Aktien
Rezessionsängste und Wall Street belasten Zürich

Der Schweizer Aktienmarkt ist am Mittwoch mit deutlichen Abschlägen aus dem Handel gegangen. Der SMI sackte dabei unter die Marke von 6 000 Punkten. Es gebe immer größere Befürchtungen, dass die Rezession in den USA und in Europa lang und tief werden könnte, hieß es im Handel.

dpa-afx ZÜRICH. Der Schweizer Aktienmarkt ist am Mittwoch mit deutlichen Abschlägen aus dem Handel gegangen. Der SMI sackte dabei unter die Marke von 6 000 Punkten. Es gebe immer größere Befürchtungen, dass die Rezession in den USA und in Europa lang und tief werden könnte, hieß es im Handel. Auch in der Schweiz nähmen die Ängste vor einem starken Konjunkturabschwung weiter zu.

Am Nachmittag drückten enttäuschend ausgefallene Quartalsberichte von US-Unternehmen auf die Stimmung. Dies galt vor allem für die Zahlen von Wachovia, so das Urteil am Markt. Anschließend eröffnete die Wall Street im Minus, zeitweise stand der Dow Jones Index mehr als vier Prozent tiefer. Zum Handelsende in Europa erholte sich der Index jedoch etwas.

Bis Börsenschluss sank der SMI um 4,20 Prozent auf 5 925,46 Punkte. Das Tagestief hatte bei 5 901,36 Zählern gelegen. Der 30-Titel umfassende SLI ging um 4,39 Prozent auf 836,56 Zähler zuück und der breitere SPI gab um 3,93 Prozent auf 4 901,79 Punkte nach.

Die größten Verluste unter den 30 Bluechips verbuchten OC Oerlikon (-17,6% auf 95,55 Franken) nach einem massiven Umsatzrückgang in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres. Analysten zeigen sich vom Einbruch beim Bestellungseingang und der daraus resultierenden Gewinnwarnung überrascht. Zudem reduzierte die Unternehmensleitung die Gesamtjahresprognosen ein weiteres Mal.

Die Sorgen um die weitere wirtschaftliche Entwicklung belasteten auch Holcim (-11,0% auf 62,05 Franken) sowie ABB (-7,8% auf 16,86 Franken) überdurchschnittlich. Am Markt kursierten Gerüchte, wonach das Management von ABB anlässlich der morgigen Quartalsergebnispublikation vorsichtigere Töne anschlagen werde.

Clariant (-8,6% auf 6,87 Franken) fielen gar auf neue historische Tiefstände zurück. Nach Einschätzung von Marktteilnehmern wurden im Anschluss an die Übernahmeofferte von BASF für den Wettbewerber Ciba spekulativ aufgebaute Engagements glattgestellt. Auch von Abgaben aus dem Lager in- und ausländischer Institutioneller war zu hören.

Syngenta (-6,6% auf 168,20 Franken) wurden nach zwei starken Handelstagen verkauft. Das Unternehmen informiert Morgen wie auch Synthes (Aktie: -2,2% auf 142,10 Franken) über den 9-Monatsumsatz.

Signifikante Abschläge gab es bei Julius Bär (-8,0% auf 45 Franken), CS (-4,0% auf 46,54 Franken) notierten vor dem morgigen Drittquartalszahlen durchschnittlich. Allerdings sind die Eckdaten bereits seit Ende vergangener Woche bekannt. In unmittelbarer Nähe lagen auch UBS (-4,8% auf 17,32 Franken).

Adecco (-1,8% auf 40 Franken) kamen von ihren frühen Abgaben angesichts schwacher Vortages-Zahlen des Konkurrenten Manpower zurück.

Die defensiven Roche (-1,0% auf 168,60 Franken) und Novartis (-3,9% auf 56,70 Franken) hielten sich besser als der Index. Nestle-Aktien (-4,8% auf 42,96 Franken) zeigten sich etwas schwächer. Der Nahrungsmittelkonzern informiert Morgen über die Umsätze in den ersten neun Monaten.

Positive Vorzeichen trugen einzig Petroplus (+1,9% auf 30,50 Franken) an der Spitze im SMI /SLI nach einer Hochstufung durch die Analysten der UBS . Es folgten SGS (unv. bei 1 120 Franken) sowie Geberit (-0,1% auf 116,50 Franken).

Im breiten Markt zogen Temenos (+4,6% auf 16,05 Franken) nach frühen Avancen in Folge der Q3-Zahlen und der bestätigten Guidance bis zum Schluss wieder an, schlossen aber unter dem frühen Tageshoch (16,50 Franken). Rieter (-9,3% auf 245 Franken) litten unter einer Verkaufsempfehlung von Goldman Sachs.cc/mk/AWP/tw

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