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Osteuropas Börsen schließen uneinheitlich

Die Börsen in Osteuropa haben am Donnerstag ein weiteres Mal uneinheitlich geschlossen. Während die Börse in Prag nachgab, stiegen die Aktienmärkte in Budapest und Warschau.

dpa-afx/apa WARSCHAU/PRAG/BUDAPEST. Die Börsen in Osteuropa haben am Donnerstag ein weiteres Mal uneinheitlich geschlossen. Während die Börse in Prag nachgab, stiegen die Aktienmärkte in Budapest und Warschau.

In Prag sank der tschechische Leitindex PX um 0,36 Prozent auf 1 152,90 Zähler. Den größten Kursverlust verbuchte Erste Group mit minus 4,67 Prozent auf 735,50 Kronen. Um die Kapitaldecke zu stärken, könnte auf das österreichische Geldinstitut eine milliardenschwere Kapitalerhöhung zukommen. Mit möglichen Emissionsbanken liefen bereits Vorgespräche, hieß es aus Kreisen. Auch beim Immobilienentwickler Orco Property kursierten Gerüchte über eine Kapitalerhöhung. Das Unternehmen, das im März um Gläubigerschutz ersucht hatte, könnte zur Kapitalbeschaffung neue Wertpapiere an die Aktionäre ausgeben, hieß es. Orco schlossen um 1,52 Prozent leichter bei 194 Kronen.

An der Index-Spitze stiegen hingegen die Anteilsscheine des Energiekonzerns Ceske Energeticke Zavody (CEZ) um 1,96 Prozent auf 938 Kronen. Börsianer begründeten dies mit gestiegenen Kohlepreisen.

In Budapest gewann der Leitindex BUX 0,45 Prozent auf 20 317,04 Punkte. Börsianer verwiesen für das Plus auf überraschend positive ungarische Produktionsdaten für September. In den Mittelpunkt rückten einmal mehr die umsatzstarken Wertpapiere der OTP Bank , die um 1,01 Prozent auf 5 305 Forint zulegten. Die meisten anderen Indexschwergewichte schlossen ebenfalls mit Gewinnen. Magyar Telekom etwa verteuerten sich um 0,99 Prozent auf 813 Forint und Richter Gedeon stiegen um 0,52 Prozent auf 38 300 Forint.

Einzig die Anteilsscheine des Öl- und Gaskonzerns Magyar Olay es Gazipari (Mol) gaben um 0,46 Prozent auf 15 300 Forint nach. Ein Vorstandsmitglied hatte am Mittwoch 3 180 Mol-Aktien zum durchschnittlichen Preis von 15 813 Forint veräußert, wurde aus einer MOL-Mitteilung an die Börse bekannt. Händler verwiesen zudem auf Nachrichten, wonach die Nabucco-Pipeline voraussichtlich im vierten Quartal 2014 mit zunächst acht Mrd. Kubikmeter Gas aus dem Irak und Aserbaidschan starten werde. Mol ist neben der österreichischen OMV ein Nabucco-Partner.

In Warschau sprang der WIG-20 sogar um 2,89 Prozent auf 2 255,68 Einheiten hoch. Der breiter gefasste WIG-Index stieg um 1,62 Prozent auf 38 190,39 Zähler. Erst in der Schlussauktion war dem polnischen Leitindex nach einem eher impulslosen Handel der Sprng nach oben gelungen. Vor allem die Bankenwerte präsentierten sich sehr fest. Während Pekao um 1,3 Prozent auf 154 Zloty zulegten, kletterten Bank Zachodni sogar um sechs Prozent auf 159 Zloty und BRE Bank um 7,9 Prozent auf 259 Zloty. Einzig die Aktien des Branchenprimus PKO gaben um 0,4 Prozent auf 33,41 Zloty nach. Händler verwiesen auf Nachrichten, wonach die größte polnische Bank ihre Kapitaldecke um fünf Mrd. Zloty aufstocken und 300 Mill. neue Aktien ausgeben möchte.

Die Anteilsscheine des Softwareentwicklers Asseco stiegen um 5,8 Prozent auf 65,40 Zloty. Die Wertpapierexperten der Erste Group senkten zwar ihre Anlageempfehlung von "Buy" auf "Accumulate", hoben aber zugleich das Kursziel von 69,3 auf 72,1 Zloty an.

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