Aktien
Rohstoffaktien belasten Europas Aktienmärkte

Die europäischen Aktienindizes haben sich am Mittwoch schwach entwickelt. Der Eurostoxx 50 büßte 2,03 Prozent auf 2 306,458 Zähler ein.

dpa-afx PARIS/LONDON. Die europäischen Aktienindizes haben sich am Mittwoch schwach entwickelt. Der Eurostoxx 50 büßte 2,03 Prozent auf 2 306,458 Zähler ein. Der Londoner Ftse 100 gab 1,22 Prozent auf 4 072,58 Punkte ab, und der französische CAC-40-Index verzeichnete ein Minus von 2,02 Prozent auf 3 089,12 Zähler. Händler erklärten, Anleger hielten sich vor wichtigen Konjunkturdaten wie dem US-Arbeitsmarktbericht am Freitag und den Zinsentscheidungen von EZB und BoE am Donnerstag zurück. Bereits am Nachmittag stehen in den USA der ISM-Index und am Abend das Beige Book auf dem Plan.

"Alle Augen ruhen derzeit auf dem Ölpreis und den Lagerbeständen am Nachmittag", sagte Chris Hossain, Händler bei ODL Securities. "Nachdem der Ölpreis erneut die Marke von 47,50 Dollar getestet hat, dürfte der Einfluss auf Minen- und Rohstoffwerte eine wichtige Triebfeder sein." Öl- und Rohstoffaktien notierten am Ende der jeweiligen Indizes. Total büßten 4,76 Prozent auf 37,44 Euro ein, während BP um 3,39 Prozent auf 491,50 Pence fielen.

Royal Dutch Shell sackten um 3,20 Prozent auf 1,635 Pence ab. Der britisch-niederländische Ölkonzern kündigte zudem an, ein geplantes Projekt mit Anglo American in Australien zu verschieben. Geplant war Kohle in flüssigen Brennstoff umzuwandeln. Gleichzeitig hat Jpmorgan das Kursziel für Royal Dutch von 1 000 auf 1950 Pence angehoben.

Die beiden Minenwerte Rio Tinto und BHP Billiton tendierten deutlich schwächer obgleich sie von der Citigroup von "Hold" auf "Buy" hochgestuft worden sind. Dagegen senkten die Analysten das Kursziel von Rio von 4 700 auf 2 690 Pence und für BHP von 1 850 auf 1 530 Pence. Rio Tinto büßten 5,91 Prozent auf 1 195 Pence ein während sich BHP um 0,29 Prozent auf 1 033 Pence verbilligten.

Autowerte wie PSA Peugeot Citroen , Renault und Fiat gehörten nach erneut schwachen Absatzzahlen in den USA zu den größeren Verlieren. Sie gaben zwischen 0,72 und 2,43 Prozent ab.

Die Zahlen des Halbleiter-Konzerns Infineon rückten den gesamten Sektor in den Fokus der Anleger. Stmicroelectronics fielen um 2,00 Prozent auf 4,794 Euro, Asml Holding büßten 6,24 Prozent auf 10,45 Euro ein und ARM Holdings gaben 1,98 Prozent auf 86,50 Pence ab. Infineon erwartet nach einem Verlust im abgelaufenen Geschäftsjahr auch 2009 rote Zahlen.

Die australische Regierung hat British Airways eine "Tür offen gelassen" für den geplanten Zusammenschluss mit Qantas. Allerdings fiele diese Tür sofort zu, sollte das Gefühl aufkommen, die australische Airline werde übernommen. Darüber hinaus legt British Airways Verkehrszahlen für November vor. Die Papiere verloren 2,10 Prozent auf 153,75 Pence.

Nach einem Bericht der "Financial Times" plant der britische Finanzdienstleister 3i Group bis zu 15 Prozent seiner Stellen abzubauen. Damit würde verdeutlicht, zu welch drastischen Schritten Private Equity Firmen bereit sind, um Kosten zu senken, berichtet das Blatt. Die Aktien fielen um 4,48 Prozent auf 378,00 Pence zurück.

Der französische Versorger Electricite de France (EdF) plant 50 Prozent des Nukleargeschäftes von Constellation Energy für 4,5 Mrd. Dollar zu übernehmen. An der Börse wurde die Nachricht mit einem Verlust von 6,36 Prozent auf 41,735 Euro quittiert.

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