist, wird in diesem Jahr voraussichtlich nicht mehr erfolgen. Einer der Gründe ist laut Medienberichten, dass ein Gesetz über den Handel mit Finanzinstrumenten noch immer nicht in Kraft ist, obwohl es im vergangenen Herbst vom Parlament beschlossen wurde.

Die Indexschwergewichte präsentierten sich mit freundlicher Tendenz. PKN Orlen konnten angesichts des gestiegenen Ölpreises um 0,9 Prozent auf 31,90 Polnische Zloty vorrücken. Bankenwerte wie Pekao (plus 4,2 Prozent auf 118,90 Zloty) oder PKO (plus 2,1 Prozent auf 26,75 Zloty) verzeichneten deutliche Gewinne.

Ins Zentrum rückten auch die Anteilsscheine von Agora , die um 0,5 Prozent auf 15,80 Zloty nachgaben. Die Wertpapieranalysten von KBC Securities hatten das Anlagevotum für die Aktie von "Hold" auf "Sell" zurückgestuft.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%